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Brexit: Großbritannien will nächsten Mittwoch Austrittsantrag stellen
REUTERS

Die britische Premierministerin Theresa May will am 29. März den Austritt des Landes aus der EU offiziell beantragen. Zwei Jahre später sollen die Briten dann formal austreten.

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joG 20.03.2017, 13:27
0. Das ist völlig irrational...

.....wo sich die EU nun ändern muss und die Mitglieder das auch unternehmen wollen. Es gibt keinen Druck für England Artikel 50 zu aktivieren und so lange sie Mitglied sind, haben sie alleine schon über die Abstimmungsverfahren Mitgestaltungsmacht. Ich weiß nicht, was Die reitet jetzt zu aktivieren. Sie haben doch Zeit.

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Sonia 20.03.2017, 13:29
1. Sie werden es schaffen

Großbritannien und Nordirland, dazu gehören 15 Commonwealth Realms, wo die Königin Staatsoberhaupt ist und 14 Überseestaaten. Großbritannien braucht nicht Europa - diese alte und große Handelsnation wird ihren Weg gehen - egal, wie groß das Geschrei der einstigen Geliebten, der EU, ist. Auch alle damit erstmal verbundenen Probleme werden die Briten packen.

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james.n 20.03.2017, 13:30
2. Das Referentum der Briten, dass ...

... zum Brexit führte, ging bekanntlich sehr knapp aus. Entscheidend soll letztlich die von Merkel hervorgerufene Flüchtlingswelle gewesen sein, die insbesondere die Engländer ablehnten, und so die Brexit-Befürworter in ihrer Entscheidung bestärkt haben sollen.

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exil-teutone 20.03.2017, 13:33
3. Zwei sehr treffende Beiträge im Guardian zum Thema

Ein Meinungsartikel: https://www.theguardian.com/commentisfree/2017/mar/19/empire-20-is-dangerous-nostalgia-for-something-that-never-existed?CMP=Share_iOSApp_Other

Und eine Analyse der Optionen in den zukünftigen Verhandlungen: https://www.theguardian.com/business/economics-blog/2017/mar/19/brexit-britain-talking-trade-deal-eu-wrong-talking-point

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peterpeterweise 20.03.2017, 13:41
4. Wer übernimmt die Nettozahlungen von Großbritannien für die EU?

Bei den Verhandlungen wird die EU von Großbritannien fordern, für den Marktzugang viel Geld zu zahlen. Dann wird Großbritannien das Gleiche fordern. Die deutschen Unternehmen werden dann mit Schrecken feststellen, dass sie von britischen Zöllen für deutsche Waren härter getroffen werden, als Großbritannien von Behinderungen auf Finanzdienstleistungen. Man wird sich schließlich auf Freihandel ohne Ausgleichszahlungen einigen.
Damit spart sich Großbritannien die 11,5 Milliarden Euro pro Jahr, die es als zweitgrößter Nettozahler an die EU zahlt. Als Folge müsste die EU sparen, oder der bisher schon größte Nettozahler übernimmt den britischen Teil der Kosten auch noch mit. Da Sparen in der EU nicht populär ist, wird wohl Deutschland für den britischen Austritt zahlen müssen.

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RenegadeOtis 20.03.2017, 13:41
5.

Zitat von joG
.....wo sich die EU nun ändern muss und die Mitglieder das auch unternehmen wollen. Es gibt keinen Druck für England Artikel 50 zu aktivieren und so lange sie Mitglied sind, haben sie alleine schon über die Abstimmungsverfahren Mitgestaltungsmacht. Ich weiß nicht, was Die reitet jetzt zu aktivieren. Sie haben doch Zeit.
Der Sachzwang des Populismus. Die Hälfte aller abstimmenden Briten sind Nigel Farage (wo ist der denn abgeblieben) und Boris Johnson gefolgt, mit Parolen die an Blödheit nicht zu überbieten waren ("350 Millionen Pfund wöchentlich für den NHS!") und haben diesen geglaubt. Dazu kommen knapp 50% der Gesamtbevölkerung, die nichts dagegen taten und nicht abstimmten.

Im Gegenteil werden jetzt immer wieder Stimmen gehört, die England eine blühend-goldene Zukunft ohne EU als Steuerparadies prophezeien, die schon das Empire gleichberechtigt neben USA und China den Weltmarkt beherrschen sehen.
Ich weiss nicht in welcher Realität man dafür leben muss, aber vermutlich macht dort auch eine "wunderschöne 10 Meter hohe Mauer" am Hadrianswall Sinn.
Been there, done that, all went bonkers.

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marty_gi 20.03.2017, 13:45
6. Dumm

Meine Familie und ich treten jetzt auch aus unserer Gemeinde aus.
So wie Schottland dann aus dem Staatenbund des UK austreten wird.
Jede Verwaltungseinheit wird jetzt wieder selbstbestimmend, mit wem sie spielen will.

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Ostseeland 20.03.2017, 13:46
7. Endlich!

Hört jetzt endlich das Geschrei und die Beschimpfungen gegen GB auf? Von einer Schlacht, einem Blutbad war die Rede die Angst vor dem Nachahmeeffekt wurde immer weiter geschührt und jetzt? Die Briten gehen ihren eigenen Weg in wie weit sie noch mit der EU zusammenarbeiten werden wird sich zeigen. Alles hat seinen Preis und das wissen die Briten auch und wenn er zu hoch ist wird es keinen Deal geben. Oder wie Trump sagte: Lieber gar keinen Deal als ein schlechter.

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RenegadeOtis 20.03.2017, 13:49
8.

Zitat von Sonia
Großbritannien und Nordirland, dazu gehören 15 Commonwealth Realms, wo die Königin Staatsoberhaupt ist und 14 Überseestaaten. Großbritannien braucht nicht Europa - diese alte und große Handelsnation wird ihren Weg gehen - egal, wie groß das Geschrei der einstigen Geliebten, der EU, ist. Auch alle damit erstmal verbundenen Probleme werden die Briten packen.
Naja, Sie unterstellen eine Verbundenheit und Relevanz der Realms, die so ja gar nicht existiert. Zu den Realms gehören Antigua und Barbuda, Australien, die Bahamas, Barbados, Belize, Grenada, Jamaika, Kanada, Neuseeland, Papua-Neuguinea, die Salomonen, St. Kitts und Nevis, St. Lucia, St. Vincent und die Grenadinen und Tuvala.

Außer Kanada und mit viel Goodwill Neuseeland sehe ich da jetzt keinen immensen Beitrag zu einer "großen Handelsnation". Bei den Überseestaaten wird noch lustiger: Sri Lanka? Pitcairn? Swasiland? Malta?
Dieser mit "sehr loser Verband" sehr freundlich umschriebene "Commonwealth of Nations" von 1931 wird eigentlich nur noch von den regelhaft stattfindenden Commonwealth Games zusammen gehalten. Ansonsten macht jeder sein eigenes Ding.

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