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Appell aus Kiew: "Berlin muss gegenüber Russland stärker auftreten"
DPA

Die ukrainische Übergangsregierung fordert von Deutschland mehr Entschlossenheit im Umgang mit Russland - und schärfere Strafen. Am Runden Tisch zur Entspannung der Krise sitzen weiterhin keine Separatisten.

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ornis 17.05.2014, 10:23
1.

Zitat von sysop
Die ukrainische Übergangsregierung fordert von Deutschland mehr Entschlossenheit im Umgang mit Russland - und schärfere Strafen. Am Runden Tisch zur E
Die Ukraine hat sich doch seit Jahren systematisch selbst zerlegt! Jetzt, wo das Kind ganz tief im Brunnen steckt, die Verantwortung auf Deutschland abzuschieben ist eine Frechheit.
"Es ist nicht Angelegenheit Russlands oder anderer Staaten, über die innere Entwicklung der Ukraine zu diskutieren." Oder anderer Staaten, ja? Na also, dann halten wir uns doch da raus.
Solange der sogenannte Runde Tisch dermaßen Ecken und Kanten hat, braucht sich auch Deutschland nicht dazu setzen, geschweige denn irgendwelche Verantwortung zu übernehmen!

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Eisehard Altsoldat 17.05.2014, 10:38
2. Ukraine fordert.

Zitat von sysop
Die ukrainische Übergangsregierung fordert von Deutschland mehr Entschlossenheit im Umgang mit Russland - und schärfere Strafen. Am Runden Tisch zur E
Ukraine fordert,Polen fordert,USA fordert und so weiter fordert von Deutschland schärfer gegen Russland vorgehen. Ich habe den Eindruck das Deutschland gezielt in eine Lage "gefordert" wird die nicht rosig ist.
Das Ziel unsere Freunden ist nicht Frieden in Ukraine, sondern Konfrontation gegen Russland,egal was es kostet. Wir Deutsche müssen sich da raushalten,das werden alle Deutsche Kriegsveteranen sagen.
Recht hat Helmut Schmidt und schade das unser Regierung das nicht versteht.

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hubertrudnick1 17.05.2014, 10:46
3. Ukraine

Zitat von ornis
Die Ukraine hat sich doch seit Jahren systematisch selbst zerlegt! Jetzt, wo das Kind ganz tief im Brunnen steckt, die Verantwortung auf Deutschland abzuschieben ist eine Frechheit. "Es ist nicht Angelegenheit Russlands oder anderer Staaten, über die innere Entwicklung der Ukraine zu diskutieren." Oder anderer Staaten, ja? Na also, dann halten wir uns doch da raus. Solange der sogenannte Runde Tisch dermaßen Ecken und Kanten hat, braucht sich auch Deutschland nicht dazu setzen, geschweige denn irgendwelche Verantwortung zu übernehmen!
Die Ukraine muss sich selbst erst einmal finden und neu orgarnisieren.
Voher war man zu sehr von Russland abhängig, man hatte sich unterworfen und der letzte Präsident, ein korrupter Politiker hatte nie vor und die Macht ein eigenständigen Staat zu führen.
Nun streiten sich schon wieder fremde Länder und Mächte um das Land, sie alle wollen nur ihr Einflußgebiet erweitern, die Ukrainer sind ihnen doch völlig gleichgültig.

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whitemouse 17.05.2014, 10:47
4. Interessen

Es war die Nichtbeachtung russischer Interessen, die in das Desaster geführt hat. Dieses Desaster nutzt allein den USA, die so gern das Verhältnis europäischer Staaten zu Russland gestört sehen wollen.

Man sollte sich auch darüber im klaren sein, dass die Interessen der EU-Länder nicht übereinstimmen. Während Polen aus historischen Gründen russlandkritisch und angloamerikanisch orientiert ist, sind für Deutschland aus historischen wie ökonomischen Gründen gute Beziehungen zu Russland elementar.

Da Außenpolitik immer Politik für die eigenen Interessen eines Landes ist, ist eine gemeinsame EU-Außenpolitik, die über den jeweils kleinsten gemeinsamen Nenner hinausginge, nichts als eine Illusion, sofern nicht Länder ihre eigenen Interessen verraten. Hier sollte Deutschland ehrlich argumentieren und glasklar eine Beteiligung an jeglichen Sanktionen gegen Russland strikt ablehnen.

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kuddikurt 17.05.2014, 10:52
5. Übergeschnappt

Die Führung in Kiew ist wohl jetzt total übergeschnappt, Steinmeier versucht einen Krieg zu verhindern und die Führung in Kiew macht auf Aggressiv. An diesen Konflikt hat Kiew einen großen Anteil, die EU mit Sicherheit auch und deshalb ist Deeskalation und kein Säbelrasseln angesagt.

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paulkramer 17.05.2014, 10:57
6. Brüder im Geiste?

Man kann nur hoffen, dass die politische Sicht auf die Situation in der Ukraine und der Hass auf Russland diametral zur körperlichen Nähe auf obigem Bild stehen.

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Sophia33 17.05.2014, 11:13
7. Wer ist hier in der Pflicht?

Kann eine andere Regierung, die doch wohl noch keine demokratische Legitimierung hat, die deutsche Regierung in die Pflicht nehmen? Für eine Destabilisierung der Situation sind wohl andere verantwortlich. In der Pflicht ist zunächst das urkrainische Volk und die demokratisch legitimierten Vertreter. Nachbarn können allenfalls Hilfe leisten. Und Regionalmächte von einem anderen Kontinent wie die USA gehören da nicht dazu!

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jozu2 17.05.2014, 11:29
8. Bloß nicht!

Alle schreien für den Ukraine-Konflikt in die Weltpolizei-Rolle. Warum? Wieso sind die USA so zaghaft mit ihrem Fuhrungsanspruch? Wahrscheinlich doch, weil es hier für den "Polizisten" nichts zu gewinnen gibt und falls der schon beschworene dritte Weltkrieg ausbricht, ist klar, wer schuld ist - das macht man dann zur Fortsetzungsgeschichte.
Leider befürchte ich, dass die Deutschen so doof sind und sich in diese Rolle schubsen lassen.

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matijas 17.05.2014, 11:30
9. neue Abhängigkeiten

Zitat von hubertrudnick1
Die Ukraine muss sich selbst erst einmal finden und neu orgarnisieren. Voher war man zu sehr von Russland abhängig, ...
Das bedeutete aber auch eine gewisse Monopolstellung als Zulieferer von Rohstoffen, Maschinen und Rüstungsgüter für Russland.
Mit der Hinwendung zur EU wird sich die Ukraine umschauen, mit wieviel Konkurrenten sie es plötzlich zu tun hat. Jetzt ist man von einer anderen Macht abhängig: vom gnadenlosen Zyklus des Kapitalismus.

Aber: man wird freilich noch jahrzehntelang hören, dass an all der Misere nur die Russen schuld sind.

Interessant übrigens, dass vieles, was an Infrastruktur noch halbwegs tauglich war in der Ukraine, noch aus der Sowjetzeit stammt. Der Kapitalismus hat seitdem nichts wirklich aufgebaut, hat nur die alte Substanz ausgenutzt und zu Privatprofit gemacht.

Vielleicht hätten die Menschen dort ihren Sozialismus reformieren sollen, statt sich vom Kapital abhängig zu machen. Aber solche Gedanken werden erst nach der nächsten schweren Krise wieder relevant. Noch rennen alle mit fliegenden Fahnen dem Kapital hinterher.

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