Forum: Politik Deutschland und Frankreich: Wie gut ist das Verhältnis beider Länder?
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Vom Erbfeind zum Verbündeten: Frankreich ist heute Deutschlands wichtigster Partner in Europa. Doch das gegenseitige Misstrauen überwanden die Länder nach dem Zweiten Weltkrieg nur langsam - mit Verträgen und großen Gesten. Wie gut sind die Beziehungen der Nachbarstaaten heute? Antworten
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#1 11.11.2009, 11:37 von Nadadora

Zitat von sysop
Vom Erbfeind zum Verbündeten: Frankreich ist heute Deutschlands wichtigster Partner in Europa. Doch das gegenseitige Misstrauen überwanden die Länder nach dem Zweiten Weltkrieg nur langsam - mit Verträgen und großen Gesten. Wie gut sind die Beziehungen der Nachbarstaaten heute?
Dank meines französischen Verehrers - prima!

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#2 11.11.2009, 11:54 von tzscheche

Unterscheidung

Man muss hier klar unterscheiden zwischen dem Verhältnis auf politisch-diplomatischer Ebene und dem landläufigen Verhältnis beider Völker.

Das demonstrativ hochgehaltene Privileg einer besonders tiefen Freundschaft, wie es Poliker beider Länder gerne (wenngleich manchmal etwas fadenscheinig) bemühen, spiegelt sich in der Wertschätzung der Bürger beider Länder nicht unbedingt wieder.

Kulturelle Klischees und historische Ressentiments existieren in beiden Ländern nach wie vor, gerade auch in den Grenzregionen wo es durch die Aufweichung der Grenzen ja viel Berührung untereinander gibt.

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#3 11.11.2009, 12:08 von Rainer Helmbrecht

Zitat von tzscheche
Man muss hier klar unterscheiden zwischen dem Verhältnis auf politisch-diplomatischer Ebene und dem landläufigen Verhältnis beider Völker.....
Ich habe seit über 40 Jahren rel. gute Kontakte mit Franzosen und habe davon auch 12 Jahre dort gelebt. Von irgendeiner Feindschaft habe ich nichts gemerkt. Hohlköpfe gibt es sicherlich auf beiden Seiten, aber ich habe schon mit fr. Nachbarn, aber auch mit dt., schon auf Politiker beider Länder geschimpft;o).

Die Sorgen sind auf beide Länder verteilt, da gibt es keinen Grund für Neid, oder Missgunst. Die Bürger, ich vermute das mal, ALLER Länder verstehen sich besser als die Politiker sich das vorstellen. Kriege zwischen beiden/allen Ländern werden von Politikern ausgelöst, nicht von normalen Bürgern. Die lassen sich aufhetzen, aber ich denke, dass das heute schwerer ist, als früher, hoffe ich zumindest;o).

MfG. Rainer

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#4 11.11.2009, 12:17 von sichreid

"Erbfeindschaften"..

... die gibt es normalerweise doch nur, wenn sie von der "Obrigkeit" indoktriniert werden.

Wer sich von Regierungen sagen läßt wer Freund oder gar Feind ist, dem ist nicht zu helfen.

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#5 11.11.2009, 12:29 von DJ Doena

Also hier im Grenzgebiet ist das Verhältnis eigentlich gut. Ich kenne keinen Elsässer, Lothringer oder Franzosen gegen den ich irgendwelche Antipathien hegen würde - und als Volk erst recht nicht.

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#6 11.11.2009, 12:30 von Elsässer

Ich lebe seit 10 Jahren in München und bin gebürtiger Franzose aus dem Elsaß.
Ich freue mich über die verstärkte Zusammenarbeit zwischen Franzosen und Deutschen, wenn auch diese meistens nicht Reibungslos abläuft.
Als Elsässer freue mich ganz besonders darauf, dass sich Frankreich endlich mal zu seinem "Großen" Nachbar bekennt.
Wie oft bin ich in "Zentral Frankreich" als "sale Bôche" beschimpft worden von meinen Landsleuten, als ich erwähnte, ich sei gebürtig aus dem Elsaß.
Dies hat mir sehr zugesetzt und irgendwann, wünschte ich mir sogar, dass das Elsaß bloß deutsch geblieben wäre, weil die Franzosen uns als Elsässer sowieso nicht akzeptieren wollten wg. unserer von Deutschland geprägten Kultur und Vergangenheit.
Gott sei Dank ist dies jetzt "Passé".
Auf zu neuen Ufern, Vive l´amitié Franco-Allemande.

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#7 11.11.2009, 12:30 von CaptainSubtext

Zitat von Rainer Helmbrecht
Kriege zwischen beiden/allen Ländern werden von Politikern ausgelöst, nicht von normalen Bürgern. Die lassen sich aufhetzen, aber ich denke, dass das heute schwerer ist, als früher, hoffe ich zumindest
Der Krieg ist ein Massaker von Leuten, die sich nicht kennen, zum Nutzen von Leuten, die sich kennen, aber nicht massakrieren. (Paul Valéry)
Insofern ist es gut, wenn Franzosen Freunde in Göttingen haben. Und umgekehrt.

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#8 11.11.2009, 12:44 von tzscheche

Feindschaft sicher nicht

Hallo Rainer,

Zitat von Rainer Helmbrecht
Ich habe seit über 40 Jahren rel. gute Kontakte mit Franzosen und habe davon auch 12 Jahre dort gelebt. Von irgendeiner Feindschaft habe ich nichts gemerkt.
von Feindschaft war bei mir auch keine Rede. Aber es ist auch nicht immer alles Gold, was glänzt.
Ich spreche mittlerweile ganz gut Französisch und werde nicht immer als Deutscher erkannt. Da kreigt man dann auch mal Dinge mit, die nicht unbedingt für deutsche Ohren bestimmt sind...

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#9 11.11.2009, 12:45 von Hans Bergman

Zitat von sysop
Vom Erbfeind zum Verbündeten: Frankreich ist heute Deutschlands wichtigster Partner in Europa. Doch das gegenseitige Misstrauen überwanden die Länder nach dem Zweiten Weltkrieg nur langsam - mit Verträgen und großen Gesten. Wie gut sind die Beziehungen der Nachbarstaaten heute?
Deutsche und Franzosen sind praktisch eine Einheit geworden, Kerneuropa sozusagen, seitdem die Bevölkerungen nicht mehr von kriminellen Politikern und anderen Schwachköpfen gegeneinander aufgehetzt werden.

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