Forum: Panorama
Waffenrecht in den USA: Die verlogene Debatte
AP

Das Massaker von Las Vegas hat in den USA eine neue Diskussion über die Waffengesetze ausgelöst. Doch sie wird zu nichts führen. Denn um das Thema sinnvoll anzupacken, müssten die Amerikaner unbequeme Einsichten akzeptieren.

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keine Zensur nötig 03.10.2017, 07:39
1. Au fein!

Wir Deutschen wieder mal als die Lehrmeister der ganzen Welt? Ich denke die Amis werden uns was husten.

Es wäre vielleicht - aber nur vielleicht - doch mal möglich nur die reine Wahrheit zu berichten. 30.000 Tote im Jahr durch Schusswaffengebrauch nennt man in anderen Ländern Bürgerkrieg.

Und der Bürgerkrieg in den Staaten verläuft nicht zwischen Oben und Unten oder Links gegen Rechts, sondern Jeder gegen Jeden.

Also - Ball flach halten - und im eigenen Land dafür sorgen, dass es keine No GO Areas gibt, sowohl durch Nazis als auch durch kriminelle Banden nichtdeutscher Herkunft.

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guillermo_emmark 03.10.2017, 07:44
2. Simple Frage

Wenn ich die bislang in SpOn veröffentlichten Zahlen richtig in Erinnerung habe, gibt es in den USA mehr Handfeuerwaffen als Einwohner. Wie sollen die - nach einer radikalen Änderung des Waffenrechts - je wieder eingezogen werden?

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radioactiveman80 03.10.2017, 07:48
3. Der Oberlehrer Pitzke

ZITAT: "Denn um das Thema sinnvoll anzupacken, müssten die Amerikaner unbequeme Einsichten akzeptieren." - Die Amerikaner MÜSSEN garnichts. Entweder kommen sie selbst darauf oder nicht, mitnallen Konsequenzen. Für mich, keine 24Stunden nach dem Massaker, klingt dieser Kommentar wie ein weiterer "Ich hab's schon immer gewusst" - Artikel aus der Schublade. Gerade aus dem neunmalklugen Deutschland. Als ob wir hier noch nie Opfer von Feuerwaffen gehabt hätten. Winnenden, Erfurt, München haben gezeigt: wer will, kann sich überall eine Waffe besorgen.

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wokri 03.10.2017, 07:58
4. Cowboys

Als solche Sich die Amis gerne aufführen, tragen nunmal Waffen, unter den Toten und Verletzten sind auch viele die es lieben mit Waffen rumzulaufen, sie kennen das Risiko. Ihr Argument viele Waffen würden solch eine schreckliche Tat verhindern zieht hier nicht. Aus dieser Sicht habe ich kein Mitleid. Für die die sich gegen die Waffen einsetzen sehr wohl, das ist leider die Minderheit. Bang Bang.

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All Square 03.10.2017, 08:08
5. Wehe, uns Deutschen will einer ...

... unser Recht auf freie Fahrt auf deutschen Autobahnen nehmen. Dem Ami seine NRA, ist dem Deutschen sein ADAC. Raserei ist ein deutsches Grundrecht, egal wieviele dabei sterben.

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jaspertk 03.10.2017, 08:09
6. Bedauere!

Aber um es auf den Punkt zu bringen, mein Mitleid würde in den letzten Jahren immer geringer.
So lange das Recht, eine Waffe zu tragen zu den Grundfesten der US Philosophie gehört, kann ich lediglich noch die Nachrichten zur Kenntnis nehmen. Eigentlich müsste eine reisewarnung ausgesprochen werden.

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habenix 03.10.2017, 08:09
7. Die ewige Mär

Die deutschen Medien werden nicht müde die ewige Mär von den bösen rassistischen Waffennarren in den USA wieder und wieder aufzutischen.
Das Recht auf Waffenbesitz ist ein Verfassungsmäßiges Grundrecht der Amerikaner das genauso viel zählt wie das Recht auf Redefreiheit.

Jetzt fangen wahrscheinlich auch bald wieder die Rufe nach strengeren Waffengesetzen hier bei uns an, obwohl unsere Rechtslage nicht mit der in den USA vergleichbar ist.

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hanse_1988 03.10.2017, 08:12
8. Bowling for columbine 2?

"Nichts wird sich tun, so lange die Amerikaner nicht erkennen, wie verlogen die Debatte ist."
Der Artikel ist sehr einseitig. Etwas mehr Hintergrundinformationen wären bei so einem komplexen Thema,
wie das US-Waffengesetz und Kriminalitätsraten interessanter zu lesen. Ansonsten landet man bei Michael Moore.
Ein Beispiel:
"Der Ku-Klux-Klan entstand auch, um die Waffen von Schwarzen zu konfiszieren. Die US-Waffenlobby NRA ist bis heute mehrheitlich weiß - und Weiße sind oft die einzigen, die den zweiten Verfassungszusatz, das generelle Waffenrecht, in der Praxis beanspruchen können."

Artikel-Logik:Ku-Klux-Klan: weiß und rassistisch NRA: mehrheitlich weiß, darum Rassisten? Wirklich? In einem Spiegelartikel?
Die NRA hat mehrmals Waffen für Schwarze gesammelt, damit diese sich gegen den Ku-Klux-Klan verteidigen können.


Dass schärfere Waffengesetze zu einem Rückgang von Straftaten führen wird ist eher unwahrscheinlich.
Stephen Paddock hat bewusst gegen das US-Waffengesetz verstoßen , als er in Las Vegas das Feuer eröffnete.
Sind Schusswaffen für den Täter nicht zugänglich, substituiert er diese mit anderen Waffen.
Ob man in Waffen ein Mittel zur Selbstverteidigung sieht oder eine Gefahr, hängt vom kulturellen Hintergrund ab.
Etwas mehr Schattierung bitte!

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schnitzelfresse 03.10.2017, 08:14
9. Problem liegt viel tiefer

Das Problem sind nicht die Waffen, sondern viel mehr die Menschen am Abzug.
Auch Kanada ist hoch bewaffnet, in der Schweiz haben Reservisten die Waffen zu Hause und müssten sich nurnoch Munition besorgen und auch hierzulande gibt Dörfer mit Schützenvereinen so groß wie das Dorf selbst... jedoch kommen nur die USA auf derart viele Gewaltverbrechen.
Das Problem ist die "Fuck Yeah" Mentalität, die sich mit strengeren Waffengesetzen etwas eindämmen lässt, aber damit noch lange nicht gelöst ist.

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