Forum: Panorama
Transport aus Polen: Polizei stoppt Konvoi mit US-Panzern
Marcin Bielecki/PAP/dpa

Eine Spedition wollte sechs Haubitzen von Polen nach Deutschland befördern. Doch die sächsische Polizei stoppte den Transport - obwohl hinter diesem ein mächtiger Auftraggeber steht.

Seite 1 von 4
eronx 11.01.2018, 12:25
1. Gute Nachricht: gleiches Recht für alle

Ich frage mich nur, wie die Beamten auf die Idee kamen so einen Transport überhaupt zu überprüfen.
Dennoch zeigt es das wir in einem Rechtsstaat Leben, wo im Zweifelsfall ein einfacher Polizist einen Militärtransport aufhalten kann.

Beitrag melden
wolfi55 11.01.2018, 12:34
2. Dumm dass es ein ziviler Transport war

Wenn die US-Army selber gefahren wäre, hätte die Polizei nichts gemacht. Da hätte das Begleitkommando denen die Waffen hingehalten und die wären abgezogen.

Wobei ich mir nicht sicher bin, ob hier nicht auch das Nato-Truppenstatut gilt. Und dann ist die sächsische Polizei nicht zuständig. bestenfalls Feldjäger bzw. MP.

Beitrag melden
compiler 11.01.2018, 12:38
3.

Streng genommen war es kein Militärtransport, sonderin ein ziviler mit militärischer Ladung.Wäre der Transport von der US-Armee selber durchgeführt worden, hätte auch der "einfache" Polizist da nichts unternehmen können/dürfen.

Beitrag melden
chiemseecorsar 11.01.2018, 12:42
4. Na nun ...

... mit Panzerfahrzeugen hat Sachsen ja genug Erfahrung in letzter Zeit. (hahaha....) Scherz beiseite, die Nummer ist kein Spaß, 16t Überladen, de wird der Fahrer eine Zeitlang zu Fuß gehen. Interessant wäre es wer den Krempel verladen hat, weil DER ist auch dran! Weitermachen in Sachsen. Und den eigenen Panzer im Depot lassen! OneWorld.NoBorder.

Beitrag melden
torsten_raab 11.01.2018, 12:43
5.

Zitat von eronx
Ich frage mich nur, wie die Beamten auf die Idee kamen so einen Transport überhaupt zu überprüfen. Dennoch zeigt es das wir in einem Rechtsstaat Leben, wo im Zweifelsfall ein einfacher Polizist einen Militärtransport aufhalten kann.
War vermutlich ganz simpel - es handelt sich nicht um einen Militärtransport, schließlich wurde eine zivile Spedition genutzt. Wären es "echte" Militärlaster gewesen, wäre interessant gewesen, ob die überhaupt gestoppt werden dürften - auch nach Aufhebung der Besetzung der BRD ;-)

Somit gingen bei den Polizisten vermutlich diverse Alarmglocken an:
- zivile (polnische?) LKW mit offensichtlich militärischer Fracht
- überbreite Schwerlasttransporte ohne Sicherungsfahrzeuge

Den Rest (Überladung, fehlende Papiere und Genehmigungen) hat man eben noch im Nachgang rausgetüftelt.
Die Haubitzen sind laut Wikipedia 3,15 - 3,18m breit, ab 3 Meter Breite ist es ein Schwertransport. Dazu sind die Eimer ca. 26-28 Tonnen schwer.

https://lkw.bussgeldkatalog.org/schwertransport/

Beitrag melden
grüne-biene 11.01.2018, 12:45
6. @eronx #1

1) Wer aufmerksam liest sah, dass dem Konvoi die Begleitfahrzeuge fehlten, es war also für jeden Polizisten eindeutig erkennbar, dass bei dem Transport etwas nicht mit rechten Dingen zugeht, somit ist es nicht wirklich rätselhaft, wie die Beamten auf die Idee kamen den Transport zu überprüfen.
2) Zwar wurde hier militärisches Material befördert, es handelt sich aber nicht um ein "Militärtransport", sondern um die Arbeit einer Spedition, die diverse Regel der StVO ignorierte. Hier legt sich also kein "einfacher Polizist" mit dem US-Militär an.

Beitrag melden
Gmorker 11.01.2018, 12:47
7. @1: Weil offensichtlich was falsch war...

@1: Die Polizei hat den Konvoi gestoppt, weil ganz offensichtlich nicht alles eingehalten wurde. Panzertransporte sind immer Schwerlasttransporte, da muss immer ein Begleitfahrzeug dabei sein. Ausserdem werden Transporte mit Überbreite auch immer von der Polizei begleitet. Das sind gleich zwei Gründe, die jedermann im Vorbeifahren sehen kann, die zu einer Überprüfung direkt einladen. ... Hätte die US-Armee (oder auch die Bundeswehr) diesen Transport durchgeführt, hätte die normale Polizei ihn trotzdem stoppen können, sie hätten dann allerdings die Feldjäger (Militärpolizei) dazugerufen, weil die MPs für die absicherung von Militärtransporten zuständig sind. Weder die US-Armee noch die Bundeswehr stehen ausserhalb des Gesetzes. Im Gegenteil es gelten im Frieden grundsätzlich die zivilen und die militärischen Vorschriften gleichzeitig (was unter anderem zu solch lustigen Stilblüten führt, das die Bundeswehr im Einsatz zur Mülltrennung verpflichtet ist, selbst wenn das Einsatzland keinerlei Mülltrennung in der Entsorgung hat).

Beitrag melden
Kurt2.1 11.01.2018, 13:03
8. #2

Zitat von wolfi55
Wenn die US-Army selber gefahren wäre, hätte die Polizei nichts gemacht. Da hätte das Begleitkommando denen die Waffen hingehalten und die wären abgezogen. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob hier nicht auch das Nato-Truppenstatut gilt. Und dann ist die sächsische Polizei nicht zuständig. bestenfalls Feldjäger bzw. MP.
Sie glauben doch nicht ernsthaft, dass ein Soldat, egal welcher Nation, deutsche Exekutivbeamte mit einer Waffe bedroht hätte! Glauben Sie, US-Soldaten wären Räuber?
Auf öffentlichen Straßen in Deutschland gilt die StVO und nicht irgendwelche NATO-Vorschriften. Selbstverständlich ist die Polizei zuständig. Nichts und niemand steht über dem Gesetz.
Ich gehe davon aus, dass der verantwortliche amerikanische Offizier in Polen von seinen Vorgesetzten schön einen eingeschenkt kriegt.

Beitrag melden
manicmecanic 11.01.2018, 13:07
9. @7 falsch

Zumindest in einem Punkt sagen Sie hier falsches.Ich lebe in einer Ecke wo oft so breite Schwertransporte auf der AB fahren.Da sind in der Regel aber immer nur zivile Begleitkfz dahinter unterwegs mit den Warntafeln,also nix vonwegen die werden immer von Polizei begleitet.Zu der anderen Behauptung die Polizei würde auch US Militär ganz normal kontrollieren sage ich nur träumen Sie weiter.Theoretisch mag das gehen aber das werden Sie nicht erleben in der BRD.

Beitrag melden
Seite 1 von 4
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!