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Bundestag: Abgeordnete werden in Sterbehilfe-Debatte persönlich
DPA

Ungewöhnlich emotional hat der Bundestag über Sterbehilfe und Sterbebegleitung beraten. Die Debatte ging über vier Stunden, einige Abgeordnete teilten am Rednerpult persönliche Erfahrungen.

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Pandoron 13.11.2014, 14:15
1.

Immer mehr Länder erkennen den Wert und die Wichtigkeit, einem Menschen das würdevolle Sterben zu ermöglichen zu denen sowohl Suizid als auch die Euthanasie gehört. Wieso Deutschland hier weiterhin so lange noch auf einem sehr rückschrittlichen Standpunkt beharrt, ist für mich unverständlich und absurd.

p.s.: Euthanasie bedeutet "schöner Tod" und sollte endlich vom damaligen begrifflichen Mißbrauch im 3. Reich abgetrennt wieder wertefrei verwendet werden dürfen.

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donadoni 13.11.2014, 14:17
2. Die Belastungen werden eben zu hoch

Nichts anderes ist der Grund, warum man jetzt die Kampagne "Sterbehilfe" fährt - und an vorderster Front der ach so christliche Pfarrer Hinze aus der Union, auch auf dem SPON-Bild.

Dieses Land kann sich die vielen Alten nicht mehr leisten.

Wer etwas anderes behauptet mit Ethik und Moral, der lügt.

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pförtner 13.11.2014, 14:20
3. Wir sind alle Mündig

Das Politiker immer meinen zuwissen,was für uns, dass Volk gut ist?! Die sollen sich um die Politik,und ihre damit verbundenen Diäten kümmern und uns in Frieden über unsesrenKörper selbst bestimmen lassen.

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rkinfo 13.11.2014, 14:22
4. 'Die Würde des Menschen ist unantastbar'

Es gibt normalerweise für Ärzte und Andere den Vorrang Leben zu erhalten und vor allem Tötungen jeder Art zu Verhindern.
Dieses Grundprinzip ist aber beim Sterbevorgang nicht mehr anwendbar und die Medizin ist heute schon so weit den Sterbevorgang weit zu dehnen was unsere Vorfahren so nicht kannten. Ein 'natürlicher' Tod ist kaum möglich wenn jemand im Sterbevorgang in medizinischen Händen ist.

Daher ist es wichtig dass ein juristischer Hebel umlegbar ist der dann unter Berücksichtigung der Menschenwürde des Sterbenden aber auch der Mediziner/Angehörigen frei von Strafandrohungen wirken kann. Vielleicht eine Art 'Sterbebescheinigung' die Dritte entbindet und dann den Schwerpunkt auf einen menschenwürdigen Tod schafft.

'Selbstmord' für Sterbende dürfte eher die Ausnahme sein denn man kann Erlöschen des eigenen Lebenswillen aus diversen Gründen erst in der Spätphase vermuten. Wahrscheinlich würde ein amtlicher 'Sterbeschein' auch den Betroffenen entlasten der dann flexibel frei entscheiden könnte wie es weiter geht kurz vor dem eigenen Ende.

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neuernichtwähler 13.11.2014, 14:25
5. Rechtzeitiges Ableben

Ich hoffe nur, dass mich der Blitz trifft, bevor ich in die Fänge der Pflegemedizin gerate.Ich habe beide Eltern qualvoll über Jahre sterben sehen und oft gedacht, jetzt ein Kissen und etwas Mut und das ganze Elend ist in Sekunden vorbei.Vollgepumpt mit Morphium,die Schleimhäute ausgetrocknet,künstlich ernährt, inkontinent, jede Bewegung eine Qual und der Kampf mit Krankenkassen um die Bezahlung der Paliativmedizien - das ist die Realität.Hoffentlich bleibe ich solange bei klarem Verstand um Möglichkeiten zu nutzen, dieser Zukunftsperspektive zu entgehen.

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franz_hiller 13.11.2014, 14:25
6.

dieses geheuchel der Politkier ist zum Kotzen,als erstes sollte man im Bundestag verbieten irgend eine Religion in den Vordergrund zustellen.

Sonst wird dem Mitbürger auch immer mehr Eigenverandwortung abgefordert aber wenns um die Sterbehilfe geht entdecken dieses Figuren die nächstenliebe ...Heuchler!

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auf_dem_Holzweg? 13.11.2014, 14:30
7. wenn die Abgeordneten persönlich sterben...

dann wäre das nicht das Schlimmste für Deutschland!
Bei allem ernst zu diesem Thema ruft diese Überschrift doch nahezu nach dieser Antwort!
Lasst uns mal sehen wie unausgereift die ersten Vorschläge dieser "Berliner Denker" aussehen, es wird sicher wieder ein Trauerspiel mit völlig unbrauchbaren Vorschlägen fernab jeglcher Praxis!

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götzvonberlichingen_2 13.11.2014, 14:31
8.

Die Bewohner des Elfenbeinturms diskutieren wieder....
Oppermann, Kauder - glauben solche Leute eigentlich das kerngesunde Menschen,
die lediglich ein bisschen Lebensmüde sind, in Massen zu den Sterbehilfevereinen rennen?
Hier wird so getan, als ob eine verweichlichte generation davon abgehalten werden müsste bei einer
schlimmen Grippe den Freitod zu suchen. Unverschämt und indiskutabel.
Ich weiß nicht ob es schlimmer wäre wenn Sie das den Menschen wirklich unterstellen oder
wenn das nur aus parteipolitischen Kalkül gesagt wurde.
Was bitte gibt diesen Herren das Recht über das Leben anderer zu Entscheiden?
Würden Sie genauso daherschwafeln, wenn sie persönlich betroffen wären? vermutlich nicht.

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Bundeskanzler20XX 13.11.2014, 14:40
9. Erinnert

Das erinnert alles irgendwie auch ein bisschen an die Drogenpolitik.

Als ob sich alle für den Suizid entscheiden würden wenn er erlaubt wäre bzw. diejenigen die es heute schon versuchen, machen das trotz Verbot. Sind sie erfolgreich, kann ihnen das Verbot auch ziemlich egal sein.

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