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Attentat auf Ex-Spion Skripal: Moskau lässt Londons Ultimatum verstreichen
AP

Nach dem Giftanschlag auf den Ex-Doppelagenten Sergej Skripal ist das britische Ultimatum an Russland abgelaufen. Die Regierung in Moskau kam der Forderung von Premierministerin May nicht nach.

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kurtbär 14.03.2018, 02:12
1. europa sollte deine botschafter...

zurückrufen und die weiteren beziehungen zu russland überdenken. zumindest die anstehende fußball wm sollte boykottiert werden.

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quark2@mailinator.com 14.03.2018, 02:44
2.

May wollte von RU eine Erklärung, wie das Verbrechen geschehen konnte. Wenn RU schuldig ist, braucht es nicht zu antworten. Wenn es nicht schuldig ist, kann es vielleicht nicht antworten. Ich kann immer noch nicht begreifen, welches Motiv RU haben soll. Putins Wahlchancen werden dadurch nicht besser (nein, auch Russen mögen keine heimtückischen staatlichen Morde). Als Drohung an russische Verräter ist das auch recht wirkungslos, denn die wissen auch so, daß es besser ist, sich nicht erwischen zu lassen. Und konkret auf die Person bezogen ... nach all der Zeit ... es macht einfach keinen Sinn, sorry. Da müßte man schon annehmen, Putin habe förmlich Spaß daran, die ohnehin schwierige Situation seines Landes weiter zu verschlechtern und sich dann noch persönlich angreifbar zu machen, da solch eine Tat ja wohl kaum ohne sein Wissen umgesetzt würde.

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luciusvoldemort 14.03.2018, 03:02
3. Nun muß GB erst einmal das Gesicht wahren,

ein wenig herumpoltern, die eine oder Andere Maßnahme in die Wege leiten und diese nach kurzer Zeit wieder zurückziehen bzw. sang- und klanglos vergessen. Die Agentenstory, in der es noch nicht einmal Tote gab, ist zu unwichtig um Konflikte zwischen der EU, GB, USA gegen Russland aufkommen zu lassen. Auch hier werden wirtschaftliche Interessen überwiegen, aber Frau May hat wenigstens gefaucht. Lucius

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Milli_Teskilati 14.03.2018, 03:19
4. Francis Drake lässt grüßen

man will also die Vermögen reicher Russen in England einkassieren - einfach so, aus - man muss es so nennen - rassistischen Gründen und ohne Rechtsgrundlage. Das ist Freibeutertum, mehr nicht. Das wäre auch nicht das erste mal, dass Vermögen einkassiert werden. Denken wir z.B. an die Familie Ghaddaffi. Die Milliarden wurden beschlagnahmt, aber wurden sie auch dem libyschen Volk zurück gegeben? Nein. Konten einfrieren wird die Enteignung meist genannt. Das nennt man Abräumen im großen Stil.

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bilderbergbasher 14.03.2018, 03:30
5. Mal angenommen

Mal angenommen es waren nicht die Russen, sondern ein Staat, der die Mittel hat dieses Nervengift herzustellen...

Angriff unter falscher Flagge im Namen Russlands?
Man sollte ALLES diskutieren heutzutage.

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nach-mir-die-springflut 14.03.2018, 03:31
6. Theater May

Am 18. März sind Wahlen in Russland. Wenn May, bisschen größenwahnsinnig, vielleicht noch im Trancezustand des ehemaligen Empires, hier Putin ein Ultimatum setzt, muss man schauen, welche Psychotherapie der Dame zu empfehlen ist? Weil: Will sie Putin zu noch mehr Wählerstimmen verhelfen? Hatte sie nicht just um ein Handelsabkommen mit Russland gebettelt? Warum hat Russland nicht Zugang zu den Gift-Proben erhalten?

"Wir fassen zusammen:
1. Russland soll einen Ex-Agenten umbringen wollen, den Russland jahrelang eingesperrt hatte und da auch deutlich unauffälliger hätte beseitigen können.
2. Russland verwendet ein Gift, das es NUR in Russland gibt und das hervorragend nachzuweisen ist und hinterlässt damit am Tatort einen dicken, fetten Neon-grellen Fingerabdruck als 'Bekennerschreiben'.
3. Russland ist darüber hinaus zu dumm das Ziel zu töten und zieht zudem noch 20 Unbeteiligte mit rein.
4. Aber der wichtigste Punkt: Russland macht das nicht irgendwann, Nein! Sondern ganz zufällig kurz vor der Präsidentschaftswahl und der Fußball-Weltmeisterschaft im eigenen Land um größtmögliche Aufmerksamkeit zu erlangen!"
http://uncut-news.ch/2018/03/13/auf-den-punkt-gebracht-2/

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Ralf Kowalski 14.03.2018, 03:35
7. Vom Effekt her...

Russland wäre ziemlich blöd eine so nachweisbare Methode zu verwenden um ‚Rache‘ zu üben ohne irgendeinen Nutzen 13 Jahre später zu haben.
Andererseits ist der politische Vorteil so einer Anschuldigung im Westen mehr als massiv.
Wenn man jetzt darüber nachdenkt wem der Mordanschlag praktisch keinen nennenswerten Nutzen bringt und wer massiv davon profitiert, dann muss man an der Schuld Russlands zumindest zweifeln. Der resultierende Wffekt und das mögliche Motiv scheinen dafür zu einseitig.
Wer Bürgerkriege in der dritten Welt fördert, schreckt vor einer Person als Kollateralschaden nicht zwangsläufig zurück.
In der Geschichte wurde schon oft Mist gebaut um andere anzuschwärzen. Letzten Endes ist es kaum überprüfbar wer es war. Selbst die Opfernkönnten getäuscht werden.
Zumindest wünsch ich den Opfern hier viel Glück und hoffentlich baldige Genesung.

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stepanus34 14.03.2018, 04:02
8. Es wird hier eine Sprache...

...der Demütigung und Erniedrigung gepflegt, schon seit langem. Hier geht es nicht um die Sache allein. Denke ich an Kriegstreiber Blair, da waren Unzählige Tote (im Irak) kein Thema. Jeder sieht es, jeder weiß es, jeder hört es, aber alle machen mit. Auch SPON, wo ja sonst oft eher kommentiert statt berichtet wird, übernimmt diesen sprachlichen Duktus 1:1. Ebenso wenn die USA "Strafen" aussprechen, oder die russische Olympiamannschaft als "Erziehungsmaßnahme" nicht unter eigener Flagge auftreten darf, die Norweger aber dopen wie verrückt (Asthmasprays, alles legal natürlich). Es geht darum, Moskau zu demütigen und zu erniedrigen. Da sind auf einmal sogar die bösen Brexitler wieder die Guten. @6 Fred Widmer bringt es auf den Punkt: Die Sprache der Macht.

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family1 14.03.2018, 04:20
9. Wer ist der Attentaeter ?

Ich kann mir nicht vorstellen , dass die russische Regierung dahinter steckt. Da die Komponenten um das Gift herzustellen im HanderI legal erhaeltlich und unbedenklich fuer die Gesundheit sind. Erst unter einem komplizierten Laborprocess ist es moeglich , diese Komponenten zu vereinen, die es zum Nervengift machen. Die russische Regierung wollte damals waehrend dem "Kalten Krieg" ein Nervengift entwickeln das durch die internationalen Bestimmungen schluepfen kann. Dasselbe wie jetzt in Syrien geschieht. Dort wird Chlor-gas eingesetzt, weil Chlorgas auch industriell genutzt wird und von den internationalen Bestimmungen befreit ist. Dieses "Nowitschok-Nervengift" ist in falsche Haende geraten, ist meine Meinung. Darum ist es wichtig die russische Regierung dafuer verantwortlich zu machen, aber auf keinen Fall als den Attentaeter zu bezeichnen. Russland wird die Zusammenarbeit verweigern um diesen Fall aufzuklaeren, falls Drohungen oder Ultimatums vom Westen kommen.

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