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Zugunglück in Bad Aibling: Fahrdienstleiter wollte Züge noch per Notruf stoppen
DPA

Nach Informationen des SPIEGEL versuchte ein Fahrdienstleiter in Bad Aibling, den Zusammenstoß der zwei Züge im letzten Moment zu verhindern. Er versuchte, die Lokführer per Funk zu erreichen.

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logabjörk 12.02.2016, 13:14
1. dienstagabend spät hat BILD das schon gemeldet

daß es ein Fehler des Fahrdienstleiters war.
Daß er das Sysem ausschaltete.

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hitcher 12.02.2016, 13:16
2.

Was nützen elektronische Sicherungen wie automatische Bremsen, wenn ein Fahrdienstleiter ohne interne Plausibilitätskontrolle zwei gegenläufigen Zügen GRÜN signalisieten kann?

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Anton Waldheimer 12.02.2016, 13:17
3. Und das im Elektronik und Handyzeitalter

Am 8. Juni 1975 ereignete sich bei Bad Aibling auf einer ebenfalls eingleisigen Strecke ein vollkommen gleichartiger Unfall, damals wie heute das Handicap, dass die Lokführer nicht erreichbar waren, und dass man versehentlich beide Züge auf die eingleisige Strecke ließ, sprich, die Bahn hat aus dem damaligen Unglück überhaupt nichts gelernt, und keine Vorsorgemaßnahmen getroffen dass sich so etwas nicht wiederholen kann, selbst Diesellokomotiven müsste man heutezutage den Motor abdrehen können über Fernsteuerung. Der Hund liegt im System begraben.

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ffmfrankfurt 12.02.2016, 13:19
4.

Ich hasse Schuldzuweisungen bei solchen Unfällen. Natürlich muss alles lückenlos aufgeklärt werden, um Fehler zukünftig zu vermeiden. Einer einzelnen Person oder zwei Personen aber die Schuld zu zusprechen, finde ich furchtbar. Grundsätzlich bin ich fest davon überzeugt, dass jeder der Beteiligten eine hervorragende Arbeit geleistet hat und partout nicht wollte dass irgendjemanden irgendetwas passiert. Fehler, gerade im Beruf, hat jeder von uns schon gemacht. Leider haben sie manchmal fatale Auswirkungen.

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total_geschockt 12.02.2016, 13:23
5.

Zitat von logabjörk
daß es ein Fehler des Fahrdienstleiters war. Daß er das Sysem ausschaltete.
Bei diesem Artikel geht es aber um weiterführende Details. Nämlich die Notrufe an die Lokführer.

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total_geschockt 12.02.2016, 13:24
6.

Zitat von Anton Waldheimer
Am 8. Juni 1975 ereignete sich bei Bad Aibling auf einer ebenfalls eingleisigen Strecke ein vollkommen gleichartiger Unfall, damals wie heute das Handicap, dass die Lokführer nicht erreichbar waren, und dass man versehentlich beide Züge auf die eingleisige Strecke ließ, sprich, die Bahn hat aus dem damaligen Unglück überhaupt nichts gelernt, und keine Vorsorgemaßnahmen getroffen dass sich so etwas nicht wiederholen kann, selbst Diesellokomotiven müsste man heutezutage den Motor abdrehen können über Fernsteuerung. Der Hund liegt im System begraben.
Wenn es stimmt, was Sie sagen, ist seitdem immerhin fast ein halbes Jahrhundert vergangen.

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spiegelleser85 12.02.2016, 13:25
7. menschliches nicht doch auch technisches Versagen?

Für die Technik ist leicht zu erkennen, daß ein Zustand eintritt, der unter keinen Umständen richtig sein kann. Insofern ist es Versagen der Technik, wenn sie so gebaut ist, daß tödliche Zustände auf irgendeine Weise herbeigeführt werden können. Das menschliche Versagen liegt also bei den Konstrukteuren dieser Technik. Sie müßte unter allen Umständen und unüberstimmbar die Einfahrt eines Gegenzuges in eine besetzte Strecke verhindern.

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prince62 12.02.2016, 13:27
8. Warum glauben Sie gibt es eine Ausbildung?

Zitat von hitcher
Was nützen elektronische Sicherungen wie automatische Bremsen, wenn ein Fahrdienstleiter ohne interne Plausibilitätskontrolle zwei gegenläufigen Zügen GRÜN signalisieten kann?
Unsinn, dafür gibt es die Ausbildung und dann regelmäßige Weiterbildung, oder warum glauben Sie denn, daß die Ausbildung zum Fahrdienstleiter normalerwiese mind. 2 Jahre dauert?

Das Zugsicherungssystem muß der Fahrdienstleiter bereits dann ausschalten, nur weil im Signal eine Lampe durchgebrannt ist, sonst steht nämlich der Zugverkehr bis die Lampe ausgetauscht wird und dann möchte ich Sie hören, das kann durchaus mal einige Stunden dauern bis der Techniker da ist, der ist eventuell noch anderweitig im Einsatz, spät in der Nacht oder am Wochenende.

Das übergehen des Zugsicherungsssystems kommt im ganzen Bundesgebiet jeden Tag hunderte Male vor, dafür gibt es dann eben, siehe oben.

Nicht immer von der Hobbyeisenbahn im Keller auf die Realität draußen schließen, auch wenn ein Werbespruch früher mal hieß:

"Fleischmann Bahn das präg dir ein, ist die Bundesbahn in klein".

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Blank 12.02.2016, 13:31
9. Keine GPS-Kontrolle?

Ich verstehe nicht warum der Betreiber und die verwendete Technik nicht erkennt wann 2 Züge sich auf Kollisionskurs befinden. Der Betreiber muss doch zu jeder Zeit wissen wo seine Züge sind und die Berechnung ob es zur Kollision kommt kann nicht so schwer sein.
Gibt es keine digitale Streckeninformation im Fahrerhaus? Völlig unnötiges Unglück meiner Meinung nach.

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