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Brexit-Verhandlungen: EU fürchtet britischen Realitätsverlust
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Brexit-Frust bei der EU: Die Briten begreifen die Position der 27 Mitgliedstaaten noch immer nicht, heißt es in Brüssel. Das Europaparlament trifft bereits Vorkehrungen für ein Scheitern der Verhandlungen.

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auf_dem_Holzweg? 13.09.2017, 07:00
1. Realitätsverlust? na prima!

dann liegt GB ja bald mit Berlin auf Augenhöhe und alles ist prima!

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UnitedEurope 13.09.2017, 07:02
2.

Über die Sinnhaftigkeit des Brexits lässt sich vortrefflich streiten (ich halte ihn für den größten Unsinn einer feigen Politikergeneration).

Aber dass die Tories wirklich so dilettantisch und verblendet in die Verhandlungen gehen würde, das haben doch nicht einmal die Brexit Befürworter gedacht. Die britische Hybris wäre sehr belustigend, wäre sie nicht so traurig und mit so großen Verwerfungen für Großbritannien verbunden.

Vielleicht wird man später das als den letzten Sargnagel des UK ansehen.

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Holsteiner2 13.09.2017, 07:19
3. Mehr Realitätsbewusstsein bitte

Ein Austritt der Briten, ohne Abkommen? Ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass die deutsche Automobilindustrie bei jährlich 800.000 nach GB exportierten Fahrzeugen dies zulassen wird. Dass die EU sich über einen britischen Realitätsverlust Gedanken macht, ist erstaunlich. Es gibt doch kaum noch Staaten auf der Welt, bei denen die EU nicht zu dieser Diagnose kommt. USA, Russland, Türkei, die saudischen Wahabiten, Venezuela, die Chinesen, Nordkorea, Polen, Ungarn, ...... Die Liste ließe sich beliebig verlängern. Das erinnert ganz stark an den Witz mit dem Autofahrer, der im Radio eine Meldung über einen Geisterfahrer hört:"Einer ? Hunderte !"

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gerhard2010 13.09.2017, 07:19
4. Warum nicht bleiben ?

Was wäre, wenn die Engländer es über sich bringen würden zu sagen, 'War alles nicht so gemeint, wir vertragen uns wieder, bleiben in der EU und alles geht zum Status Quo zurück'. Inzwischen würden die meisten Engländer und Europäer so einem Vorgehen doch zustimmen. Man muß nur diese dusseligen Politiker zurückpfeifen. Geht das? G2010.

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pelayo1 13.09.2017, 07:20
5.

Liegt der Realitätsverlust nicht viele eher bei der EU, die meint, ihren Mitgliedern alles und jedes vorschreiben zu können?

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heinzi55555 13.09.2017, 07:24
6.

Hochmut kommt vor dem Fall. Aus Großbritannien ist schon längst Kleinbritannien geworden. Die Briten haben es noch nicht verstanden, dass sie nur noch kleine Würstchen sind im grossen Ganzen.

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skylarkin 13.09.2017, 07:26
7.

Mir ist nicht ganz klar wieso man die Zuwanderung von EU-Bürgern mit dem Zugang zum Binnenmarkt verknüpft. Absolut bezeichnend finde ich auch die Aussage man wäre gegen Rosinenpickerei. Bedeutet dies doch, dass der Zugang zum Binnenmarkt für die britische Gesellschaft etwas Positives ist (Rosinen), während die relativ unbeschränkte Zuwanderung von EU-Bürgern dies ja offensichtlich nicht ist, aber ertragen werden müsste. Oder wie soll man dies sonst verstehen?

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neutralfanw 13.09.2017, 07:31
8. Die EU ist keine Kolonie

...die man ausbeuten kann. Die Briten werden nicht von ihrer Linie abweichen, auch wenn es der völlig falsche Weg wäre. Ich habe erlebt, wie es ist, wenn Briten ein Unternehmen führen (innerhalb von 5 Jahren in die Insolvenz). Beratungsresistent, arrogant und dreist. Eine Insolvenz ist ein "Management-Instrument" war die Erklärung. Genau so werden sich die Briten beim Brexit verhalten. Sie werden auch ihren Untergang als clever und vollen Erfolg verkaufen.

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nilux 13.09.2017, 07:31
9.

Man kann glühender Verfechter einer Einheit Europas sein (wie ich). Und man kann das Vorgehen der Briten für verrückt halten. Aber: Die Briten haben im Gegensatz zur "Führung der EU" ein Referendum im Rücken, was sie letztlich unverletzbar macht.

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