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Brexit: EU-Chefunterhändler fordert "Klarheit" von den Briten
JULIEN WARNAND/EPA-EFE/REX

Es sind nur noch 46 Tage bis zum Austrittsdatum der Briten. Die EU gibt die Hoffnung auf einen geregelten Brexit zwar nicht auf. Aber London müsse sich bewegen, fordert Chefunterhändler Barnier.

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Markus Frei 11.02.2019, 18:15
1. Klarheit

Verstehe ich nicht, es ist völlig klar was die Briten wollen. Vollen Zugang zum EU-Binnenmarkt ohne das irgendein EU-Gesetz oder Vorschrift für die Briten gelten. Die EU muß weiterhin alle Subventionen an britische Bauern, Hochschulen usw. in voller Höhe bezahlen ohne das die Briten einen cent in den EU-Haushalt bezahlen müssen. Für Briten gilt natürlich die Arbeitnehmerfreizügigkeit in der EU weiterhin umfassend, für EU-Bürger in GB natürlich nicht. Aber so wie man das britische Parlament kennt würde selbst das keine Mehrheit bekommen.

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spon_5711341 11.02.2019, 18:28
2. Ich mag es gar nicht glauben...

Die Frage ist, ob GB den ungeregelten Brexit absichtlich und wissentlich trotz der absehbaren Folgen für Irland ansteuert, um nur ja nicht in der Zollunion bleiben zu müssen. Handels- und Wirtschaftsverträge werden sich hinterher schon finden - siehe Schweiz. Man hätte dann trotz braver Bemühungen die reine Lehre des Austritts umgesetzt. Das wäre extrem zynisch im Hinblick auf die irische Bevölkerung, stünde aber in einer langen Tradition des Umgangs GBs mit den Iren.. Könnten die Brexiteers so kaltschnäuzig taktieren, um ihre Interessen durchzusetzen??

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tulius-rex 11.02.2019, 18:44
3. Pokerspieler

Was sollen die rhetorischen Fragen. Was die Briten wollen ist doch klar:
Keine Vorgaben hinsichtlich Grenzen, Arbeitsmarkt und Eigenständigkeit und gleichzeitig von der EU profitieren ohne Beiträge zu entrichten. Ein Maximalprogramm ohne Zugeständnisse. Sie werden daher bis zum letzten Tag pokern.
Sie sind ja schließlich das einzige königliche Empire der Welt. Leider ist der Zug aber schon weiter gefahren und die normalen britischen Bürger werden die Zeche bezahlen und nicht die Reichen in ihren Cottages.

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parmenides2 11.02.2019, 18:45
4. Ist doch klar,

was die Briten wollen. Das was sie immer wollen, die Vorrechte einer weltbeherrschenden Kolonialmacht.
Wir genießen alle Vorteile , und für euch bleiben die Nachteile.
Ist doch einfach.
Wenn die EU jetzt einknickt, wird die EU-Wahl ein Desaster.
Man wird sich über den Wahltermin hangeln.

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iasi 11.02.2019, 18:59
5. Klar ist: Kommt es zum No-Deal-Brexit hat Chefunterhändler Barnier

versagt - und zwar völlig.
Die Briten haben verlieren doch als EU-Nettozahler keine EU-Subventionen. Sie zahlen die ausbleibenden EU-Mittel aus der eigenen Staatskasse, überweisen nichts mehr an die EU und haben sogar noch einige Milliarden gespart.
Mit dem Handel ist das auch so eine Sache: Da GB mehr deutsche Waren kauft, als umgekehrt D aus GB importiert, hat D eigentlich mehr zu verlieren als GB.
Während Trump sich irgendwann die EU vornimmt, handeln die Briten mit ihm schöne neue Verträge aus.

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Tobi_86 11.02.2019, 19:18
6. 46 Tage sind gar nicht mal so viel...

Das ist so wie am Abend vor der Uni Klausur: "Kein Problem, das lerne ich alles heute Nacht." Kann klappen, wahrscheinlich aber eher nicht!

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bassemoluff 11.02.2019, 19:28
7. Was hier...

.....allein Geld verbraten wird und wurde um den Austritt vor zu bereiten, und Vorkehrungen zu treffen für einen ungeregelten Austritt ist nicht zu fassen.
Eigentlich müsste man diese unfähigen Politiker regresspflichtig machen.

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Denken2018 11.02.2019, 19:30
8.

Zitat von iasi
versagt - und zwar völlig. Die Briten haben verlieren doch als EU-Nettozahler keine EU-Subventionen. Sie zahlen die ausbleibenden EU-Mittel aus der eigenen Staatskasse, überweisen nichts mehr an die EU und haben sogar noch einige Milliarden gespart. Mit dem Handel ist das auch so eine Sache: Da GB mehr deutsche Waren kauft, als umgekehrt D aus GB importiert, hat D eigentlich mehr zu verlieren als GB. Während Trump sich irgendwann die EU vornimmt, handeln die Briten mit ihm schöne neue Verträge aus.
Für jemand, der 0 Ahnung hat, ganz schön viel Text! Aber jeder hat das Recht auf seine eigene Meinung ... auch wenn sie ziemlich intelligenzbefreit ist.

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nandinda 11.02.2019, 19:31
9. Wetten, dass...

...Theresa May mit dem Hinauszögern eines Brexit-Kompromisses bis kurz vor dem Austrittsdatum die Hardliner in ihrer eigenen Partei derart unter Druck setzen will, dass diese aus Angst vor den katastrophalen Folgen eines No-Deal-Exit kalte Füße bekommen, einknicken und dem von ihnen bereits abgelehnten EU-GB-Vertrag doch noch zustimmen werden. Dies, vielleicht sogar in klammheimlicher Abstimmung mit den EU-Vertretern. Taktik, nennt man so etwas...

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