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Spahns Organspende-Konzept: Sterben und sterben lassen
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Geht es nach Jens Spahn, sollen jedem nach dem Tod Organe entnommen werden dürfen, wenn er nicht zu Lebzeiten ausdrücklich widersprochen hat. Das ist absurd, totalitär-paternalistisch und dazu unehrlich.

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bs2509 09.11.2018, 17:01
1. Spahn

der Lobbyisten-Freund hat 'ne Schraube locker. Auf Totalitäre System schimpfen, aber selber gerne so verfahren oder anordnen wollen.
Der "Pflege-Fall" Spahn ist bereits jetzt eine wirkliche Zumutung.
Da muss einfach aufgepaßt werden, dass so etwas nicht noch Bundeskanzler wird.

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deakon78 09.11.2018, 17:02
2. Was ist den das für ein Quatsch?

Die Forderung von Herrn Spahn ist lediglich, dass sich jeder in seinem Leben für wenige Minuten mit dem Thema Organspende auseinandersetzt. Jetzt wird wieder unterstellt, dass mannnicht mehr gerettet wird, weil wir blutrünstigen Ärzte an die Organe wollen? Dass man so etwas absurdes und dummes von einem akademisch gebildeten Menschen hört, würde man nach 1945 nicht mehr für möglich halten!

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phthalo 09.11.2018, 17:05
3. Ich bin eindeutig ....

... für die Widerspruchregel. Funktioniert auch in andere Ländern und ich selbst habe ohnehin einen Organspendeausweis.
Ich bin sogar eher dafür, dass niemand meine Organe bekommen soll, der nicht selbst Spender ist, sofern medizinisch nichts dagegen spricht.

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t36 09.11.2018, 17:07
4. schwieriges Thema

Ich habe seitdem ich Erwachsen bin, einen Spenderausweis. ich habe 22 Jahre auf dem Gebiet der Lebertransplantation gearbeit und geforscht. Ich hatte den Ausweis freiwillig, weil ich es für sinnvoll halte, dass meine Organe nicht in der Grube verrotten werden, sondern vielleicht anderen Menschen Lebenszeit schenken könnten. ich werde es mir aber dies nicht von einem "christlichen" Berufspolitiker befehlen lassen: wenn das kommt, dann widerspreche ich.

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ned divine 09.11.2018, 17:11
5. Weder als Gesundheitsministerium noch als Kanzlerkandidat geeignet

Dieser Text sagt alles, man muss ihn nur genau lesen, dem ist nichts hinzuzufügen.
Herr Spahn ist ein absolut ungeeigneter Gesundheitsminister und noch weniger als Kanzlerkandidat geeignet. Wollen wir mal hoffen dass die einzig vernünftige Alternative:AKK sich durchsetzen wird und dann auch wieder ein ordentlicher, kompetenter Gesundheitsmunister berufen wird, der nicht solche populistischen Vorschläge zur Organspende macht z. B. oder nach Amerika ins Weisse Haus reisen muss, um sich auf die "künftigen Herausforderung mit Bioterrorismus" vorzubereiten.
Dem Mann ist doch nicht zu helfen.

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themasterofdesaster 09.11.2018, 17:11
6. Bullshit!

Der Vorschlag von Spahn ist richtig, wichtig, lebensrettend und ausgewogen. Nur weil er von Spahn kommt, muss der gemeine linke Schreiberling (der leider nicht auf der roten Liste steht) dagegen wettern... das ist so lächerlich!

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thorben78 09.11.2018, 17:13
7. Moral an der falschen Stelle

Ich sehe das genauso wie deakon78
Was ist unmoralischer - einem Verstorbenen die gesunden und wiederverwertbaren Organe entnehmen - auch wenn er nichts davon weiß - oder eben diese in der Friedhofserde den Maden, Würmern und Bakterien zu überlassen? Oder meeint irgendjemand, dass man ohne seine Organe nicht in den Himmel darf?
Aus christlicher Sicht sollte an dieser Stelle klar sein, wie man sich zu verhalten hätte, Stichpunkt Nächstenliebe.

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Go Oriol Go 09.11.2018, 17:13
8. Totalitär?

Das gehen dem Altrichter die Pferde durch. Diese Regelung gibt es in vielen anderen Ländern, in denen so ungleich mehr Leben gerettet werden können als in Deutschland. Dass diese Länder alle totalitär sein sollen ist ja abenteuerlich und entwertet das gesamte Argument des selbstverliebten Richters aD.
Man kann Argumente für Spahns Vorschlag haben oder dagegen, aber man sollte doch die Kirche im Dorf lassen. Ich unterstütze den Vorschlag, sich mit dem Thema auseinander setzen zu müssen.

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Sensør 09.11.2018, 17:14
9. hübsche theoretische Abhandlung

Das die Argumentation von Spahn und Konsorten weit weg von wahrer Moral und Ethik sind, ist mir auch aufgefallen. Fest steht: das Gesundheitswesen ist eine knallharte Industrie, in der Würde und Gewissen hinten anstehen. Gerade in Anbetracht dessen, dass jetzt pro Organspende mehr Geld gezahlt werden soll, achte ich darauf, das Organ"spende"-Dokument bei mir zu haben, in dem ausdrücklich steht, dass ich dafür nicht zur Verfügung stehe.
Ich halte es gut für möglich, dass zwei Ärzte einer wirtschaftlich ausgerichteten Klinik unabhängig voneinander meinen Hirntod feststellen, während ich noch atme.

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