Forum: Panorama
Tsunami 2004: Die Jahrtausend-Katastrophe
Getty Images/ U.S. Navy

Vor zehn Jahren riss der Tsunami rund 230.000 Menschen in den Tod. Wie kam es zu der Katastrophe? Wie haben Überlebende es geschafft? Wie erging es ihnen seither? Wir erzählen es in einer Serie.

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Freidenker10 21.12.2014, 11:37
1. Sensibilisiert für die Macht der Meere

Ein Wahnsinn! Ich war noch ein paar Jahre zuvor auf einer Thailändischen Insel die auch voll getroffen wurde. Kleine Hütten direkt am Strand. Wenn einen diese Katastrophe im Schlaf erwischt, hatte man dort keine Chance! Aber ehrlich gesagt, hätte ich den Tsunami auch nicht als Gefahr eingestuft. Das Wasser geht ein wenig zurück und man sieht auch keine Monsterwellen, da hätte ich genauso am Strand gestanden und mich gewundert was da abgeht...
Erst nach dieser Katasrophe sind mehr Menschen sensibilisiert für die Macht der Meere!

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sandy123 21.12.2014, 11:58
2. Es wird noch noch viel mehr passieren

Ich halte es für voreilig, diesen Tsunami als die Jahrtausend-Katastrophe schon zu bezeichnen.
Angesichts der Tatsache, dass der Mensch die Sicherheit technischer Anlagen (z. B. Standorte und Schutz von Atomkraftwerken, Lagerstätten für Atommüll, etc.), den Klimaschutz und den CO2-Ausstoß nicht annähernd sorgfältig überwacht, ist in Zukunft mit noch viel schlimmeren Katastrophen zu rechnen.
Kaum einen Politiker denkt langfristig, d. h. über die aktuelle Wahlperiode hinaus.
Mit dieser Einstellung überlassen wir unseren Kindern eine Menge "tickender Zeitbomben".

Und als Wähler haben wir das aber in der Hand, d. h. wer nur solche Parteien wählt, denen nur das bedinungslose Wachstum der Wirtschaft wichtig ist und die nicht daran denken, dass wir auch für die Sicherheit aller geschaffenen technischen Anlagen und für die Erhaltung der Erde für unsere Nachfahren denken müssen, der darf sich nicht beschweren, wenn es zu verheerenden Unglücken kommt.
Unsere Steuergelder sollten für viel mehr Sicherheits- und Schutzmaßnahmen eingesetzt werden, auch um den Preis von eventuellen Steuererhöhungen.

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bisi 21.12.2014, 12:09
3. Angehörige

Nur wenige denken an die Angehörigen. Habe dazu ein gutes Buch gelesen: Klaila/Kleinjung Liebe Schwester - Trauern nach einem plötzlichen Tod. Echt lesenswert.

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seriphos02 21.12.2014, 14:07
4. ich kann ihnen nur zustimmen ...

Zitat von Freidenker10
Ein Wahnsinn! Ich war noch ein paar Jahre zuvor auf einer Thailändischen Insel die auch voll getroffen wurde. Kleine Hütten direkt am Strand. Wenn einen diese Katastrophe im Schlaf erwischt, hatte man dort keine Chance! Aber ehrlich gesagt, hätte ich den Tsunami auch nicht als Gefahr eingestuft. Das Wasser geht ein wenig zurück und man sieht auch keine Monsterwellen, da hätte ich genauso am Strand gestanden und mich gewundert was da abgeht... Erst nach dieser Katasrophe sind mehr Menschen sensibilisiert für die Macht der Meere!
... ich hätte die zeichen des meeres sicher auch nicht richtig interpretiert, sofern dazu überhaupt noch die zeit geblieben wäre. per zufallsentscheidung war ich zu jener zeit an einem anderen ort in thailand und habe mich oft gefragt, was gewesen wäre, wenn. unmöglich.
ich denke, diese gigantische katastrophe hat durch den tod so vieler reisender auch eine andere sensibilität prinzipiell zu (natur)katastrophen in fernen ländern geschaffen. wenngleich es in den darauffolgenden jahren wohl auch probleme gab, die enormen spenden nach dem tsunami immer sinnvoll einzusetzen, wäre es zu wünschen, dass uns die sensibilität für katastrophen und die bereitschaft zur hilfe erhalten bleibt, unabhängig davon, ob wir betroffene länder bereisen oder nicht.

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blob123y 21.12.2014, 14:16
5. Das stimmt so nicht

Zitat von Freidenker10
Ein Wahnsinn! Ich war noch ein paar Jahre zuvor auf einer Thailändischen Insel die auch voll getroffen wurde. Kleine Hütten direkt am Strand. Wenn einen diese Katastrophe im Schlaf erwischt, hatte man dort keine Chance! Aber ehrlich gesagt, hätte ich den Tsunami auch nicht als Gefahr eingestuft. Das Wasser geht ein wenig zurück und man sieht auch keine Monsterwellen, da hätte ich genauso am Strand gestanden und mich gewundert was da abgeht... Erst nach dieser Katasrophe sind mehr Menschen sensibilisiert für die Macht der Meere!
ich war auch auf Phuket zu dieser Zeit aber mein Haus ist auf der Ostseite, das Disaster war aber auf der Westseite. Bei mir hat es nur etwas am Bett geruettelt und ich habe sofort an ein Erdbeben gedacht da genau dasselbe einige Jahre vorher in Istanbul geschehen ist da war das Epicenter dann oestlich von Izmir.

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Poco Loco 21.12.2014, 14:46
6. nach der Welle...

so heisst der Titel des Buches dass ich gerade in Sri Lanka überwinternd lese ("Wave" von Sonali Deraniyagala). Hier in Sri Lanka sind viele noch traumatisiert von den Ereignissen. Sehr traurig auch, dass sich kaum jemand um die armen, meisst schon alten Leute kümmert. Von den Spenden sind bestenfalls 40 Prozent bei der Bevölkerung angekommen, für die anderen 60 Prozent hat der President von SL sich lieber u.a. ein paar Hubschrauber und Luxus-Limosinen gekauft. Die Welle hat damals nicht nur die Ostküste getroffen, wie auf der Karte dargestellt, sondern schwappte noch um die Südküste, bis weit in die Mitte der Westküste. Ich befürchte auch, das kann jederzeit wieder passieren und vorbereitet auf den nächsten Tsunami ist hier kaum jemand.

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tomrobert 21.12.2014, 15:11
7. Das Hauptproblem kommt danach.

Habe in der Zeit auf Phuket gelebt. Die Beach Area sah schrecklich aus. Der Bus hat in der Bank gesteckt. Gebäude völlig zerstört. Straßen unpassierbar. Leichen unter den Trümmern.Lange die Angst die Welle kommt wieder. Angst wo die Angehörigen sind. Und nachdem die Öffentlichkeit das Interesse verloren hatte , fingen die Probleme wirklich an. Keine Kunden mehr nur noch Kosten. Überforderte Politiker die ihre Versprechungen zur Zeit der Katastrophe gemacht nun nicht einhielten. Existenz kaputt.

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sanook 21.12.2014, 15:27
8. @seriphos

Jaja, der Tod sovieler Reisender ... im Tod sind aber alle gleich und ich würde nicht mehr zwischen Reisenden und Einheimischen unterscheiden!

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Morrison 21.12.2014, 15:28
9.

Erzählt doch bitte auch einmal wie die Grünen Weltuntergangsbeschwörer geschickt von dieser Katastrophe zu profitieren wussten und in den bundestag einzogen!

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