Forum: Panorama
Tsunami-Video: Wie die Flut Kesennuma auslöschte

Mit ungeheurer Wucht traf der Tsunami die japanische Ostküste. Neue Amateuraufnahmen zeigen, wie die Wassermassen die Stadt Kesennuma dem Erdboden gleichmachten. Wo früher Häuser standen, stapeln sich heute Schiffe in den Trümmern.

sappelkopp 28.03.2011, 12:22
1. Das macht...

...sprachlos, auch mehr als zwei Wochen und etlichen Fernsehbildern danach.

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haschdienews 28.03.2011, 13:41
2. Erschütternd!

Diese Bilder sind so furchtbar, dass man all die Todesopfer und die, die durch den Tsunami alles verloren haben, nicht vergessen kann und darf...trotz der sich heikel zuspitzenden Atom-Katastrophe, die zur Zeit am meisten die Medien durchläuft...

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tradersk 28.03.2011, 14:52
3. Zerstörung in der Stadt:

wie es zu dieser Zeit in der Stadt aussah, kann man auf diesem Video sehen:

http://www.youtube.com/watch?v=9AI5XShBhhw

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Alimentator 28.03.2011, 15:40
4. Ein Tsunami ist keine Welle!

Immer wieder wird behauptet eine Tsunami sei eine große Welle, die sich an der Küste unvorstellbar hoch auftürmt. Dazu gibt es Grafiken, wo der Tsunami als steile Parabel an Ufern ankommt. Das ist aber total verkehrt!

Ein Tsunami ist eine temporär andauernde Erhöhung des Meeresspiegels in Ufernähe. Dies konnte man auch schon 2004 feststellen. Die Front eines Tsunamis kann dabei aussehen wie eine Welle - nur dass diese Welle keine Rückseite hat. Das Wasserniveau bleibt auf Höhe der Welle für eine längere Zeit bestehen. Man könnte sagen, es handelt sich um eine Welle mit einem evtl. kilometerlangen (und nicht etwa kurzen und steilen) Wellenkamm.
Die tödliche Kraft resultiert nicht etwa aus der Wucht der Wellenfront, sondern besonders aus der besonders langen nachfolgenden Flut.
Dies wird auch bei diesem Video deutlich.

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Seekatze 28.03.2011, 21:56
5. Eine Welle ist das wirklich nicht!

Was also enthält Ihr Beitrag, was nicht ohnehin schon jeder weiß?[/QUOTE]

...ne ganze Menge und vor allem den richtigen Hinweis (vielen Dank, Alimentator: Ich wollte das auch immer schon mal diskutieren), dass die üblichen Tsunamigrafiken, die eine hohe spitze Welle von der Art zeigen, auf der man in Hawaii Surfboard fährt, nicht das Geschehen in Japan wiedergeben. Und da es in Thailand genauso aussah, wird man ja mal fragen dürfen, ob die tollen Fernsehanimationen nicht wirklich verkehrt sind - oder sollten die beiden großen Tsunamis der letzten Jahre tatsächlich solche Ausnahmen gewesen sein?

Und mal ganz nebenbei, Kunde XY: Warum so aggressiv? Muss doch nicht sein.

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ralphofffm 28.03.2011, 22:01
6. ungeheure Gewalt

man fragt sich was in Zukunft getan werden kann um den Menschen in gefährdeten Gebieten die Möglichkeit zur Flucht zu geben.

Es war ja in den nächstgelegenen Gebieten kaum Zeit dafür.

Da die Wasserwand so gewaltig ist werden nur stabilen Stege die bis in Ufernähe führen die Lösung sein. Wenn die ausreichend hoch sind können die Leute in die Berge flüchten.

30 m hohe Flutschutzmauern werden nicht helfen.

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unente 28.03.2011, 22:14
7. es bleibt eine Welle

Zitat von Seekatze
...Ich wollte das auch immer schon mal diskutieren), dass die üblichen Tsunamigrafiken, die eine hohe spitze Welle von der Art zeigen, auf der man in Hawaii Surfboard fährt, nicht das Geschehen in Japan wiedergeben. Und da es in Thailand genauso aussah, wird man ja mal fragen dürfen, ob die tollen Fernsehanimationen nicht wirklich verkehrt sind - oder sollten die beiden großen Tsunamis der letzten Jahre tatsächlich solche Ausnahmen gewesen sein?...
Die Behauptung war aber, es wäre keine Welle gewesen und das ist falsch. Flüssigkeiten kann man nur nur mittels Welle bewegen. Wer natürlich annimmt, dass am Ufer eine kilometerhohe Welle entstehen würde, die sich dann kilometerweit ins Hinterland ergießt, der sieht sich angesichts der Realität womöglich enttäuscht. Trotzdem reicht die Kraft des ständig nachströmenden Wassers der Tsunamiwellen, um so zerstörerisch zu wirken - auch wenn es nach geruhsamer Zeitlupe aussieht.

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