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Außenminister im Interview: Gabriel gibt Merkel Mitschuld am Erfolg der AfD
DPA

Vizekanzler, Außenminister - und nach der Wahl? Sigmar Gabriel spricht über seine politische Zukunft, den Dauereinsatz als Krisendiplomat und Versäumnisse der Kanzlerin.

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hape72 14.09.2017, 12:45
1. Interessant

Und wie sieht er seine bzw. die Mitschuld der SPD, dass sich immer mehr Wähler von den ehemaligen Volksparteien abwenden?

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bestrosi 14.09.2017, 12:47
2. Nazis?

Führerprinzip, aggressive Außenpolitik, Pressezensur, Abschaffung von Wahlen, Einsperren von Oppositionellen, Straflager... wo findet sich das bei der AfD?

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der_Pixelschubser 14.09.2017, 12:48
3. Herr Gabriel...

...sollte vielleicht mal ein wenig weiterdenken und die Schuld am Erfolg der AfD auch mal bei seiner eigenen Partei suchen – es war letztlich die Agenda 2010, die viele Arbeitslose und Arbeitsunfähige schlagartig zu den "Abgehängten" machte, die heute so frustriert sind, dass sie sogar noch der AfD mehr Vertrauen schenken, als den "etablierten" - oder sie zumindest protesthalber wählen wollen. Merkel hat sicher vieles stramm vermurkst und nichts verbessert - aber sie allein als die Schuldige zu benennen, das greift definitiv zu kurz.

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herrmüllermeierschmitz 14.09.2017, 12:50
4. Tja.

Wo er recht hat...

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MKAchter 14.09.2017, 12:51
5. Die Probleme angehen

Oh, wie wohlfeil. Herr Gabriel "kämpft gegen die AfD".
Wenn er tatsächlich etwas gegen die AfD tun will, dann soll er sich endlich ernsthaft (nicht nur taktisch und mit Lippenbekenntnissen) der Probleme und Themen annehmen, die die AfD so nach vorne gebracht haben.

Aber (z.B.) mit einer Migrationspolitik des "weiter so", sprich fortgesetzt zugelassener Massenimmigration via Asyl-Ticket (mit entsprechenden strukturellen Folgen für das Land), wird das nichts...
Die Bürger und Wähler sind durchaus in der Lage, das zu erkennen.

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burgundy 14.09.2017, 12:52
6.

Wenn man Gabriel hört, dann weiss man, warum man die SPD nicht wählen darf. Übrigens eine Frechheit, Merkel den schwarzen Peter für die AfD in die Schuhe schieben zu wollen. Hätte die SPD unter seiner Führung und am besten in der Opposition klar Stellung zu Fragen der sozialen Gerechtigkeit und des immer noch bestehenden Ungleichgewichts zwischen Ost und West bezogen und auch nicht in der Flüchtlingsfrage so herumgeeiert, dann wäre die AfD heute schon Geschichte. Nein, Herr Gabriel gehört, übrigens mit der gesamten Führungsriege der SPD einschliesslich Schulz erst einmal in Rente geschickt. Dann hat die SPD vielleicht noch eine Chance, sich in der Opposition zu besinnen und zu erholen. Sonst wird wohl die LINKE ihren Platz einnehmen.

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olfnairolf 14.09.2017, 12:52
7. natürlich

die AfD ist für den Großteil der Wähler eine Protestpartei. Ich glaube, nur ein kleiner Prozentsatz traut der AfD echte Regierungsverantwortung zu.
Und der Protest ensteht eben daraus dass die etablierten Parteien das Megathema Flüchtlingsproblematik so gut wie ganz ausblenden und die sogenannten "besorgten Bürger" sich diesbezüglich nicht abgebildet fühlen.
Das gilt aber ebenso für die SPD und alle übrigen Parteien.

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ofeabaug14 14.09.2017, 12:53
8. Der Schulz Adlatus

Ist das nicht traurig, wenn ein Minister der deutschen Bundesregierung einen solchen Schwachsinn von sich gibt? Frau Merkel hat also Mitschuld am Erfolg der AfD, sagt Gabriel. Daraus folgt a) die AfD hat Erfolg, na, wenn Herr Gabriel das meint, dann soll es wohl auch so sein. Und b) dieser Wirtschafts- Außenminister ist so clever, dass er Schuld messen kann, super. Wahrscheinlich denkt er dann auch, dass er 100 Prozent am Erfolg der deutschen Wirtschaft hat, bzw 0 Prozent am derzeitigen Desaster der deutschen Autoindustrie. Solche primitiven Äußerungen sind es doch, die die Menschen dazu bringen, sich von der Politik und der "Politiker-Klasse" abzuwenden. - Es wäre ihm doch sicherlich auch möglich, seinen Anteil am Niedergang der SPD, am "Erfolg" der AfD, FDP etc. zu beziffern, oder? Das würde ich dann auch gerne einmal lesen. Fazit: das ist also der Wahlkampf der SPD, sad, wie der Donald sagen würde, womit er dann ausnahmsweise mal Recht hätte.

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trackingerror 14.09.2017, 12:57
9.

Merkel könnte (rein formal) auch der SPD einen Vorwurf machen. Wer hat denn die Hartz4-Gesetze verabschiedet mit all ihren weitreichenden Konsequenzen? Denn hierüber ist der Wutbürger doch auch wütend. Erstens bringen solche Vorwürfe wegen der damit verbundenen Historie wenig und zweitens gibt es sowieso einen allgemeinen Hang, hinterher alles besser gewusst zu haben (was übrigens auch ein Trugschluss ist, vgl. "hind sight bias").

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