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Beginn der Brexit-Verhandlungen: "Keine Zweifel, wir verlassen die EU"
DPA

Am Montag starten in Brüssel die Brexit-Verhandlungen. Es kann holprig werden. Was wollen die beiden Seiten? Der Überblick.

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Slickka 18.06.2017, 23:48
1. Good night...

...and good luck. Die Brexit 'Debatte' in England zu verfolgen ist so, als ob man jemandem in Zeitlupe dabei zuschaut, wie er sich die Pulsadern aufschneidet. Die Qualitaet des Denkens im Vereinigten K'reich ist auf ein schockierendes Niveau abgerutscht. Die Tories (vor allen anderen) dreschen nur noch immer hohlere Phrasen und keiner der Brexiteers macht sich ja auch nur die Muehe mal zu ueberlegen, wie der Brexit denn wirklich aussehen sollte. Gott strafe England? Von wegen. Heutzutage besorgen die sich das selbst und von ganz allein. Man kann nur hoffen das es einen fuer beide Seiten praktikablen und vor allem fuer die Briten machbaren Kompromiss gibt...

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taglöhner 18.06.2017, 23:48
2. Welcome home!

Natürlich müssen sie zurückkommen. Ohne Rabatt. Und so endlich ankommen eigentlich. Schaffen sie, stark und fair, wie sie sind.

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demokroete 18.06.2017, 23:50
3. Wenn die EU auf ihren Racheakt verzichtet,

bietet sich ein verbleiben des UK im Binnenmarkt an. Das wäre auch ganz im deutschen Interesse.

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spmc-12355639674612 19.06.2017, 00:12
4. Offensichtlich

hat die britische Regierung (wenn man von einer solchen nach dem für May völlig verkorksten Wahlausgang im Moment überhaupt sprechen kann) überhaupt keine Ahnung, wie es jetzt weitergehen soll. Freihandel ja, Binnenmarkt vielleicht, EU-Bürger in GB eventuell mit den gleichen Rechten wie vorher, aber Zollunion verlassen? Und um das Ganze auszuhandeln sollen 2 Jahre reichen? Solange brauchen die Praktikanten der EU-Administration ja schon, um Groß-Britannien aus den Länderauflistungen sämtlicher Vertragstexte in allen verfügbaren Sprachversionen herauszustreichen.

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Mertrager 19.06.2017, 00:23
5. glorious nations

Das Problem ist leider, leider der Größenwahn. Und das triift leider besonders bei den regierenden Briten zu. Das ist auch für die EU-Seite nicht einfach. Ist etwa so, als ob man Jemandem, der Erde für eine Scheibe hält, erklären will, warum man doch auf der anderen Seite de Scheibe Fischereirechte haben kann.

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Newspeak 19.06.2017, 00:55
6. ...

"Der britische Schatzkanzler Philip Hammond sagte, Großbritannien werde sowohl den Binnenmarkt als auch die Zollunion verlassen. An die Stelle soll ein möglichst weitreichendes Freihandelsabkommen treten. Ziel der Verhandlungen müssten Handelsbeziehungen sein, "die sich so nahe wie möglich wie die heutigen anfühlen.""

Faszinierend, diese Traeume. Man will aus dem Club austreten, aber alle Vorteile des Clubs geniessen. Wie naiv. Ich hoffe nur, die EU faehrt eine klare Linie und bietet nicht wieder faule Kompromisse an, die der EU mehr schaden, als nutzen.

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larsmach 19.06.2017, 01:56
7. Knappe Mehrheiten bei Referenden problematisch - es gibt keine Opposition

Knappe Mehrheiten bei Referenden zu wichtigen Themen sind problematisch: Anders bei der Wahl einer Regierung resultiert hier keine große Opposition, deren Arbeit im Gesetzgebungsprozess Spuren hinterlässt und die quasi andere Hälfte der Bevölkerung noch in gewisser Weise vertritt. Regierungen können bei Abstimmungen mit knappen Mehrheiten im Parlament nicht darauf zählen, ohne Stimmen der Opposition hinreichend Zustimmung zu erhalten.
Wegen dieser Problematik sind z.B. für Verfassungsänderungen oder die Absetzung des Deutschen Bundeskanzlers während eines Verteidigungsfalls und ohne Erreichbarkeit des Bundestages auch Zweidrittelmehrheiten erforderlich.
Im Falle des Brexits haben wir schwankende Daten gesehen, wir haben heftige Überschwemmungen und abgeschnittene Verkehrswege z.B. nördlich von London sowie im Nachhinein wahlmüde (bes. im Sinne des zweiten Wortteils) Studenten gesehen. Dieselbe Abstimmung, 10x wiederholt an verschiedenen Tagen, hätte wohlmöglich mehrmals unterschiedliche (immer knappe!) Ergebnisse gelierfert. Hier zeigt sich die Problematik von Referenden mit knappen Mehrheiten, deren Konsequenz und Tragweite geeignet sind, eine Gesellschaft langfristig eher zu spalten.

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derpif 19.06.2017, 02:10
8.

Handelsbezuehungen die sich so nahe wie möglich wie die heutigen anfühlen? Ach so, verstehe, der Brexit bezieht sich lediglich auf Bereiche welche eine finanzielle Beteiligung des Königreichs vorsehen. Eigentlich ja eine vollkommen unverschämte Forderung, aber genau so wird es kommen, weil die EU nicht ihre Eier zeigen wird...die hat man schon bei der NSA Katastrophe bitter vermisst. Dabei wäre ein show off dringend nötig um den verbliebenen Mitgliedern zu beweisen das wir tatsächlich eine ernstzunehmende Union sind. Eine die ihre Prinzipien hat, eine Vorstellung von Moral und die zusammen steht, in guten wie in schlechten Zeiten. Wenn der Austritt für UK keine Konsequenzen hat, dann hat die EU meiner Meinunbg nach keine Zukunft und ist obsolet. Da man ja so fürchterlich in das Geld verliebt ist wird man sich vorführen lassen. In der Bevölkerung wird das Unverständnis auslösen/steigen, was wiederum dem rechten Rand neue Wähler bescheren wird, das orakel ich jetzt mal

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UlrichSchweizer 19.06.2017, 03:31
9. verschiedene Ansichten

So wie Gabriel meint können die Briten auch in der EU verbleiben. Vernünftig tönt hingegen Philip Hammond. Möglichst freier Handel ist gut, aber Binnenmarkt und Personenfreizügigkeit nicht.

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