Forum: Politik
Brief an eine Leserin: Das Gefühl der Ohnmacht
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Trump, Rechtsruck, Brexit, Klimakrise - wir alle wollen uns manchmal am liebsten verkriechen. Aber gibt es in der Demokratie ein Recht auf Rückzug?

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banalitäter 20.08.2018, 14:37
1. Nu Positives berichten ?

Die Leserin hat die Pflicht der Zeitungen nicht verstanden. Über ALLE Themen berichten , nicht nur die "schönen" Seiten beschreiben. Das Leben besteht aus Positivem und Negativem. Man möchte den Kopf unter der Bettdecke verstecken - das kann ich verstehen. Medienabstinenz kann aber leider nicht die Lösung sein .

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B.Neumann 20.08.2018, 14:37
2. Erstaunlich ehrlich

Kompliment, Herr Augstein, für Ihren Mut zur Ehrlichkeit.

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sikasuu 20.08.2018, 14:44
3. Wer aufgibt, nicht kämpft, hat verloren. Wer weiter macht &kämpft....

... kann verlieren.
Kündige mein Abo (na ja welche Zeitung ist da gemeint, der Spiegel :-() weil ich das "Leid, den Verfall usw. der Welt nicht mehr aushalten & wissen will!"
.
Wie hieß der Vogel, dem man falsch nachsagt "Er stecke den Kopf bei Gefahr in den Sand".
Der "Strauß" nicht der F.J., ist ein recht wehrhaftes Tier, das massiv tritt & im Zweifel weg rennt.
Kann die Dame auch verstehen, aber ich hätte ihr zurückgeschrieben:
.
Sehr geehrte gnä. Frau
seit undenklichen Zeiten mussten/müssen sich Menschen ihren Platz in & eine faire, demokratische Gesellschaft erkämpfen. Nicht "weit hinten in der Türkei" sondern in Familie, im Alltag, im Job usw.
Suchen sie sich Gleichgesinnte, Leute mit denen sie zusammen etwas anfangen, verändern können & fangen Sie an, die Dinge in Ihrem Umfeld, die Sie belasten, also in der Familie usw. zu verändern.
Vor allen Dingen vergessen Sie den Satz: Das ist normal, was werden die Leute sagen!
Dann werden sie feststellen wie viel angenehmer es wird, einige "eingebildete Zwänge" weg zu lassen & wie viele in Ihrer Umgebung sind, die das auch gerne machen wollen. Wenn sie dann noch die Grundregeln des GG ein wenig im Auge haben & erst hinschauen, verstehen wollen usw, bevor Sie urteilen, kanns nicht versprechen aber es gibt Leute die sage: Dann wird vieles einfacher!
Gruss Sikasuu

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fatfrank 20.08.2018, 14:46
4. Find ich super.

Die Einstellung der Leserin, nicht die Reaktion. Es gibt auch keinen gegenseitigen Halt, jeden Tag die (negativen) Schlagzeilen zu lesen. Da hat die Frau schon ganz Recht: Positive Beispiele geben Halt und machen Mut. In diesem Sinne: Gewinnen Sie die Leute zurück, Herr Augstein. Schreiben Sie mal was, was gut geklappt und funktioniert hat! Meinetwegen etwas "Linkes", bei dem durch soziales Engagement und Zusammenhalt den Gesetzen des Marktes etwas entgegengesetzt wurde. Einzig: Jammern und Beklagen bringt niemandem etwas! (Mit-)Geteiltes Leid ist eben nicht halbes Leid, sondern zieht alle nur (mit) runter. Es besteht eine Sehnsucht nach (von mir aus auch linken) Visionen. Verbreiten Sie Hoffnung, Herr Augstein! "Change has come to [America]".

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Doc#Holiday 20.08.2018, 14:46
5. danke

?Aber glaubt mir, dass man Glück und Zuversicht selbst in Zeiten der Dunkelheit zu finden vermag. Man darf nur nicht vergessen ein Licht leuchten zu lassen.?
Zitat von Dumbledore aus Harry Potter
das Licht ist der Qualitätsjournalismus. Jeden Tag. Ich danke euch dafür.

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Silversurfer2000 20.08.2018, 14:48
6. Wow!

Ein wahrhaft aufrichter Widerstandskämpfer

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echoanswer 20.08.2018, 14:53
7. Es reichen

diese drei Worte: Pflicht und Würde und Staatsbürgerlichkeit. Wer in D von der Öffentlichkeit und Politik wahrgenommen und geachtet werden will, der sollte alles das genau sein lassen. Es ist nicht mehr gefragt, ja unerwünscht. Sich auf das private Wohlbefinden, das eigene Geld, den eigenen Besitz und das ausschließlich eigene, sorgenarme Leben auszurichten, wird bereits in der Schule vermittelt. Persönliche Freiheit heißt das. Bedeutet aber nicht anderes als Egoismus und Rücksichtslosigkeit. Solche Menschen rotten sich nicht zusammen, sind leicht satt und bequem zu machen. Die heutige Jugend beweist eindrucksvoll, dass ein Smartphone, Geld und Alexa zum leben reichen. So ist man schon mit 16 so bequem wie andere Generationen mit 50. Aber genau das will die Politik. Faule, selbstverliebte Bürger, die nur mit sich beschäftigt sind. Alles gut. I

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peaceonearth 20.08.2018, 14:56
8.

Natürlich hat jeder ein Recht auf Rückzug, wenn er die Schlechtigkeit der Welt nicht mehr erträgt. Ich bewundere Journalisten, deren tagtägliche Aufgabe es ist, über all das Niederträchtige und Grausame zu schreiben und dabei in der Lage sind ihre persönlichen Grenzen der Empfindsamkeit abzustecken. Mir geht es natürlich auch oft so, dass mir das Herz schwer wird angesichts des Leidens überall, gleichzeitig sage ich mir aber, dass ich wissen will, womit ich es zu tun habe und nicht eines Tages überrascht werden will von Entwicklungen, die ich nicht erkannt hatte. Als mündiger Bürger will ich und muss ich mich informieren. Ich will teilhaben an dem demokratischen Prozess. Das geht nur, wenn man sich ausreichend informiert. Abschottung kann früher oder später auch zum Nachteil sein. Ziehe ich mich ins Private zurück und ignoriere ich die Entwicklungen um mich herum, dann bin ich auch angreifbarer.

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schmillo 20.08.2018, 14:57
9. Mehr Ausgeglichenheit

Die Medien tendieren insgesamt eher ueber Schlechtes als Gutes zu berichten. Der Aufschrei bring mehr Aufmerksamkeit als die Nachricht alles wird gut.

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