Forum: Panorama
Wie sieht der Auto-Antrieb der Zukunft aus?

Strom statt Sprit: Einige Autoentwickler halten den Verbrennungsmotor für ein Auslaufmodell und setzen stattdessen auf Akkus und Brennstoffzellen. Andere glauben, dass uns das Otto-Aggregat noch lange erhalten bleibt. Wie sieht der Auto-Antrieb der Zukunft aus?

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Benjamin1965 05.06.2009, 13:41
460.

Zitat von Tall Sucker
Das mag sein. Ich habe allerdings nie behauptet, dass die Aussicht besteht, mit Eletrofahrzeugen das bisherige Niveau des Individualverkehrs halten zu können (es also ausreicht, nur das Antriebskonzept auszutauschen und sonst alles beim Alten zu belassen). Im Gegenteil: ich habe.....
Absolut ihrer Meinung. Die E-Auto Fanatikerm denken einen Schritt zu kurz. Richtiger waere es fuer kurze Strecken einfach auf andere Verkehrsmittel umzusteigen (Oeffis, Fahrrad, Gehen). Ist besser fuer die Gesundheit und wirkt gegen die Ueberfuellung des innerstaedtischen Verkehrsraums. Ich sehe auch durchaus den Sinn preiswerter elektrischer Mobility Scooter fuer Leute die nicht weit gehen koennen.

Vor allem leichtere Autos wuerden natuerlich den Verbrauch von Verbrennungsmotoren rasant reduzieren. Die Groesse sehe ich eher als Vorteil an, weil viele Leute ja auch etwas mit dem Auto transportieren wollen.

Alles in allem haben E-Autos aber auf absehbare Zeit keine Chance.

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Benjamin1965 05.06.2009, 13:49
461. Ja ja

Zitat von Ahnungslos
Die Tatsachen zeigen, dass sie unrecht haben. Ein E-Auto herzustellen ist einfacher und billiger als ein Verbrennerauto, also wirtschaftlicher. E-Autos werden nicht in Massen gebaut, weil sie Verbrennermotoren innerhalb von 10-15 Jahren weitestgehend verdrängen würden. Dies ist gleichbedeutend mit dem Zwang, die Produktion komplett umzustellen, und dies kostet viele Milliarden. Lithium-Titanat-Akkus kann man übrigens innerhalb einer Minute auf 80% der Kapazität aufladen, soviel zu ihrer Tagesfahrleistung. Auch neuere Modelle von Lithium-Ionen-Akkus sind schnellladefähig.
Wenn das alles so waere, warum fahren dann nicht haufenweise E-Autos aller moeglicher Bauarten durch die Welt? Wenn die Herstellung einfacher und billiger ist und es einen Riesigen Markt gibt, der bereit ist einen guten Preis zu zahlen, wuerden diese Wagen schon laengst in Massen gebaut.

Das Problem ist aber immer schon gewesen, dass E-Autos nicht genuegend zahlende Interessenten gefunden haben und es sich fuer keine Autofirma gelohnt hat eine Massenproduktion aufzubauen.

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Benjamin1965 05.06.2009, 13:54
462. Auch nicht sicher

Zitat von Tall Sucker
Es ist keine Beschreibung einer "Mangelwirtschaft aus ökologischen Gründen'", sondern schlicht meine Erwartungshaltung: der "greifbare Mehrwert" der Verbrennungsmotoren ....
Fluessige Kraftstoffe kann man natuerlich nicht nur aus Erdoel herstellen. Erdgas, Kohle oder sogar nachwachsende Rohstoffe bieten sich ebenfalls an.

Ob das Konzept eines unbeschraenkten Individualverkehrs bei staendig steigender Weltbevoelkerung nachhaltig ist, moechte ich allerdings stark bezweifeln.

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Yagharek 05.06.2009, 14:27
463.

Zitat von Benjamin1965
Richtiger waere es fuer kurze Strecken einfach auf andere Verkehrsmittel umzusteigen (Oeffis, Fahrrad, Gehen).
sowas kann nur einer sagen, der selber nicht komplett auf öffentliche verkehrsmittel angewiesen ist.
habe ich gestern wieder erlebt, dass ich mit bus und bahn über ne stunde unterwegs war, für ne strecke, die mit nem auto in 20 min zu schaffen ist. das problem ist: egal wie gut die öffentlichen verkehrstmittel aufgebaut sind, und bei uns sind sie gut (strassenbahnen, die in 10 min takt fahren), so haben sie immer nur ein ziel: leute schnell in eine stadt hinein und wieder hinaus zu bringen.
ist das ziel aber nicht das stadtzentrum, gibts probleme.

"Oeffis, Fahrrad, Gehen" reicht nicht, es fehlt noch das car2go.

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mobileresident 05.06.2009, 14:36
464.

Zitat von Benjamin1965
Wenn das alles so waere, warum fahren dann nicht haufenweise E-Autos aller moeglicher Bauarten durch die Welt? Wenn die Herstellung einfacher und billiger ist und es einen Riesigen Markt gibt, der bereit ist einen guten Preis zu zahlen, wuerden diese Wagen schon laengst in Massen gebaut.
Sie kneifen einfach die Augen zu und wollen nicht hinschauen,oder?
Es gibt einen Markt. Einen riesigen Markt. Aber es handelt sich um einen Kaeufermarkt. Die Kunden wuenschen das Produkt.Kann man an 80000 Vorbestellungen fuer den Volt und ueber 2000 BEZAHLTE Vorbestellungen fuer das Model S sehr leicht sehen. Aber um so einen Markt zu befriedigen, muss es einen Anbieter geben und die etablierten Hersteller werden sich hueten, Milliarden Investitionen zu taetigen, wenn sie sehr gutes Geld mit den vorhandenen Produkten erwirtschaften koennen. Wenn dann auch noch der Staat Gelder rueberschiebt, warum sollte man etwas aendern? Wuerde ich als Autohersteller auch nicht.
Abgesehen davon, das das e-auto eben sehr Kundenfreundlich ist, einmal gekauft, faehrt die Kiste die naechsten Jahre, laenger als ein Benziner geplant ist und der braucht Reperaturen und Teile/Kraftstoffe im Wert des Gesammt Wagenpreises. DAMIT wird das Geld verdient. Diese Einnahmequelle waere beim e-Auto erst mal weg.
Zitat von Benjamin1965
Das Problem ist aber immer schon gewesen, dass E-Autos nicht genuegend zahlende Interessenten gefunden haben und es sich fuer keine Autofirma gelohnt hat eine Massenproduktion aufzubauen.
Oh, das Geld ist da, die Interressenten ebenfalls, der Autotuner RUF zb hat einen elektrischen 911er vorgestellt, in Heimarbeit, und kann sich gar nicht retten vor Auftraegen.
Natuerlich wird er den Wagen nie in Stueckzahlen bauen, auch ein netter Mann wie Ruf saegt sich nicht den Ast ab, auf dem er sitzt. Man bekommt ein sehr nettes Dankesschreiben fuer das Interesse mit der Aussage, das man noch "mindestens 4 Jahre" Erfahrungen sammeln und testen muesste.
Es ist ja auch viel einfacher fuer die Autohersteller, Leute wie Sie zu haben (bezahlt oder noch besser aus blinder Ueberzeugung) welche gebetsmuehlenartig erklaeren, das niemand einen low cost billig Wagen haben moechte, der dann auch noch fast kostenlos faehrt. Es gibt ganz einfach keinen Markt dafuer......

mr

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Galaxia 05.06.2009, 14:42
465.

Driving and alcohol don't usually mix, but giving a petrol engine an occasional slug of the hard stuff could make it as fuel-efficient as a petrol-electric hybrid ...
http://www.newscientist.com/article/...efriendly.html

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Ahnungslos 05.06.2009, 15:35
466.

Zitat von Benjamin1965
Wenn das alles so waere, warum fahren dann nicht haufenweise E-Autos aller moeglicher Bauarten durch die Welt? Wenn die Herstellung einfacher und billiger ist und es einen Riesigen Markt gibt, der bereit ist einen guten Preis zu zahlen, wuerden diese Wagen schon laengst in Massen gebaut. Das Problem ist aber immer schon gewesen, dass E-Autos nicht genuegend zahlende Interessenten gefunden haben und es sich fuer keine Autofirma gelohnt hat eine Massenproduktion aufzubauen.
Habe ich doch schon dargelegt. Die Produktionsinfrastruktur müsste umgestellt werden, was enorme Anfangsinvestitionen erfordert. Werke müssten umgebaut werden, um die neue Technologie statt der alten zu produzieren, komplette Fertigungslinien wären nur noch Altmetall, weil man die Komponenten nicht mehr braucht. Dafür braucht man neue, und für diese Fertigungen muss man auch noch die entsprechenden Patente oder Lizenzen besorgen, die alten Patente diesbezüglich werden wertlos. Von Grund auf neue Modelle müssen entwickelt werden, weil ein echtes E-Fahrzeug nicht einfach nur ein Verbrenner mit anderem Motor ist, sondern die effiziente Nutzung des neuen Konzepts ein Fahrzeug erfordert, welches genau darauf ausgelegt ist. Das bedeutet viele Milliarden, die investiert werden müssen und das wird hinausgezögert, solange es eben geht. Wenn die Anfangsinvestitionen erst mal getätigt worden sind, dann wird es billiger als derzeit, aber bei einer Umstellung des ganzen Fahrzeugkonzeptes hängt nun mal mehr dran als bei einer Umstellung von Golf V auf Golf VI.

Derzeit ändert sich allerdings die Situation für die Industrie, der Nachfragedruck nach E-Fahrzeugen wird immer grösser und hat einen Punkt erreicht, an dem die Konzerne beginnen müssen, Ergebnisse vorzuweisen. Es gibt keinen grösseren Konzern, der nicht bereits massiv in die Technologie, die für eine Umstellung nötig ist, investiert. Der Zugzwang hat bereits begonnen; letzten Sommer, vor der Krise und Abwrackprämie haben bereits erhebliche Verkaufseinbrüche stattgefunden, weil die Leute die Masseneinführung von Plug-In-Hybriden und E-Fahrzeugen innerhalb von 2-3 Jahren erwarteten (weil mit Tesla und GM Volt die ersten Produkte verfügbar wurden) und keiner mehr den alten Schrott haben wollte und auf die neue Generation wartete. Sobald die Effekte der Abwrackprämie beendet sind, werden Verbrennungsmotoren so verkäuflich sein wie Röhrenfernseher heutzutage. Zusätzlich zur Krise werden die Leute den Technologiewechsel abwarten.

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Benjamin1965 05.06.2009, 15:39
467. Gerde kein E-Auito

Zitat von Yagharek
"Oeffis, Fahrrad, Gehen" reicht nicht, es fehlt noch das car2go.
Und dafuer (car2go) waere das E-Auto besonders schlecht geeignet, weil es viel zu lange Ladezeiten. Da will man ja ein Auto haben, welches notfalls auch mal 24 Stunden pro Tag unterwegs sein kann ("im Auftrage mehrerer Fahrer").

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Benjamin1965 05.06.2009, 15:45
468. Qed

Zitat von mobileresident
Abgesehen davon, das das e-auto eben sehr Kundenfreundlich ist, einmal gekauft, faehrt die Kiste die naechsten Jahre, laenger als ein Benziner geplant ist und der braucht Reperaturen und Teile/Kraftstoffe im Wert des Gesammt Wagenpreises. DAMIT wird das Geld verdient. Diese Einnahmequelle waere beim e-Auto erst mal weg.
Und damit sagen sie ja selbst, dass E-Autos viel unwirtschaftlicher sind (fuer die Hersteller) als V-Auos. QED. Oder erwarten sie, dass der Staat so eine Art Elektro-Tabant baut und zu subventionierten Preisen abgibt? In welcher Welt leben sie denn?

In unserer Welt werden nur Produkte angeboten die sowohl fuer den Hersteller vielversprechend erscheinen UND fuer den Kunden interessant sind.

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Yagharek 05.06.2009, 16:22
469.

Zitat von Benjamin1965
Und dafuer (car2go) waere das E-Auto besonders schlecht geeignet
habe ich was anderes behauptet? mir ging es einzig allein darum, dass "Oeffis, Fahrrad, Gehen" auch für die kurzen wege absolut unzureichend sind. man kann sich damit arrangieren, aber ne wirkliche freude sind die nicht. auch für kurzstrecken muss es eine weitere alternative geben. entweder car2go oder halt nen eauto.

ich warte auf nen eauto. denn ich verspreche mir keinen großen zeitgewinn, wenn ich mit den öffentlichen verkehrsmittel erstmal zu einem parkendem car2go fahren muss. eventuell sogar mit dem ergebnis, dass es weg ist, wenn ich angekommen bin.

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