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Aufgebauschte Randale: Die Schaumschlägerei von Schorndorf
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Ausländer, Sex, Gewalt - und das alles in der schwäbischen Provinz. Was war das Volksfest in Schorndorf? Ein neues "Köln"? Wohl eher ein Lehrstück der aktuellen deutschen Hysterie.

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leo-k 24.07.2017, 15:58
1. Wir sind alle friedlich

und fassen uns an den Händen und sind glücklich. Vor allem Herr Augstein sieht nirgendwo Probleme an denen die seit 2015 andauernde Masseneinreisewelle, von nicht nur Asylbewerbern nach UN-Charta, sondern vor allem von Wirtschaftflüchtlingen, die Ursache ist. Versucht die Polizei, zugegbenermaßen etwas dilettantisch, die Probleme zu benennen, erntet sie sogleich den großen Shitstorm. Diese Herren sind sich aufgrund Ihrer Rolle als Buhmann der Nation, bestes Beispiel G20-Gipfel, gewiß sehr unsicher, wie sie die Lage politisch korrekt darstellen sollen.

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Rooo 24.07.2017, 15:59
2. Rechtfertigung?

Warum glauben Sie eigentlich sich für Ihre Haltung in der Migrationspolitik rechtfertigen zu müssen, wenn doch alles super läuft?

"Die deutsche Gesellschaft läuft Gefahr, antisemitischer, schwulenfeindlicher, machohafter und gewaltaffiner zu werden, als sie bisher ist."

Wer dieser Aussage nicht zustimmt, lebt meiner Meinung nach in einer Traumwelt, von der ein großer Teil der kollektiven deutschen Volkspsyche anscheinend unheilbar eingenommen ist. Vielleicht sollten Sie, Herr Augstein, mal aus ihrem Villenviertel heraustreten und selber (am Besten mit ihrer Tochter) auf diese Volksfeste gehen. Oder einfach mal Nachts vom Hauptbahnhof aus durch St. Georg schlendern und sich dann mal ernsthaft die Frage stellen, ob es eine gute Idee ist, diese Menschen alle aufzunehmen und sie alles machen und tun zu lassen, ohne dass dies irgendwelche wirklich ernsthaften Konsequenzen haben könnte.

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zaunreiter35 24.07.2017, 15:59
3. Sie, Herr Augstein!

Sie sollten gründlicher analysieren und dem geneigten Leser nicht einfach so was hinwerfen!
Sie vermengen die Auswüchse der letzten Zeit miteinander, wohlwissend, dass unsere Gesellschaft vor dem turbokapitalistischen Hintergrund am erodieren ist. Man hat nicht mehr den Respekt aus den 1960/1970er Jahren vor dem Pfarrer, dem Bankangestellten und dem Dorfpolizisten. Das ist vorbei. Einerseits, weil wir eine "Geiz-ist-geil-Mentalität" entwickelt haben und jeden Morgen im MoMa erstmal die neuesten Börsenkurse checken. Und andererseits wollen die Kinder der eingewanderten "Gastarbeiter" auch was vom Glück abhaben. Dazu kommen noch die, die bei Marx und Engels gelernt haben, dass man sich das Glück nehmen muss, denn eine Revolution, die fällt nicht einfach so vom Himmel. Die muss man sich nehmen, und wenn sie auch blutig ist und dann Villen requiriert werden. Dafür ist er ja da, der Sozialismus. Dass die, die oben sind, was abgeben vom Mehrwert, den ihnen andere erarbeitet haben.
Und dann kippen Sie noch einen Esslöffel Religionskritik hinein in die Suppe. Wenn es nach mir ginge, dann wäre das Reichskonkordat mit Hitler Geschichte und wir wären ein wirklicher säkularer Staat. Das müsste man dann auch den Kindern der Eingewanderten einbleuen, dass wir laizistisch geprägt und kein Gottesstaat sind.

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touri 24.07.2017, 16:01
4. Oh je

Der Meister des Relativierens von Gewaltdelikten, wie schon bei G20, schlägt wieder zu.

"Die Wahrheit von Schorndorf: Es handelt sich um ein beschauliches Städtchen im Schwäbischen, in dem jedes Jahr ein Volksfest gefeiert wird. Jedes Jahr kommt es dabei zu Regelverstößen. Das ist, kurze Erinnerung, beinahe der Sinn eines jeden Festes - geltende Regeln für kurze Zeit zu übertreten. Es gab aber in diesem Jahr in Schorndorf mehr Verstöße als im Vorjahr, soviel ist sicher."

In wie vielen Vorjahren musste die Poliei sich zurückziehen um in voller Schutzmontur eingreifen zu können? Ich weis ja nicht auf welchen Feiern Sie sich so aufhalten, Herr Augstein, aber selbst in meiner Schülerzeit waren Raufereien eher die Ausnahme als die Regel. Und kein Mensch hätte eine Flasche nach einem Polizisten geschmissen.

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deeperman 24.07.2017, 16:02
5. Vorglühn zum Oktoberfest

Bin mal gespannt, ob die (sexuellen) Gewalttaten, die bald wieder auf dem Oktoberfest Besucher mit "westlichen Werten" (Bayern, Preissn, Italiener, Australier...) begehen, von Springer und AfD ähnlich kommentiert werden

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krüüdiger 24.07.2017, 16:03
6. Relativierung

Ich verstehe J. Augstein nicht. Wieso nimmt er sich die Zeit, eine Kolummne zu schreiben, deren einziger Sinn darin besteht, Auswüchse von Gewalt zu relativieren? Was ist sein Antrieb?

Wieso wird Boris Palmer angeführt als angeblich jemand, "der die Nachrichten mit vollkommener Ruchlosugkeit für seine Zwecke ausnutzt"?
Er war doch dort und hat lediglich geschildert, dass er auf eine für ihn bisher nicht bekannte Gewalt getroffen sei, in deren Mitte sich Asylbewerber befunden hätten.

Vielleicht sollte sich j. Augstein die Zeit nehmen und etwas über den Abgasskandal schreiben. Aber bitte nicht auch hier wieder relativieren.

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hotgorn 24.07.2017, 16:10
7. wunderschöne Volksfestwelt

Ja was ist den aus den Volksfesten oder ländlichen "Plattenpartys" geworden. Früher haben sich noch Skinheads vor dem Eingang versammelt und Passanten beleidigt und bedroht und gegebenenfalls mit Bierflaschen niedergestreckt. Die steigenden Kosten für Security haben auf dem platten Partys auf dem plattem Land zur seltener werdenden Erscheinung gemacht. Zurück zum Volksfest als letztes Jahr ein Russlanddeutscher auf einem anderen Dorffest die Türkische Security Angriff und daraufhin dem Angreifer ein deutscher Mob zur Hilfe kam war von aufgeheizter Stimmung die Rede.
Insofern hat Augstein recht das unsere schönen Volksfeste nicht das Paradebeispiel für Sicherheit anzusehen sind.

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Katzazi 24.07.2017, 16:11
8.

Was mich in letzter Zeit vor allem stört, ist der allgegenwärtige Versuch Dinge zu Verallgemeinern. Wobei eigentlich allen klar wird, dass vieles einfach ziemlich komplex ist. Ja, auch ich heiße Gewalt nicht gut. ABER ich weiß aus meinem Kriminologie Seminar, dass sie fast schon zum Erwachsenwerden dazu gehört und dass es sozusagen Teil unserer Entwicklung ist, dass wir irgendwann auch mal etwas machen, was irgendwie strafbar ist. Alle, die dieses Alter hinter sich haben, dürften irgendwo ein kleines Geheimnis haben, wo sie mal nicht Mist gebaut haben. Das ist nicht schön und gehört im Zweifel auch sanktioniert, aber es ist menschlich. Das gilt genauso für Männer, wie für Frauen. Egal welcher Nationalität. Das macht Taten nicht besser, aber setzt sie in ein vernünftiges Verhältnis. Die Taten sind dabei so gut wie immer Einzelfälle. Hässliche Einzelfälle, aber eben nicht auf andere Menschen (bis vielleicht auf Umstehende, die sich die Taten zueigen gemacht haben) übertragbar. Wenn ich etwas stehle oder jemanden beschimpfe, dann bin ich das. Daran ist meine Nachbarin nicht Schuld. Oder mein Kollege. Oder jemand mit dem gleichen Vornamen. Oder der gleichen Haarfarbe. Die können alle nichts dafür. Es muss unser Ziel sein, diese Einzeltaten indidviduell zu verarbeiten. Hysterie hilft da niemandem. Und Verallgemeinerungen schaden viel, werden aber das jeweils individuelle Problem, den individuellen Grund für die Tat nicht beheben. ... Ach und feiernde Jugendliche haben eigentlich immer schon mal über die Strenge geschlagen. Es ist gradezu absurd, dass das Ereignis es in nationale Schlagzeilen gebracht hat.

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mützenträger 24.07.2017, 16:12
9. Aber, aber, Herr Augstein,

mit Ihrer Kolumne bringen sie doch jetzt doch nur jene wieder zum Hopsen wie das Durazellhaeschen, die zumeist nur 'Bauschaum' (Zitat S. Lobo) zwischen den Ohren haben, also sowas wie Alternative fuer Darmwinde und aehnliche. Spahn, Palmer und Meuthen, die verkanntesten Politgenies unter der Sonne, neben Trump, haben ja erzaehlt wie es war, mit den Asylantenhorden, welche dieses Schorndorf fluteten. Da koennen Sie doch nicht mit sowas wie Integration kommen. Da verendet dann am Ende ja noch die Steinbach neben Hoecke.

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