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Bundeswehr bekommt Übungsstadt: Schöner schießen in "Schnöggersburg"
DPA

Nicht nur ein neues Schießgelände, eine ganze Stadt bekommt die Bundeswehr. "Schnöggersburg" wird ab Herbst gebaut und soll ein Trainingsgelände für Auslandseinsätze werden. Und zwar ein europaweit einzigartiges.

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Stelzi 20.06.2012, 19:08
1. Ja mei!

Ein realitätsnahes Trainingsgelände um unsere Soldaten angemessen zu schulen und so de facto Leben zu schützen?! Das geht nun wirklich nicht! Zur schlechten Ausrüstung gehört auch schlechte Auabildung! Punkt. Am besten wäre allerdings, wenn wir uns in unseres naives Schneckenhäuschen zurückziehen und gar niemals nie was tun!

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lensenpensen 20.06.2012, 19:21
2. Also ich finde es gut,...

Zitat von sysop
Nicht nur ein neues Schießgelände, eine ganze Stadt bekommt die Bundeswehr. "Schnöggersburg" wird ab Herbst gebaut und soll ein Trainingsgelände für Auslandseinsätze werden. Und zwar ein europaweit einzigartiges.
dass ein einsatznahes Gelände erschlossen werden soll.
Solche Trainingsanlagen hat es einerseits immer gegeben, andererseits halte ich sie für unersetzlich um die Truppen, welche in den Einsatz gehen, optimal vorzubereiten.
Ebenso wie die Übungsplätze Munster & Bergen "sparen sie Blut", pathetisch ausgedrückt.

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sappelkopp 20.06.2012, 19:32
3. Häh?!

Zitat von lensenpensen
dass ein einsatznahes Gelände erschlossen werden soll. Solche Trainingsanlagen hat es einerseits immer gegeben, andererseits halte ich sie für unersetzlich um die Truppen, welche in den Einsatz gehen, optimal vorzubereiten. Ebenso wie die Übungsplätze Munster & Bergen "sparen sie Blut", pathetisch ausgedrückt.
Woher wissen Sie oder besser weiß die Bundeswehr denn, wie ein "einsatznahes" Gelände auszusehen hat. Die Bundeswehr hat doch keinen Schimmer, wo sie als nächstes hingeschickt wird. Wer hat sich 1999 vorstellen können, dass die Jungs in der Wüste Krieg spielen sollen?

Nichts gegen ein Übungsgelände, natürlich braucht die Bundeswehr das, aber "einsatznah", was für ein Quatsch!

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ariovist1966 20.06.2012, 19:36
4. Will auch

Zitat von lensenpensen
dass ein einsatznahes Gelände erschlossen werden soll. Solche Trainingsanlagen hat es einerseits immer gegeben, andererseits halte ich sie für unersetzlich um die Truppen, welche in den Einsatz gehen, optimal vorzubereiten. Ebenso wie die Übungsplätze Munster & Bergen "sparen sie Blut", pathetisch ausgedrückt.
mitschießen auf der neuen Superanlage. Kann man diese vielleicht ganz oder wenigstens teilweise für nette Schießevents anmieten. Das brächte Geld in die BW-Kasse.

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joachim-kast@gmx.de 20.06.2012, 20:00
5. längst überfällig!

Seit Hammelburg, (dieses Übungsdorf konnte ich selbst kennen lernen), hat sich vieles verändert. Unsere Soldaten sollten praxisnah auf die bevorstehenden Gefahren und Risiken vorbereitet werden. Und in Bezug auf die Kosten habe ich keine Bedenken. Einfach mal berücksichtigen was z.B. ein Eurofighter kostet. Die bessere Überlebensfähigkeit unserer Bodentruppen muss uns diese Ausgabe wert sein!

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glaubblosnix 20.06.2012, 20:54
6. Wenn jetzt...

..mir noch jemand verrät wozu das gut sein soll?
Die Amerikaner planen immer mehr Drohnen einzusetzen und wir machen die Drecksarbeit im Häuserkampf?
Oder ist das eine Vorbereitung um gegen aufmüpfige Europäer vorzugehen?

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kmgeo 21.06.2012, 08:00
7. Bonndorf war so schön...

das kleine Übungsdorf an der Kampftruppenschule hatte zwar weniger Häuser, aber man konnte genau dieselben Dinge üben (ich vergesse nie wieder die Annäherungsvariante "Durch den Bach mit Deckungsgruppe am Weiher"). Warum man allerdings eine Neue Stadt bauen muss, bleibt mir unverständlich: Es gibt genug Kleinstädte im Osten, deren Bewohner nur auf einen ordentliche Anreiz warten, abgesiedelt zu werden.

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onemanjooo 21.06.2012, 09:48
8.

@glaubblosnix: Der Häuserkampf wird nie aussterben. Ganz egal, ob die nächsten Kriege überwiegend von Drohnen oder IT geführt werden. Es wird immer zu Kontakt mit den Eingeborenen in Städten geben und von denen werden nicht immer alle den Soldaten friedlich gestimmt sein. Zudem kommt noch dazu, dass man niemals eine Stadt ohne die "mother green" einnehmen kann.

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eichenbohle 21.06.2012, 11:20
9. Könnte man viel billiger haben.

Zitat von sysop
Nicht nur ein neues Schießgelände, eine ganze Stadt bekommt die Bundeswehr. "Schnöggersburg" wird ab Herbst gebaut und soll ein Trainingsgelände für Auslandseinsätze werden. Und zwar ein europaweit einzigartiges.
Ich empfehle die menschenleere Stadt Prypjat in der Ukraine.

Dort sind alle Ausbildungsbedingungen schon vorhanden - inklusive ABC-Waffen-Schutzausbildung.

Die Häuser wie in einem Kriegsgebiet:
"Die Zwangsevakuierung zwischen dem 27. und 29. April 1986 hinterließ unaufgeräumte Wohnungen, in denen noch Puppen auf den Betten und aufgeschlagene Bücher auf Schreibtischen liegen, Bilder an den Wänden hängen und öffentliche Plätze, auf denen weiter Plakate zum damals geplanten Maifest hingen. Jetzt ist die Stadt ein wahrer kleiner Abenteuerspielplatz, wohlgemerkt mit trauriger Vorgeschichte."

Vier Wochen Ausbildung würden schon/vielleicht nicht schaden:
"Die Strahlung in Tschernobyl - Heute und in Zukunft
Auch wenn es schon viele nicht, beziehungsweise wenig verstrahlte Gebiete in der Zone um Tschernobyl gibt, sind auch heute noch weite Teile stark kontaminiert. Oftmals können für Menschen und Tier nur wenige Meter den Tod bedeuten. Gerade Wassertümpel oder Seen können mitunter stark kontaminiert sein, während die Vegatation schon 10 Meter entfernt gedeiht - und das wird noch lange so bleiben."
Tschernobyl Heute - Infos über Gegenwart und Zukunft der Zone - Tschernobyl-Info.de

Über die Nutzungskosten würde man sich mit der Ukraine schon einig.

Ach ja, nach 11 Jahren Nazi-Wehrmacht, 50 Jahre Übungsplatz der Sowjet-Armee, 18 Jahre Bundeswehrübungsplatz, kann man diesem Gebiet nun auch noch den Rest geben. Oder besser, den Menschen, die hofften nach 1990 entlich Ruhe in dieser sonst sehr schönen Region zu bekommen.
Colbitz-Letzlinger Heide

Und auch noch, wie ein Forist schon erwähnte - die Wüste:
Die Lüneburger Heide vollständig "entlauben" und als Wüstenübungsplatz nutzen. Ein paar Plastik-Öltürme und - Plastik-Rohrleitungen zur Simulation der Rohstoffsicherung würden schon genügen.

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