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Arabische Atom-Programme: Angst vor dem nuklearen Nahen Osten
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Fast jede dritte exportierte Waffe landet im Nahen Osten. Gleichzeitig treiben Saudi-Arabien und Ägypten, die Emirate und Jordanien ihre zivilen Atomprogramme voran. Eine gefährliche Entwicklung.

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kuac 14.03.2018, 11:27
1.

Erst wenn die existierenden Atommächte auf ihre Atomwaffen verzichten würden oder sehr massiv auf ein Minimum reduzieren würden, dann wäre ein solcher Appell glaubwürdig.
Stattdessen sind die Atommächte zur Zeit dabei, "kleinere einsetzbare Nuklearbomben" zu entwickeln!
Wasser predigen und Wein trinken ist nicht glaubwürdig.

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hmueller0 14.03.2018, 11:29
2. Allerdings eine gefährliche Entwicklung

Atom-Technologie in einer Region, die ein einziges Pulverfaß ist, ist sicher eine ganz schlechte Idee. Dazu kommt noch, dass man dort bekanntlich (und jeden Tag zu sehen) recht schnell bereit ist, Interessen beliebig gewaltsam durchzusetzen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man bei A-Waffen auf einmal Hemmungen hätte, die man sonst auch nicht hat.

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marius_k 14.03.2018, 11:41
3. Einfache Logik

Ist doch ganz einfach. Wenn es einen "bad guy" mit Atomwaffen gibt, braucht es einen "good guy" mit Atomwaffen, der den "bad guy" ausschalten kann, um schlimmeres zu verhindern. Was an amerikanischen Schulen funktioniert, klappt bestimmt auch weltpolitisch. Insofern können wir alle bald wieder ruhiger schlafen.

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hr.schnackermüller 14.03.2018, 11:42
4. Ist es nicht schon egal?

Atomwaffen sind doch keine Bedrohung für einzelne Staaten.
Es geht doch nur darum WER die Erde auslöscht bzw. unbewohnbar macht.
Das ist alles SO absurd, dass ich es mir nicht vorstellen kann.

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Zaunsfeld 14.03.2018, 11:48
5.

Zitat von kuac
Erst wenn die existierenden Atommächte auf ihre Atomwaffen verzichten würden oder sehr massiv auf ein Minimum reduzieren würden, dann wäre ein solcher Appell glaubwürdig. Stattdessen sind die Atommächte zur Zeit dabei, "kleinere einsetzbare Nuklearbomben" zu entwickeln! Wasser predigen und Wein trinken ist nicht glaubwürdig.
Selbst wenn die jetzigen offiziellen Atommächte komplett auf ihre Atomwaffen verzichten würden, würde das doch die anderen Staaten nicht davon abhalten, trotzdem nach ihnen zu streben.

Ich zum Beispiel bin unter 40 Jahre alt und ich gehe ganz real davon aus, dass ich den realen Kriegseinsatz von Atomwaffen noch erleben werde.
Das wird kein riesiger Massenangriff zwischen USA und Russland oder Russland und China oder Großbritannien sein, sondern irgendwo im Nahen oder Mittleren Osten (Arabien, Iran, Pakistan, Indien) wird in 10 oder 20 Jahren irgendein Irrer mal den Knopf drücken, um eine einzelne Bombe auf seinen Nachbarn zu werfen. So wie mancher Kriegsteilnehmer im Nahen Osten nicht davor zurückschreckt, chemische Waffen gegen die eigene Bevölkerung einzusetzen wird der gleiche Typus von Herrscher auch nicht davor zurückschrecken, Atomwaffen gegen andere Völker einzusetzen.

Die Amerikaner konnten vor 70 Jahren noch nicht wirklich abschätzen, welche verheerenden Wirkungen der Einsatz dieser Waffen mit sich bringen würde. Die Ausrede über dieses fehlende Wissen kann aber heute niemand mehr für sich in Anspruch nehmen.

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SPONU 14.03.2018, 11:59
6. What could go wrong...

Nukleartechnologie in den Händen eines ultrareligiösen Regimes im Nahen Osten, das gemeinhin als Hauptsponsor weltweiten Terrors fungiert. Das seit Jahrhunderten einen blutigen Kampf innerhalb der eigenen Religion gegen andere islamische Staaten führt.

Was soll da schon schiefgehen?

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asimo 14.03.2018, 12:13
7.

Zitat von Zaunsfeld
Selbst wenn die jetzigen offiziellen Atommächte komplett auf ihre Atomwaffen verzichten würden, würde das doch die anderen Staaten nicht davon abhalten, trotzdem nach ihnen zu streben. Ich zum Beispiel bin unter 40 Jahre alt und ich gehe ganz real davon aus, dass ich den realen Kriegseinsatz von Atomwaffen noch erleben werde. Das wird kein riesiger Massenangriff zwischen USA und Russland oder Russland und China oder Großbritannien sein, sondern irgendwo im Nahen oder Mittleren Osten (Arabien, Iran, Pakistan, Indien) wird in 10 oder 20 Jahren irgendein Irrer mal den Knopf drücken, um eine einzelne Bombe auf seinen Nachbarn zu werfen. So wie mancher Kriegsteilnehmer im Nahen Osten nicht davor zurückschreckt, chemische Waffen gegen die eigene Bevölkerung einzusetzen wird der gleiche Typus von Herrscher auch nicht davor zurückschrecken, Atomwaffen gegen andere Völker einzusetzen. Die Amerikaner konnten vor 70 Jahren noch nicht wirklich abschätzen, welche verheerenden Wirkungen der Einsatz dieser Waffen mit sich bringen würde. Die Ausrede über dieses fehlende Wissen kann aber heute niemand mehr für sich in Anspruch nehmen.
Das sehe ich ähnlich. Zumal die allgemeine (naturwissenschaftliche) Bildung auch eher auf dem Rückzug ist und ich mir nicht sicher bin, ob so macher Roter-Kopf-Entscheider das nötige Hintergrundwissen hat, was ein Atomschlag nicht nur im Explosionsmoment, sondern vor allem auch danach bedeutet...

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quark2@mailinator.com 14.03.2018, 12:33
8.

Die Welt wird demnächst zurückschauen und feststellen, wie einfach und gut kontrollierbar Atomwaffen waren. Wir hatten über 50 Jahre Zeit, uns darauf vorzubereiten, daß die Wissenschaft weitere so verheerende Waffen findet. Diese könnten weit weniger einfach eindämmbar sein. Aber wir haben gegenüber den 60er Jahren nichts grundlegend verbessert. Es wird aus meiner Sicht so oder so nicht mehr ewig dauern, bis jede Menge Länder solch bedrohliche Waffen haben werden. Leider wird man dann vor lauter Angst gar nichts mehr ändern können. Der Egoismus wird die Menschen leider noch viel kosten. Hoffen wir, daß die Wissenschaft uns irgendwann wirklich klüger macht.

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sparrenburger 14.03.2018, 12:33
9. Atomfreie Welt

Eine Atom - freie Welt ist ein schònes Ziel - nur was wenn nach deren Abschaffung ein destruktives Regime eine Neuauflage beginnt?
sarauf haben die pazifistisch Gesinnten immer nur die Antwort, "Gewalt ist nie die Lösung". Bis mal einer doch schreit und den Knopf drückt, weil niemand mehr zur Gegenwehr fähig ist. Was dann?

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