Forum: Politik
Auftakt in Brüssel: EU und London einigen sich auf Brexit-Fahrplan
AFP

Warme Worte und Geschenke - doch in der Sache keine Annäherung: Am ersten Tag der Brexit-Verhandlungen blieben die wichtigen Inhalte außen vor. Die wollen die Parteien ab Juli angehen.

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lanzelot72 19.06.2017, 19:38
1. Schön !

Ein Fahrplan ! Cool ! Wurde irgendwie ja auch Zeit ! Noch schöner wäre es natürlich, wenn das UK auch wüßte, was es sich als Ziel der Reise vorstellt. Also, ich meine, so wirklich konkret und vor allem abseits von "strong and stable" und "Brexit means Brexit" und "bespoke deal" und “taking back control" und all dem anderen Quatsch.

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pavel1100 19.06.2017, 19:44
2. Britische Bürger sollen bleiben

Was auch immer UK mit den Bürgern der EU in ihrem Land vorhaben. Wir sollten den Bürger des UK, die in der EU leben und arbeiten auf jeden Fall die Möglichkeit geben in der EU zu bleiben. Viele haben ja schon die Staatsbürgerschaft eines EU Landes beantragt, den anderen sollte man lange Übergangsfristen zugestehen um dies nachzuholen. Auf keinen Fall sollten diese Menschen ausgewiesen werden, egal wie UK mit den EU Bürgern umspringt. Wir sind es nicht, die ausländerfeindlich sind.

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i.dietz 19.06.2017, 19:45
3. Endlich !

Als bekennende Brexit-Befürworterin kann ich nur an alle Beteiligten appellieren:
im Interesse aller sollte es an Fairness nicht mangeln !

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hamburghammer 19.06.2017, 20:13
4. Wissen die Briten annähernd, was sie erwartet?

Zitat von Chefunterhändler Davis “Ziel ist eine besondere und tiefe Partnerschaft mit der Europäischen Union", sagte Davis. Wäre ein Verbleib in der EU nicht die beste Lösung, um dieses Ziel zu erreichen?

Oder Außenminister Boris Johnson: “Ich denke, der Prozess wird ein glückliches Ende finden“.

Er erwarte „eine glückliche Lösung mit Gewinn und Ehre für beide Seiten“.
„Die wichtigste Sache ist jetzt für uns, in den Horizont zu schauen. Unsere Augen zum Horizont zu erheben, über die Zukunft und über die neue Partnerschaft nachzudenken, die tiefe und spezielle Partnerschaft, die wir mit unseren Freunden aufzubauen wünschen.“

Was soll das? So weit her kann es mit der tiefen und speziellen Freundschaft ja nicht sein, wenn die Briten so hartnäckig und vehement weg wollen aus der EU.

Bitte nicht falsch verstehen, ich verstehe, wenn Leute mit der EU nicht in allen Ausprägungen einverstanden sind, da sind Reformen in der Tat geboten und überfällig.

Aber da geht es um ein bisschen mehr und viele Vorteile der EU lassen sich nicht monetär beziffern, sind gewissermaßen unbezahlbar. Es ist schon ein bisschen mit Kanonen auf Spatzen schiessen, wenn man aus der EU austritt, damit weniger EU-Bürger ins Land kommen, da wird das Kind mit dem Bade ausgeschüttet.

Andererseits war die EU ja nie wirklich eine Herzensangelegenheit für die meisten Briten. Als ich in London gearbeitet habe und zu Weihnachten nach Hause geflogen bin, haben meine Kollegen/Freunde immer gefragt, ob ich über die Feiertage nach Europa fliege. Sagt eigentlich schon alles.

Waren die Briten je richtig drin in der EU? Ich mag die Briten sehr, will vielleicht auch wieder dort leben und arbeiten. Aber ich denke, mit dem EU-Austritt schiesst sich das UK selber ins Knie...

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skr72 19.06.2017, 20:14
5. Cool

Zitat von i.dietz
Als bekennende Brexit-Befürworterin kann ich nur an alle Beteiligten appellieren: im Interesse aller sollte es an Fairness nicht mangeln !
Als jemand der versteht, dass 'no deal' kein Handel bedeutet und dies nicht besser sein kann als der Status Quo der 'Sehr viel Handel' umfasst, wünsche ich allen Beteiligten gesunden Menschenverstand, insbesondere allen Inselbewohnern.

Sie haben leider vergessen, was Fairness eigentlich ist: Fair ist wenn man sich an die Regeln hält. Die Regeln sind bekannt und an die müssen sich alle restlichen 27 EU Staaten halten. Von daher gibt es Nullkommanull Spielraum für Verhandlungen, denn das wäre unfair gegenüber den anderen.

Fair ist daher entweder ein Softbrexit wie N oder CH oder man ist halt komplett raus. Man kann halt nicht mit den anderen Jungs Fußballspielen, wenn man sich eigene Regeln wünscht. Unfair oder?

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harry1132000 19.06.2017, 20:31
6. Endlich !

@i.dietz
Wie stellt sich der bekennende Brexit Befürworter den *fairen* Brexit vor? Eine Besserstellung wie zB Schweiz oder Norwegen wäre ziemlich unfair diesen Ländern bzw. der gesammten EU gegenüber? Also ist doch der Verhandlungsspielraum von Anfang an ziemlich eingegrenzt, und ziemlich klar definiert. Brexit means Brexit - oder? Dann muss man auch endlich klar kommunizieren was das bedeutet - keine Rosinenpickerei mehr.

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skr72 19.06.2017, 20:46
7. Eigentlich sind die Ergebnisse doch schon klar

GB wird versuchen das Gesicht zu wahren und einen Hard-Brexit versuchen. Ab es ist eh klar dass dieser zu den lang bekannten EU Konditionen durchgeführt werden muss, welcher aber unakzeptierbar für die GB Wirtschaft, Schottland und erst recht für Nord Irland ist.

D.h. die Frage ist lediglich wie lange die GB Verhandler mit der Wahrheit rausrücken: Der Hardbrexit ist Wahnsinn. Die Kosten sind es sowieso. Und dies alles nur weil ein Haufen alter weißer Männer sich in die Hosen vor ein paar EU Ausländern macht?

100 Mrd € wegen ein paar tausend Polen? Geht's noch? Wie wäre es denn, wenn die paar alten Männer das Licht an machen wenn sie nachts aufs Klo gehen, dann haben sie vielleicht nicht so viel Angst davor?

Ein paar Wochen nach der Ankündigung des Hard-Brexits werden die Briten, vermutlich mit Verhandler v2.0, dann auf Knien um einen Soft-Brexit betteln und für immer Besserung versprechen. Dann empfehle ich: KEINE GNADE!!!!

Übrigens: Ihr Briten dürft gerne günstige Energiesparlampen für eure Toiletten in einem dt. Baumarkt kaufen, die britischen taugen nix!

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parrotadvice4u 19.06.2017, 21:05
8. Ist bald wieder Rummel oder Kirmes in Deutschland?

Zitat von skr72
GB wird versuchen das Gesicht zu wahren und einen Hard-Brexit versuchen. Ab es ist eh klar dass dieser zu den lang bekannten EU Konditionen durchgeführt werden muss, welcher aber unakzeptierbar für die GB Wirtschaft, Schottland und erst recht für Nord Irland ist. D.h. die Frage ist lediglich wie lange die GB Verhandler mit der Wahrheit rausrücken: Der Hardbrexit ist Wahnsinn. Die Kosten sind es sowieso. Und dies alles nur weil ein Haufen alter weißer Männer sich in die Hosen vor ein paar EU Ausländern macht? 100 Mrd € wegen ein paar tausend Polen? Geht's noch? Wie wäre es denn, wenn die paar alten Männer das Licht an machen wenn sie nachts aufs Klo gehen, dann haben sie vielleicht nicht so viel Angst davor? Ein paar Wochen nach der Ankündigung des Hard-Brexits werden die Briten, vermutlich mit Verhandler v2.0, dann auf Knien um einen Soft-Brexit betteln und für immer Besserung versprechen. Dann empfehle ich: KEINE GNADE!!!! Übrigens: Ihr Briten dürft gerne günstige Energiesparlampen für eure Toiletten in einem dt. Baumarkt kaufen, die britischen taugen nix!
Wenn ja, bitte sind Sie so nett und bewerben sich als Wahrsager, Sie werden sicherlich ein Vermögen mit Ihren sachlichen Vorhersagen "verdienen".

Zitat von David Davis bei der heutigen Pressekonferenz am Abend:

"There’s no doubt that the road ahead will at times be challenging but as Winston Churchill once said the pessimist sees difficulty in every opportunity the optimist sees opportunity in every difficulty".

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tino.z 19.06.2017, 21:12
9. Besserstellung gibt es da gar nicht,

Zitat von harry1132000
@i.dietz Wie stellt sich der bekennende Brexit Befürworter den *fairen* Brexit vor? Eine Besserstellung wie zB Schweiz oder Norwegen wäre ziemlich unfair diesen Ländern bzw. der gesammten EU gegenüber? Also ist doch der Verhandlungsspielraum von Anfang an ziemlich eingegrenzt, und ziemlich klar definiert. Brexit means Brexit - oder? Dann muss man auch endlich klar kommunizieren was das bedeutet - keine Rosinenpickerei mehr.
hier belügen sie den Foristen, es gibt bilaterale Verträge mit
Nicht-EU-Staaten, die BEIDE Seiten unterzeichnen.
Wenn die Briten das auch so halten ist das OK.
Aber Brüssel möchte die Austrittskosten für GB möglichst hochschrrauben aus Angst vor weiteren Exits und als Exempel gegen
andere. Wer sowas aber nötig hat, ist sicher nicht unbegingt als attraktiv zu werten. Die jetzigen offenen Drohungen einiger Brüsseler
Beamten und Politiker gegen die Visegradstaaten, könnten weitere Austritte recht schnell möglich machen, und dann wär Hängen im Schacht in der EU. Nur weiter so.
Der Brexit beruht auf der veherrenden deutschen Migrantenpolitik.
Die Flutung ihrer Länder mit abermillionen kulturfremder, moslemischer 'Einreisender' werden die Viosegradstaaten nicht
hinnehmen. Wie Vaclav Klaus es schon für Tchechien formulierte,
dann ist ein Ausstieg aus der EU die bessere Variante.

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