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Angriffe auf Lehrer: Gewalt und Mobbing an jeder zweiten Schule
DPA

Die Gewerkschaft VBE schlägt Alarm: Laut einer Umfrage gab es an fast der Hälfte aller Schulen in den vergangenen fünf Jahren Drohungen und Gewalt gegen Lehrer. Mit dem "Märchen vom Einzelfall" müsse Schluss sein.

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norgejenta 02.05.2018, 11:43
1. ja wie jetzt...

Ich dachte Deutschland wird immer sicherer?

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muellerthomas 02.05.2018, 11:45
2.

Tatsächlich widerlegt die Umfrage die Aussage vom Einzelfall - ob korrekt oder nicht sei dahingestellt - nicht. Die Umfrage hatte u.a. das Ergebnis, dass an knapp der Hälfte der Schulen Lehrer in den vergangenen 5 Jahren verbal bedroht wurden. Wenn das jeweils ein Fall innerhalb der fünf Jahre war, sind das selbstverständlich Einzelfälle. Vermutlich war es anders, aber das Design der Umfrage gibt da leider nicht mehr her.

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Loulani 02.05.2018, 11:52
3.

Da fragt man sich ja schon, woher diese Gewaltbereitschaft vor allem gegen Lehrer kommt? Ich kann nur von meiner Schulzeit ausgehen (Gymnasium, 1990er-2000er Jahre, Sachsen-Anhalt), aber da gab es das so nicht. Klar waren die Schüler zum Teil "frech" und/oder vorlaut mit "coolen" Sprüchen, aber Beschimpfungen und Drohungen habe ich gegen Lehrer weder direkt noch indirekt (auf dem Schulhof unter Freunden) erlebt. Tätliche Angriffe schon gar nicht. Woran liegt das also? Laissez-faire-Mentalität der Eltern? Die Klagewut mancher Eltern gegen Lehrer wegen "Ungleichbehandlung", die dazu führt, dass den Lehrern jegliche Handhabe und Autorität abgesprochen wird? Wenn es statistisch jede zweite Schule betrifft, dürfte ja auch das Argument "sozialer Brennpunkt" kaum noch greifen, da es sich scheinbar um ein flächendeckendes Problem handelt.

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darthmax 02.05.2018, 11:53
4. Elternhaus

offensichtlich sind nicht alle Eltern geeignet, ihre Kinder zu erziehen oder sich so zu verhalten, dass die Lehrer sich nicht in Heterogenität ( von was eigentlich ) fortbilden müssen.

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kritischer-spiegelleser 02.05.2018, 11:55
5. Da wird ja auch reingepresst was geht!

Lehrer auf den Umgang mit Heterogenität und das Verhalten in Konfliktsituationen vorbereiten? Nein! Die Schüler müssen für die Schule reif sein! Und wenn sie das nicht sind gehören sie nicht dorthin.

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Korken 02.05.2018, 11:55
6. Keine Möglichkeiten

Welche Möglichkeiten haben die Lehrer denn? Das maximale ist der Schulverweis und selbst da wird wohl geklagt werden. Es gibt in der Null Bock Haltung, die man über Trash TV und schlechten Rap mitbekommt, keinen Respekt gegenüber anderen. Schaut ein Lehrer einen Schüler nur schräg an wird er verklagt und erhält keinerlei Rückendeckung von oben. Also lässt man gewähren. Kommt cool, da will keiner nachstehen. Es wird Zeit, dass es neue Möglichkeiten des Respekt erezugens gibt, meist geht dies nur über Geld. Aber wie will man das regeln? Am ehesten müsste es die Eltern treffen, denn von dort sollte Erziehung und Respekt herkommen, was es in vielen solcher Fälle wohl nicht tut. Irgendwas im Sinne von Schulpflicht und Bußgeldern den Eltern gegenüber als Schulverpflichtung einzulösen... denn bei Schulschwänzen kann es auch Bußgelder geben - gegen die Eltern oder den Schüler direkt, in einigen Bundesländern geht das sogar bis zur Haftstrafe. Aber wer hat das schonmal durchgezogen?

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keine-#-ahnung 02.05.2018, 11:56
7. "Immerhin 39 Prozent der befragten Schulleiter ...

... halten Gewalt gegen Lehrkräfte für ein Tabuthema, über das nicht offen gesprochen werde"
Dies gilt vermutlich insbesondere über das Verhältnis von auffälligen Schülern mit und ohne Migrationshintergrund, da setzen ja auch nur Nazis und Neonazis und ... #fakenews in die Welt.
Kopf in den Sand - und diese Welt ist wieder ein viel schönerer Ort.
"Außerdem sollten Lehrer durch ein breites Fortbildungsangebot "auf den Umgang mit Heterogenität ... vorbereitet werden".
Eine sehr schöne Formulierung - wie ich finde :-)

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muellerthomas 02.05.2018, 11:59
8.

Zitat von norgejenta
Ich dachte Deutschland wird immer sicherer?
Und wo sehen Sie da einen Widerspruch?

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stevens-82 02.05.2018, 12:03
9. Immerhin...

... wird das Thema Mobbing und Gewalt an Schulen mal angesprochen. Neben Mobbing und Gewalt gegen Lehrkräfte muss sich endlich mit dem Thema beschäftigt werden wenn es sich gegen Schüler richtet, auch dann wenn die Täter aus einer Bevölkerungsgruppe kommen, bei er es politisch nicht opportun scheint darüber zu reden. Der "Tagesspiegel" forderte kürzlich seine Leser auf diesbezügliche Erfahrungsberichte einzuschicken. Wenn man das liest, sträuben sich einem die Haare.
https://www.tagesspiegel.de/berlin/mobbing-in-berliner-schulen-vom-krankenwagen-aus-der-schule-abgeholt/21177512.html

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