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"Tatort"-Faktencheck: Wie verwahrlost ist Kiel-Gaarden?
ARD

Im Kiel-"Tatort" wird ein vorbestrafter Pädophiler erschlagen. Dass er regelmäßig "Party mit Kindern" machte, interessierte offenbar niemanden im Brennpunktviertel Gaarden. Ein realistisches Bild sozialer Missstände?

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h.klinge-klinge 29.03.2015, 22:40
1.

Also ich persönlich würde mich nicht als im Kopf verwahrlosten Menschen sehen und schaue trotzdem Tatort. Immerhin scheint dass ja aber ein Thema zu sein was auch nicht Tatortgucker anspricht...

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Spieegel 29.03.2015, 22:49
2.

Zitat von akkulader
Ich finde zwar, dass man im Kopf ziemlich verwahrlost seien muss, um Tatort zu gucken, jedoch ist Gaarden tatsächlich furchtbar und der schlimmste Stadtteil, den ich persönlich kenne. Vll neben Kiel mettenhof...
Ich glaube, das hängt ein wenig vom Betrachtungswinkel ab. Ich persönlich finde Gaarden schön und vor allem lebendig, dort spielt sich das Leben ab. Klar, es hat auch seine eindeutigen Schattenseiten, aber die gehören ebenso zu Gaarden.

Ich habe mir auch den Tatort angesehen, weil es sich um Gaarden drehte. Im Film haben sie im wahrsten Sinne des Wortes die hässlichsten Häuser von Gaarden gezeigt (Kieler Straße), mausgrau und heruntergekommen.

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Job Killer 29.03.2015, 23:29
3. schön bunt in Gaarden

Ich hab' den Kieler Tatort nicht gesehen. Kamen auch verrußte Fassaden ins Bild? Dort brennt's nämlich andauernd. Aktuell gibt's mehr Fälle als "normalerweise", und die Polizei hat's schwer, weil's offenbar viele verschiedene Täter sind, die nichts miteinander zu tun zu haben scheinen. Die Mieten in Gaarden drücken den Mietspiegel übrigens ganz ordentlich.

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miruwa 29.03.2015, 23:58
4. Heftig, heftig

In Berlin ist es also ganz schön rot. Während es in Tübingen wohl eher orange ist? Da würd ich dann schon lieber wohnen. Passt besser zu meiner Wohnzimmereinrichtung.

Worum gehts in dieser netten Grafik nochmal?

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horsteddy 30.03.2015, 01:07
5. Klischee

So stellen sich die Mittelschichtfuzzies die Viertel der Armen vor. Absolute Kluschees mit einem "Borowski", der wie Falschgeld durch den Krimi stapft und mit halber Lunge flüstert, dass ich den verdammten Fernseher voll aufdrehen muss.

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Kaffee Wien 30.03.2015, 01:52
6. Realismus vs. Fiktion

Sehr realistisch: Das Verhalten der migrantösen Jugendlichen (Gaarden, siehe SPON-Grafik: 65% Ausländer) gegenüber der Polizei: Absolut respektlos. Irrealistische Drehbuchfiktion: Diese dargestellten "Jugendlichen" sprechen mit Borowski nach dessen unkonventioneller Einschließaktion. Anstatt mit dem grauenhaften Realismus (s.o.) umzugehen, werden von den gedungenen Drehbuchschreibslern lustige Bullerbüsituationen mit Sit In und Co. dazugedichtet, um die Kriminellen wieder in einem guten Lichte erscheinen zu lassen - denn das ist der vorgegebene "Sprachgebrauch" à la "Nicht sein kann, was nicht sein darf!". Das aber genau ist diese elendige ARD-Politik, die der Mehrheit der Zuschauer sowas von auf die E... geht! Dafür wird dann zwangsweise "Demokratieabgabe" (O-Ton Multimillionär Jörg Schönenborn!) abgezockt. Im Sinne von George Orwells "1984" ist soetwas reinste Propaganda, die sich nur marginal von DDR-Propaganda unterscheidet.

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klogschieter 30.03.2015, 02:47
7. Kierkegaarden

Das Leben ist bekanntlich eine Krankheit zum Tode (Entschuldigen Sie die Bildungsbürgerei, aber manchmal geht mein Nick mit mir durch). Und ganz genau so ist auch Gaarden. Wer dort wohnt, fühlt sich nicht wohl und hat auch keinen Grund dazu. Wer dort wohnt, ist Teil einer kollektiven Agonie, die aufs Gemüt schlägt. Aber wer dort wohnt, fühlt sich genau deswegen eben auch lebendig, wenn auch auf eine Weise, die keinen Spaß macht. Ich möchte nie wieder in Gaarden leben, aber man sieht dort Dinge, die einen Menschen nicht dümmer machen. Zu nahe rangehen sollte man aber nicht.

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c.klaus 30.03.2015, 04:29
8.

Mal ehrlich, ein paar Zahlen sollen anzeigen wie Verwahrlost Gaarden sein soll?
Schicken Sie mal einen Journalisten hin. Der soll dann von der offenen Drogenszene vor dem Sky am Karlstal berichten, vielleicht auch das die Stadt die ganzen Junkies von der City dahin getrieben hat. Wenn dann über all den Dreck berichtet worden ist, kann man ja noch über den kleinen Bioladen "BioGaarden" berichten oder sich mal die Künstlergemeinschaft anschauen. Es könnte sogar vorkommen das man davon erzählt das die Fachhochschule dort zum Teil ansässig ist, dass es immer mehr Studenten werden die den Stadtteil prägen. Diese Studenten wiederum gehen in Kultkneipen wie das Subrosa, welches Super Biere sowie mega leckeres Veganes Essen anbietet. Wer etwas mit Fleisch mit möchte geht vielleicht zu Antep Sofrasi, dem besten Türkischen Restaurant.

Aber ja, Kiel Gaarden wirkt auf den ersten Blick nicht schön!

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fanasy 30.03.2015, 06:35
9. vielleicht

ist man eher verwahrlost, wenn man solche Stadtteile persönlich kennt? Was soll so eine Verunglimpfung von Millionen deutschen Zuschauern? Danke für diesen Faktencheck.

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