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Besuch in Griechenland: Nur einer Bitte kam Merkel nicht nach
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Alexis Tsipras steckt in politischen Schwierigkeiten, da kommt Angela Merkel gerade recht. Griechenlands Premier feiert den Besuch als Erfolg - auch wenn sie ihm in einer wichtigen Frage die Unterstützung versagte.

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scratchpatch 11.01.2019, 13:48
1. Ganz ok

Das ist alles in Ordnung, Merkel hat einen guten Job gemacht. Offenbar kommt es niemandem in den Sinn, sich bei ihr mal zu entschuldigen für all die Beleidigungen, die ihr aus Griechenland entgegen geschallt sind (und immer noch gibt es ja einen reichen Vorrat an Beschimpfungen, die bei jeder passenden Gelegenheit hervorgeholt werden können). Sie kann damit sicher leben. In einem politischen Klima, in dem der Nationalismus so blüht, dass es schon als Landesverrat gilt, wenn Tsipras sich mit einer Namensänderung Mazedoniens zufrieden gibt (das ja nach griechischer Vorstellung ansonsten über Griechenland herfallen würde, weil eine Provinz dort auch Mazedonien heißt), muss man sich damit zufrieden geben. Toll ist es nicht, aber alles ganz ok.

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manicmecanic 11.01.2019, 13:50
2. Heuchelei

und Populismus ala Merkel.Das wirklich entscheidende,nämlich die Ablehnung der Ziele der griechischen Schwesterpartei hat sie nicht geäußert.Alles andere sind Leckerli für die Presse.

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Alias iacta sunt 11.01.2019, 13:51
3. Wurde auch besprochen,

wann wie viel Geld wieder zurückbezahlt werden kann.
Bei so guter Stimmung könnte die Frage doch gestellt werden.
Oder ist nur wieder alles ein SchönfotoTermin?

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mullertomas989 11.01.2019, 13:53
4. "Ein Versprechen, dass es nie wieder geschieht"?

Da meint wohl einer, dass Frau Merkel Schuld sei, an den krassen Einsparmaßnahmen in Griechenland in den letzten rund 10 Jahren. Wie absurd. Es waren die Griechen selbst, die mit falschen Zahlen in den Euro gingen und die mutmaßlich auch heute noch falsche Zahlen nach Brüssel schicken. Anders ist auch der Umgang mit Andreas Georgiou vor einiger Zeit nicht zu deuten.

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27europe 11.01.2019, 13:58
5. Irreführende Berichterstattung

Ihre Reportage über den Merkel Besuch in Athen ist parteiisch und entspricht nicht den Tatsachen.
Frau Merkel sprach überhaupt nicht über einen "Deal". Im Gegenteil. Sie äusserte Ihre Überraschung über die von Nea Demokratia kursierte Verschwörungstheorie eines "Deals". Dies war eine eindeutige Aussage gegen die Polemik von Kyriakos Mitsotakis und so wurde sie auch von allen nicht parteiischen Medien interpretiert. Aber Ihr "Korrespondent" trägt wahrscheinlich die blaue Parteibrille.
Oder es kann sein, dass wenn man aus Saloniki berichtet, offenbar wichtige Aussagen vermisst.
Schade, dass ein Medium wie "der Spiegel" fortwährend Halbwahrheiten verbreitet.
Kostas Argyros, Journalist

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4laender 11.01.2019, 14:08
6. Eines verstehe ich nicht

Daß die griechischen Bürger viel zu schultern hatten und haben und dass die Nazis dort furchtbar gewütet haben ist unstrittig. Wegen der Nazi-Greuel sollten daher deutsche Vertreter sehr achtsam mit griechischen Vertretern umgehen und Hilfestellung leisten so gut es geht. Andererseits aber habe ich den Eindruck, dass eigene Verantwortung gern an Dritte abgegeben wird. Haben die Bürger denn nie darüber nachgedacht, dass ein Wohlstand auf Pump irgendwann nicht mehr von den Gläubigern akzepiert wird?

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tropfstein 11.01.2019, 14:14
7. Innergriechische Aufarbeitung

Ich glaube jede(r) Bundeskanzler(in) steht auf verlorenem Posten, solange man in Griechenland mit Beschimpfung der EU-Partner und speziell Deutschlands innenpolitisch punkten kann. Zur Erinnerung: diejenigen, die nachweislich und vorsätzlich den Staatshaushalt fälschten und damit das Land ins Elend führten, sind völlig unbehelligt gebleiben; der griechische Chefstatistiker Andreas Georgiou hingegen, der ehrliche Zahlen nannte, wurde zu zwei Jahren Gefängnis (auf Bewährung, wie schön) verurteilt. Wir sprechen hier, wohlgemerkt, von einem EU-Mitglied im 21. Jahrhundert.

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Ökofred 11.01.2019, 14:22
8. Was meinen Sie?

Zitat von manicmecanic
und Populismus ala Merkel.Das wirklich entscheidende,nämlich die Ablehnung der Ziele der griechischen Schwesterpartei hat sie nicht geäußert.Alles andere sind Leckerli für die Presse.
Bitte nochmal ausformulieren. Griechische Schwesternpartei? "Nea Dimokratia"? Die jetzt bei 5% dümpelt und einen großen Teil des Chaos zu verantworten hat? ODer verstehe ich Sie falsch?

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sfk15021958 11.01.2019, 14:25
9. Wenn man sonst...

...keine Probleme hat, regt man sich über solche Dinge wie "Namensgebungen" auf!

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