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Unerlaubte künstliche Befruchtung: Ärzte müssen Unterhalt zahlen
DPA

Zwei Dortmunder Frauenärzte sind zu Unterhaltszahlungen verurteilt worden. Sie hatten für eine künstliche Befruchtung Sperma verwendeten, das längst hätte vernichtet werden müssen. Die Mutter brachte Zwillinge zur Welt, der unfreiwillige Vater sprach von Samenraub.

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nordschaf 19.04.2012, 14:40
1.

Zitat von sysop
Zwei Dortmunder Frauenärzte sind zu Unterhaltszahlungen verurteilt worden. Sie hatten für eine künstliche Befruchtung Sperma verwendeten, das längst hätte vernichtet werden müssen. Die Mutter brachte Zwillinge zur Welt, der unfreiwillige Vater sprach von Samenraub.
Verstehe ich das richtig, dass die Frau die Ärzte überzeugt hat, das Sperma doch noch für eine künstliche Befruchtung zu benutzen, obwohl der Vater nicht anwesend war, das Sperma zu lange gelagert worden war und die Beziehung bereits beendet? In dem Fall wären die wohlmeinenden Ärzte wohl hereingelegt worden und die Frau hätte nach laienhaftem Rechtsverständnis falsche Tatsachen zur Erlangung ihres Vorteils vorgespiegelt. Zwar hätten die Ärzte damit durch ihren Fehler die Grundlage für die Unterhaltszahlungen gelegt, aber hätten sie nicht womöglich wiederum auch Schadensersatzansprüche gegen die Frau, die sie ja anscheinend in betrügerischer Absicht absichtlich reingelegt hat??

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stanislaus2 19.04.2012, 14:45
2.

Auf einen solchen Gedanken kann wirklich nur ein Jurist kommen. Verantwortlich ist alleine die Frau, die jeden Beteiligten betrogen hat. Der Richterspruch rechtfertigt Betrug!

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a-user 19.04.2012, 14:46
3. Und die Mutter?

Ich würde verstehen,wenn die Ärzte eine Strafe zahlen müssten - aber Unterhalt?
Die Ärzte haben Fehler gemacht, aber dazu gehört eben auch die Frau, die diesen Fehler absichtlich bewirkte.
Unterhalt ist 18 Jahre * 2 Kinder * 12 Monate * 400 € =172380€

Das kann und darf nicht sein!!

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gerd33 19.04.2012, 14:49
4. Peinlicher gehts nimmer!

Zitat von sysop
Zwei Dortmunder Frauenärzte sind zu Unterhaltszahlungen verurteilt worden. Sie hatten für eine künstliche Befruchtung Sperma verwendeten, das längst hätte vernichtet werden müssen. Die Mutter brachte Zwillinge zur Welt, der unfreiwillige Vater sprach von Samenraub.
Die Mutter hatte eine Kinderwunsch, die Ärzte haben diesen erfüllt! Wo da der Behandlungsfehler sein soll, erschließt sich mir nicht.

Unterhaltsverpflichtet wäre nur die Mutter, wie in etlichen ähnlichen Fällen, wo kein Vater zu ermitteln ist. Wenn die Mutter das finanziell nicht leisten kann, muss eben das Sozialamt ran.

Sollte das Urteil Rechtskraft erlangen, wird zukünftig jeder Reproduktionsmediziner den Kinderwunsch allein erziehender Frauen ablehnen, um nicht als "Erzeuger" zur Kasse gebeten zu werden.

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findetnemo 19.04.2012, 14:52
5.

Zitat von stanislaus2
Auf einen solchen Gedanken kann wirklich nur ein Jurist kommen. Verantwortlich ist alleine die Frau, die jeden Beteiligten betrogen hat. Der Richterspruch rechtfertigt Betrug!
Sehe ich nicht so. Ein Fehlverhalten der Frau - man weiß nicht, ob dem so war - kann in keinem Fall dazu führen, dass die Kinder den Unterhaltsanspruch verlieren. Das ist ein Anspruch der Kinder!

Wünschenswert wäre allerdings, dass die Mutter von den Ärzten in Regress genommen werden kann. Sie wird ja nicht unfreiwillig künstlich befruchtet worden sein.

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caecilia_metella 19.04.2012, 14:55
6. Wie niedlich

"Ich habe Angst davor, dass sie irgendwann fragen, wer ihr Papa ist"

Das werden sie gewiss tun. Und er wird dann irgendwann antworten: "Na ich."

Wieder so ein Papa, der keine Ahnung hat, wie Mütter manchmal zu ihren Kindern kommen.
Vorsicht, Männer. Passt gut auf, wo ihr euren Samen lasst. Dank moderner Technologie und männlicher Hilfsbereitschaft können heute theoretisch auch Jungfrauen zu Kindern kommen.

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felisconcolor 19.04.2012, 14:55
7. Nun ja

Zitat von a-user
Ich würde verstehen,wenn die Ärzte eine Strafe zahlen müssten - aber Unterhalt? Die Ärzte haben Fehler gemacht, aber dazu gehört eben auch die Frau, die diesen Fehler absichtlich bewirkte. Unterhalt ist 18 Jahre * 2 Kinder * 12 Monate * 400 € =172380€ Das kann und darf nicht sein!!
der Richter hätte ja auch eine einmalige Strafzahlung von 172380€
anordnen können.
Ich finde das Urteil vollkommen in Ordnung.
Die Ärzte waren eben ein wenig "blauäugig". Und Frauen sind ja per se immer die Guten ;-)
Als Arzt würde ich mir aber auch weiter gehende Schritte vorbehalten.
Was sie ja wohl auch tun werden.

Würde mich brennend interessieren was denn unsere Foristinnen zu diesem Urteil sagen.

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peter234 19.04.2012, 14:56
8.

Der Fall zeigt mal wieder eindeutig das fehlerhafte Unterhaltsrecht in Deutschland.
Den Ärzten wird vom Staat hier grosses Unrecht angetan, die alleinig Schuldige an dem ganzen Vorfall ist ja schließlich die Frau.

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hammerwerfer2 19.04.2012, 15:02
9. Die Ärzte haben es bestimmt gut gemeint

Die Mutter hat die Situation bestimmt vorsaetzlich ausgenutzt, weil es ihre Chance war, ein oder mehrere Kinder zu bekommen, obwohl der Kindesvater genau dies nicht wollte und sich zuvor von der Frau getrennt hat. So sehe ich das!
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