Forum: Politik
Austritt aus der Unesco: Amerikas Abkehr
AFP

Die USA kehren - gemeinsam mit Israel - der Weltkulturorganisation Unesco den Rücken. Damit isoliert Präsident Trump sein Land noch weiter. Das hat dramatische Konsequenzen für die Weltgemeinschaft.

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markus.w77 13.10.2017, 05:15
1.

Es mangelt an Geld, das ist alles. Wären die USA tatsächlich ein reiches Land, wärde man sich das kleine bißchen Luxus Kultur wie selbstverständlich gönnen. Ist kein Geld da, streicht man das. Trump führt den Staat wie eine Firma.

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Berghuette_57 13.10.2017, 05:34
2. Unbegreiflich? Jein!

Trump treibt die USA in eine Isolation, und zwar so weit, dass auch ein Nachfolger das nicht mehr ohne Weiteres wird rückgängig machen können. Porzellan ist schnell zerschlagen, aber nur schwer wieder zu kitten. Wer in das enstehende Vakuum treten wird ist - noch - unklar.

Das Ganze ist nur auf den ersten Blick unbegreiflich, auf den zweiten weniger. Wer sich intensiver mit Trump und seiner Vorgeschichte auseinandersetzt, der erkennt, dass Trump konsequent handelt. O-Ton: "Ich übe immer Vergeltung. ... Ich kann diese Illoyalität nicht verwinden. ... Wenn dich jemand schlägt, schlage fester zurück." So sind auch der Austritt aus der Unesco und andere isolationistische Entscheidungen zu sehen. Er fühlt die USA, und damit sich persönlich, denn er sieht sich als die USA, als ungerecht behandelt, also schlägt er zurück.

Unbegreiflich ist es dennoch. Unbegreiflich deshalb, weil sich ihm niemand in den Weg stellt. Hier schafft ein einzelner Mensch auf irrationale Weise Fakten, die die ganze Welt betreffen, und alle lassen ihn gewähren.

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MartinBeck 13.10.2017, 05:47
3. Konsequent

Dies ist keine einsame Trump-Entscheidung. Sie wurde von früheren Präsidenten vorbereitet und sie hat mein Verständnis. Die Zahlungen der USA wurden schon vor Jahren eingestellt. Warum also die Aufregung.

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neutralfanw 13.10.2017, 06:22
4.

Trump wird wissen, wohin er Amerika und seine Wähler führt. Kultur? Er weiß garnicht, was das ist. Jetzt kann er Pipelines legen, wann und wo er möchte. Kulturstätten wird es keine mehr geben in den USA. Der IS hat ihm gezeigt, dass solche Dinge sehr pressewirksam zerstört werden können. Er steigert die Anzahl seiner wirren Handlungen. Um länger im Amt zu bleiben, sollte er das Wahlrecht in den USA abschaffen.

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Don Pedro 13.10.2017, 06:24
5. Das

Werden noch schwere Zeiten für unsere Kinder. Weniger wegen der einzelnen Entscheidungen, als wegen des Geistes, der überall wächst: Wir zuerst!
Ein Rückschritt um Jahrhunderte, mit den Waffen und Umweltbedingungen von heute.

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sprachloserkommentar 13.10.2017, 06:24
6. Was will man erwarten

Wenn auch die Argumente nicht neu sind, wenn auch bereits zuvor Spannungen und Auseinandersetzungen da waren, für Trump ist es ein willkommenes Beispiel der Welt zu zeigen, seinen Spruch “America first” in die Realität umzusetzen. Das wird sich so fortsetzen. Das ist seine Politik!
Alle, die vor und nach seiner Wahl gedacht haben, das wird schon nicht so schlimm werden, müssen langsam aufwachen. Verheerend mag dieser Austritt für die UNESCO bzw für deren Etat sein, doch man mag sich nicht weiter vorstellen welch wirklich im wörtlichen Sinne verheerende Entscheidungen es von ihm wohl noch in Zukunft geben wird... Denken wir an die Iran- und Koreakrise...
Eine Eskalation an diesen oder anderen Brennpunkten wäre dann wirklich für die gesamte Welt und Menschheit verheerend! Doch nur die Amerikaner selbst können ihn stoppen - bei den nächsten Wahlen... bis dahin bleibt noch viel Zeit für die egoistische “America First”-Politik Trumps großen Schaden für die ganze Welt und für die USA selbst anzurichten. Leider!

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JDR 13.10.2017, 06:26
7.

Nun, man mag den Schritt sehr bedauern, unverständlich ist er beim besten Willen nicht. Der Artikel beschreibt ja nicht, was die UNESCO ist, sondern, was sie sein sollte. Die Organisation hat zugelassen, dass sie zu einem geschichtsklitternden Waffensystem der politischen Kriegsführung geworden ist. Und spätestens seit der Jerusalem-Obszönität war klar, welcher Preis für die Fortsetzung dieser Politk zu zahlen wäre. Hätten die Medien jene Schritte, die in diesem Artikel so klare Folgen hatten, ebenso deutlich als Affront gegen den Staat Israel und die amerikanische Regierung kritisiert, wie sie nun die vorhersagbare Reaktion dieser Partner kritisieren, dann wäre es vielleicht nicht so weit gekommen.

Aber wenn politischer Unsinn nicht von Präsident Trump begangen wird, sondern sich gegen ihn richtet, dann lässt man dies heutzutage schon mal so durchgehen.

Kulturelles Welterbe sollte eine verbindende, heilende Tendenz erzeugen. Menschen verschiedener Kulturen, Nationen und Religionen sollten etwas über diese Trennung hinausgehendes großes, gesamtmenschliches erkennen. Neben der eklatanten Revision von Geschichte zeigt auch der aktuelle Streit um die Führung, dass die Organisation nicht nur weit davon entfernt ist, diesem Ziel zu dienen, sondern dass sie heute im Gegenteil zu einer spaltenden, giftigen Entwicklung beiträgt.

Die Vertreter der Weltkulturbehörde agieren als "kleine Außenminister". Das sollte sich dringend wieder ändern.

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rskarin 13.10.2017, 06:29
8. Lasst sie doch!

Wenn sie wiederkommen wollen, dann nur zu einem sehr hohen Preis! Und sie werden wiederkommen und heulend um Rückkehr in den zivilisierten Teil der Welt betteln! Natürlich nicht unter Trump!

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Jan2607 13.10.2017, 06:37
9.

Ich bin auch kein Freund von Trumps Entscheidungen aus dem Bauch heraus. Aber ich habe den Eindruck, dass hier nur ein weiterer Aufhänger für ein USA-Bashing gesucht wurde.
Jetzt wäre der passende Zeitpunkt für die Unesco, sich mal an die eigene Nase zu fassen und zu überlegen, was man falsch gemacht hat.
Aber ich sehe schon, von einer "Isolierung" der USA zu sprechen, scheint einfacher zu sein, als die Vorgänge in dieser Organisation kritisch zu betrachten.

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