Forum: Politik
Abkehr vom Atomdeal: Trumps Attacke auf Iran - darum geht es
AFP

Es gilt als großer Erfolg der internationalen Gemeinschaft: das Atomabkommen mit Iran von 2015. US-Präsident Trump stellt die Vereinbarung nun in Frage. Was genau stand noch mal drin?

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SpeedyGTD 13.10.2017, 09:53
1. Genau was Trump will

"Es würde die Hardliner in Teheran stärken und gleichzeitig die Integrität internationaler Abmachungen beschädigen."

Das ist ja genau was Trump vorhat. Er will die USA isolieren und dafür sorgen, dass andere Nationen sich ebenfalls isolieren und nicht mit anderen Nationen Verträge abschließen. Wenn sämtliche internationale Abkommen und Verträge kaputt sind will er dann wieder neue machen die sämtliche andere Nationen ausbeuten. Mit anderen Worten: Trump will einen Wirtschaftskrieg mit der ganzen restlichen Welt vom Zaun brechen.

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The Restless 13.10.2017, 10:08
2. Worum es geht?

Trump hat Saudi Arabien als engen Geschäftspartner - er betreibt dort auch einige seiner Hotels. Saudi Arabien sieht den Iran als mächtigen Gegenspieler und tut alles dafür, dass die wirtschaftliche Entwicklung des Irans und dessen Verbündeter gehemmt wird. Trump hat somit aus seiner Sicht gute Gründe, eine Normalisierung der Beziehungen zum Iran zu torpedieren.

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Velociped 13.10.2017, 10:28
3. Was der Artikel nicht erwähnt

Im Artikel wird verschwiegen, dass die USA sich nicht an das Abkommen halten. Statt Sanktionen aufzuheben wurden weitere verhängt. Es geht den USA darum, den Iran zu schwächen. Daher hält Trump das Abkommen für schlecht. Er will einen Iran, der als der Dämon schlechthin - vergleichbar mit Nordkorea dasteht. Das stärkt dann die Bündnistreue der übrigen Staaten und macht den Iran vogelfrei.
Ebenfall nicht erwähnt wird, dass die übrigen Unterzeichnerstaaten die Vertragsverletzung durch die USA nicht thematisieren und sich damit mitschuldig machen, wenn sich der Iran wieder radikalisiert. Die Eskalationspolitik der Republikaner (das ging schon deutlich vor Trump los) hat zur Konsequenz, dass die Hardliner im Iran, die Hardliner in den USA und die US-Rüstungsindustrie profitieren. Da es "America first" heißt, ist das Schicksal der Iraner egal. Vielmehr geht es darum, die Rüstungsmafia in den USA zu stärken.

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kuac 13.10.2017, 10:29
4.

Ich gehe davon aus, dass Trump den ganzen Vertrag nicht gelesen hat, weil er nicht liest oder dafür keIne Geduld hat. Er ist einfach gegen den Iran ( so wie gegen Obama), auch wegen der Saudis und Israelis. Also, der Vertrag muss weg, egal welche Konsequenzen daraus folgen wird:
Nordkorea fühlt sich in seiner Atompolitik bestätigt. Trump versteht nur ein Argument der Stärke.
Iran wird gezwungen sein, möglichst bald Atomwaffen zuzulegen, damit er nicht das gleiche Schicksal wie Irak oder Libyen erleiden muss.
Nachdem Iran Atomwaffen zulegen wird, wird Saudi Arabien alles daran setzen nachzuziehen. Israel ( Erzfeind des Irans) oder Pakistan und Nordkorea werden gegen entsprechende Milliarden nachhelfen. Oder, vielleicht auch Trump selbst! Greatest Deal ever!

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go-west 13.10.2017, 10:34
5. Ich überlege mir gerade,

ob es mittlerweile nicht angezeigt wäre, eine weltweite Koalition gegen Trump zu schmieden, mit dem Ziel, ihn massivst unter Druck zu setzen. Dies dürfte doch gar nicht so schwer sein, hat er sich doch mittlerweile mit fast Jedem angelegt.

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coyote13 13.10.2017, 10:36
6. Whats's the problem?

Falls Trump/USA aussteigt, dann sollte DE und vor allem die EU sich demonstrativ zu dem Abkommen bekennen und mit dem Iran weiterarbeiten. Es gibt keinen Mechnismus der DE/EU zwingt den autokratischen und America-First Spinner dabei zu unterstützen internationale Verträge zu brechen.
Der wahre Grund von Trump das Abkommen zu kündigen ist, dass es federführend von Europa ausgehandelt wurde und dementsprechend auch Europäische Handelsinteressen berührt und bevorzugt. Unser Handel mit dem Iran war schon seit Siemens & Halske hervorragend. Das ist natürlich gegen die "America-First" Strategie von Trump.
Hier und jetzt kann Europa zeigen, dass es eine eigenständige Politik verfolgt und sich sehr wohl gegen die Interessen der Amis abgrenzen kann. Dazu gehört nur ein wenig Mut, ein funktionierendes Rückrat und vor allem eines: Eine Europäische Politik! Just do it!

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coyote13 13.10.2017, 10:39
7. Whats's the problem?

Falls Trump/USA aussteigt, dann sollte DE und vor allem die EU sich demonstrativ zu dem Abkommen bekennen und mit dem Iran weiterarbeiten. Es gibt keinen Mechnismus der DE/EU zwingt den autokratischen und America-First Spinner dabei zu unterstützen internationale Verträge zu brechen.
Der wahre Grund von Trump das Abkommen zu kündigen ist, dass es federführend von Europa ausgehandelt wurde und dementsprechend auch Europäische Handelsinteressen berührt und bevorzugt. Unser Handel mit dem Iran war schon seit Siemens & Halske hervorragend. Das ist natürlich gegen die "America-First" Strategie von Trump.
Hier und jetzt kann Europa zeigen, dass es eine eigenständige Politik verfolgt und sich sehr wohl gegen die Interessen der Amis abgrenzen kann. Dazu gehört nur ein wenig Mut, ein funktionierendes Rückrat und vor allem eines: Eine Europäische Politik! Just do it!

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skeptikerjörg 13.10.2017, 11:03
8. Was Trump umtreibt

Weiß er das selbst so genau? Tatsache ist, dass das Abkommen bei Republikanern von Beginn an höchst umstritten ist. Vielleicht will er ihnen einen Knochen hinwerfen, um in anderen Fragen deren Zustimmung zu bekommen. Der Preis ist allerdings hoch. Wer soll zukünftig mit den USA noch wichtige Abkommen schließen, wenn die von den USA nicht eingehalten werden?

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flux71 13.10.2017, 11:09
9.

Zitat von SpeedyGTD
Wenn sämtliche internationale Abkommen und Verträge kaputt sind will er dann wieder neue machen die sämtliche andere Nationen ausbeuten.
Es könnte bloß sein, dass die USA von den vermeintlichen neuen Vertragspartnern dann als derart unzuverlässig, als Wortbrecher betrachtet werden, dass sie welchem Präsi auch immer dann was husten. Der Welt wäre es jedenfalls zu wünschen.

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