Forum: Politik
+++ Der Morgen live +++: "Man muss sich das hier vorstellen wie Campingurlaub"
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Alexander Gerst ist auf der ISS angekommen. Bei einer ersten Pressekonferenz hat er unter anderem über die Stimmung an Bord gesprochen - und über eine Wette zur Fußball-WM. Die Live-News.

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reichsvernunft 13.06.2018, 07:43
1. Nur so am Rande...

... China ist ein Staat bzw. das was wir und auch ein Einstein als China bezeichnen nebenher auch eine ganze Reihe von Kulturen und Ethnien, alle freundlich verpackt in einen Kolonialherrennamen, den eigentlich nur ein Stamm je getragen hat. Die Chinesen als "Rasse" zu bezeichnen ist unglücklich, aber wohl auch der Zeit geschuldet aus der die Aussagen kommen. Die chinesische Bevölkerung und ihre Lebensweise nicht zu mögen ist kein Rassismus. Es ist eine Bewertung, der man zustimmen kann oder nicht. Jetzt auf alles mit der Rassenkeule draufzudreschen, während, lustigerweise, ganz unvoreingenommen über "China" und "die Chinesen" gesprochen wird (ein Bisschen als würde mal alle Europäer in einen Topf werfen und als Polen bezeichnen), ist wieder die typische pseudo-liberale Augenwischerei. Bewertung und Kritik muss erlaubt sein, nicht alles ist Rassismus. Solange ein absolut bösartiges, menschenverachtendes und in seinem effekt kolonial-rassistisches Wirtschaftssystem als gegeben, bzw. sogar als Garant für "Freiheit" angenommen wird, sind solche Ansagen ziemlich lächerlich. Ich schlage jedem der sich da jetzt echauffiert vor, mal nach China, Indien, Bangladesh, Burma oder ein anderes Land dessen Bevölkerung unter der von uns geschaffenen Weltordnung leidet zu reisen, mit dem Rucksack in die Slums, nicht fünf Sterne, und dann nochmal eine Aussage zu treffen.

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muellerthomas 13.06.2018, 07:46
2.

Auch Einstein war eben ein Kind seiner Zeit, das gilt für uns alle und jeden einzelnen. Daher sollten die Äußerungen auch nicht überbewertet werden und Einsteins Rolle schmälern.

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Whatever123 13.06.2018, 07:47
3. Einstein

Man sollte aufhören Menschen die vor 100 Jahren gelebt haben nach politisch korrekten Maßstäben heutiger Zeit zu messen.

China war außerdem zu seiner Zeit in einer Umbruchphase, die nicht gerade die besten Seiten dieser Kultur zum Vorschein gebracht hat. Die chinesischen Großstädte waren instabile, dreckige Orte mit einer verelenden und schnell wachsenden Bevölkerung.
Ich denke, wenn jemand heute durch die Slums von Lagos oder Delhi läuft, würde er auch nicht auf die Idee kommen, dass dies die Krone der kulturellen Schöpfung der Menschheit ist.

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Papazaca 13.06.2018, 07:59
4. Albert Einstein und die liebe Aunt Eleonore

Ein guter Freund in NYC erzählte mir öfters von seiner verstorbenen Tante Eleonore. Die war sehr religiös, sehr menschlich, hatte auch nichts gegen Schwarze, "but she hatet Puerto Ricans". Und dieser Freund war ein großer Menschenfreund, nicht rassistisch. Aber er war sauer auf die Juden, weil eine Synagoge seine Lieblingsbar, die Pinguin-Bar aufgekauft und abgerissen hatte. Er wäre auch sauer auf Neuseeland gewesen, wenn es ein Neuseeländer gewesen wäre.

Fazit: Nicht nur Einstein, fast jeder von uns hat Menschen die er mehr mag und andere, die er ablehnt. Und wenn es auch nur die Anhänger der Bayern oder vom BVB sind. Einstein wird weiter einer meiner "Heros" bleiben, auch wenn jemand in seinen Tagebüchern rassistisches entdeckt hat. Waren die Tagebücher für die Öffentlichkeit bestimmt, wo wir schon von Ethik sprechen? Und ein Tagebucheintrag beweist, das jemand rassistisch ist. Und wenn man jemand in einem Wutanfall die Pest an den hals wünscht, ist man natürlich ein Mörder, theoretisch, oder? Moralisten mochte ich noch nie!

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paulz+ 13.06.2018, 08:04
5. Einstein

Eins müssen wir akzeptieren: Damals galt Rassismus als wissenschaftliche Tatsache, genauso wie heute Einsteins masselose Gespensterteilchen: Eine total bescheuerte Idee, aber man muss schon sehr genau hinsehen, um das zu erkennen. Alle waren Rassisten damals, auch Antisemitismus gehört dazu. Sogar andere Gepflogenheiten beim Waschen wurden als Rasseneigenschaften gedeutet. Es brauchte Hitler, der ihn zurück nach Europa brachte, um die Weißbrote von ihrem Herrenrassen-Podest zu stoßen. Wunder gibt’s nicht, alle Menschen sind fest im Denken ihrer Zeit verankert, und nur aus diesem Denken heraus kann man sie beurteilen. Auch Genies. (Jede Interpretation dieses Beitrags, welche gegen die Forumsregeln verstößt, ist falsch.)

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kurtganz 13.06.2018, 08:36
6. Albert-Einstein-Straße?

Hiermit lade ich alle Menschen****** guter Gesinnung ein zur Gründungsversammlung des Komitees zur Umbenennung der Albert-Einstein-Straße. Ein Protestschreiben an die schwedische Akademie der Wissenschaften wegen der Verleihung des Friedensnobelpreises an diesen Rassisten liegt zur Unterzeichnung aus. Wegen der Dringlichkeit der Angelegenheit heute um 17 Uhr im Rathaus.

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ansv 13.06.2018, 08:40
7. Einstein?

Wollen wir jetzt so tun als hätten wir in 100 Jahren nichts dazugelernt? Oder stoßen wir jedes Genie vom Thron, nur weil er nach heutigen Maßstäben vielleicht Dinge nicht wusste? Wie kann man auf so dämliche Ideen kommen?

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Koda 13.06.2018, 08:42
8. Man muss nicht alles überbewerten

Wie oft hat er sich denn über Chinesen ausgelassen?
Hat er vielleicht mal ein paar Chinesen in New York und erlitt eine Art Kulturschock?
Hat er diese nur oberflächlich kennengelernt oder gar nur über diese - aus heutiger Sicht - teils widerlich-rassistischen Schwarz-Weiß-Hollywoodfilme. in denen Chinesen vor allem klein, gelb sind und mit riesigen Schneidezähnen nicht richtig sprechen können?
Vor so etwas bleibt nicht jeder verschont!
Je öfter man Vorurteile - oder auch falsche Wahrheiten - verbreitet oder hört, um so mehr steigt der Grad, an dem man bereit ist, diese als Wahrheit zu akzeptieren.

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fluxus08 13.06.2018, 08:51
9. Es ist lächerlich,

losgelöst von Raum und Zeit, Menschen früherer Jahrhunderte aus der heutigen Sicht zu beurteilen. Wie haben sich Kultur, Sprache, Sozialisation und Umfeld seit dem verändert - und das soll plötzlich keine Rolle mehr spielen, weil man sich aus heutiger Sicht auf ein paar Äußerungen stürzt an denen man abmacht, ob ein Mensch vor 100 Jahren Rassist war oder nicht?
Es ist wahrcheinlich unserer Zeit geschuldet, dass sich einige Mitbürger über die modernen Medien nur allzu schnell über jedes kleine bisschen aufregen und hyperventillieren. Unglaublich, was heute alles gleich Rassismus und/oder Sexismus ist. Einige scheinen vor lauter Langeweile nichts besseres zu tun zu haben, als jeden Pieps in den Medien zu dramatisieren.

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