Forum: Politik
Deutsch-französische Syrien-Politik: Der schwierige Monsieur Macron
AFP

Präsident Macron trifft nächste Woche die Kanzlerin. Ein dringend notwendiger Besuch - denn Frankreichs Syrien-Pläne bringen die deutsche Außenpolitik in eine verzwickte Lage.

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gunpot 13.04.2018, 20:16
1. Ich bin höchst unzufrieden über diesen

Artikel, weil er weit davon entfernt ist zu differenzieren. Macrons rote Linie in Syrien geht nur ihn selbst an als Präsident einer nicht zu unterschätzenden Atommacht, die weltweit agiert, ja dazu sogar wegen seiner Überseeterritorien gezwungen ist. Bei diesem international power Play mit Atomraketen abgefeuert von U-Booten sind wir nicht dabei und werden es wohl auch niemals sein. Nun in diesem Zusammenhang zu sagen, dass seine innenpolitischen Reformen höchst unausgereift sind, das schlägt doch dem Fass den Boden aus. Macron macht nun endlich das, was er in seinem Wahlkampf versprochen hatte. Die Reform des öffentlichen Dienstes voran die Staatsbahnen und Air France. Soll der Staat wirklich nicht die nationale Eisenbahn privatisieren dürfen? Ist dort jemand wie auch immer eingestellt, dann darf er nicht mehr entlassen werden, selbst wrénn er monatelang nicht mehr am Arbeitsplatz erscheint? Macron, va avant; denn die jetzt streiken haben dich ohnehin nicht gewählt. Setze´um, was du den Franzosen versprochen hast! Im timing liegst du gut; denn du hast das Problem ohne Verzögerung angepackt, so dass es sicherlich nicht die in gut 4 Jahren stattfindende Präsidentenwahl beinflussen kann; denn bis dahin kann man schon die ersten Früchte der Reformen sehen.

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Flari 13.04.2018, 20:25
2.

Vielen Dank für diese übersichtliche Zusammenfassung.
Lediglich etwas kritisch sehe ich den Verweis der Proben/Fingerprints auf Gifte der Regierung, ohne zu schreiben, wie sehr sich deren Besitzverhältnisse geändert haben können.
Niemand kann wirklich sagen, welche Gruppierung wann in den letzten mehr als 5 Kriegsjahren in Syrien die Kontrolle über welche Waffenbestände, Chemiekanister und Herstellungswerke erlangt hat.

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j.cotton 13.04.2018, 20:33
3. der entzauberte Monsier

Macron kocht auch nur - wie alle anderen - mit Brackwasser und versucht - wie alle anderen - innenpolitischen Stillstand, wenn nicht gar versagen, mit außenpolitischer Härte, wenn nicht gar Kriegsrethorik zu ersetzen.
Traurig aber wahr: Das soll Europas Hoffnungsträger sein?

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querdenker1964 13.04.2018, 20:36
4. kühler Kopf -

oder nicht mehr Kopf in den Sand stecken und sich auf das moralisch hohe Ross des Pazifisimus setzen, Herr Severin? Wie wäre es einmal mit Gestaltungsinitiative zu zeigen statt Raute und Grimasseschneiden. Da haben die Franzosen wohl eine bessere Wahl getroffen......

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tomrobert 13.04.2018, 21:01
5. Der Autor hat völlig Recht!

Das geht sogar noch weiter: es stellt eine gemeinsame EU Außenpolitik bloß. Gut das Merkel klar von einer Nichtbeteiligung an militärischen Einsätze gesprochen hat!
Von allen Anderen hört man lautes Stillschweigen-.
Die EU scheint tot! Scheint ein Wirtschaftsverein zum Wohle der Großindustrie und der Banken.
Na dann-.

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flytogether 13.04.2018, 21:06
6. Frau Merkel ist nicht zu beneiden

Macron, der sich nicht zu blöd war, Trump mit allen Ehren und großen Pomp in Paris zu empfangen übt sich jetzt auch noch im militärischen Schulterschluss mit diesem Chaoten.
Der frühere Kanzler Schmidt bezeichnete die französische Diplomatie als eine ernstzunehmende Größe. Ob er diese Meinung heute auch noch vertreten würde?

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haresu 13.04.2018, 21:11
7. Ziemlich billig

Zuerst mal muss man doch feststellen, dass die deutsche Syrienpolitik nicht etwa klug ist sondern schlichtweg nicht vorhanden. Nichtstun ist nicht klug sondern einfach Nichtstun. Dass man keine gemeinsame Haltung mit Frankreich zusammen hat ist eher Produkt deutscher Indifferent als französischen Aktionismus. Macron zu unterstellen, er würde ein bisschen rumkommen um von seinen innenpolitischen Problemen abzulenken zeugt jedenfalls vor allem vom eigenen Zynismus.

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theodtiger 13.04.2018, 21:14
8. Was könnte erreicht werden?

Was soll denn mit Militäraktionen gegen Assad erreicht werden? Eine Verlängerung des Kriegs in Syrien und weitere Fluchtbewegungen Richtung EU Länder? Macron ist da schwer zu verstehen. Selbst wenn Assad hier Giftgas eingesetzt hätte, besteht keine Aussicht auf einen Regimewechsel. Eine deutliche Beteiligung verbietet sich schon deshalb, weil es die Teilnahme an einem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg wäre.

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carahyba 13.04.2018, 21:20
9.

Die Beteiligung Macrons, Frankreichs, an militärischen Aktionen muss bezweifelt werden, warum?
Die Flugzeuge sind in Jordanien und der VAR stationiert, aber sowohl, Jordanien als auch die VAR wollen nicht in einen Krieg verwickelt werden. Russland hat erklärt, dass es die Basen angreifen würde von denen Angriffe auf Syrien ausgehen würden.
Macron bräuchte die Genehmigung dieser Länder um von dort aus Angriffe starten zu können. Genehmigungen wird er dazu schwerlich erhalten.
Wir können gespannt sein, weil dem Kriegsgeschrei muss ja nun was folgen.

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