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Die kurze Ära Martin Schulz: Traurig, nicht tragisch
REUTERS

In der Wahlniederlage bewies Martin Schulz Größe: keine Ausreden, die SPD geht in die Opposition. Er schwenkte um und verhandelte doch mit der Union. Mit dem Griff nach dem Amt des Außenministers besiegelte er sein Scheitern.

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prince62 10.02.2018, 16:03
1. Nicht nur Herr Schulz, der komplette Vorstand muß abtreten.

Ist ja alles völlig richtig, allerdings ist das Scheitern nicht alleine auf Herrn Schulze beschränkt, die komplette SPD_Führung stand zu 100% hinter ihm, die grinsenden und feixenden Gesichter nach der Koalitionsabsage der Damen und Herren hinter Herrn Schulz sind ja nachweisbar, außer dem Siggi, also muß jetzt auch der komplette SPD-Vorstand zurücktreten, aber pronto und ohne Ausnahme,

gescheitert ist also die SPD-Parteiführung, weil sie es nicht fertig gebracht hat, den vergifteten Geschenken der Frau Merkel zu widerstehen, Ämter, Posten und Pensionen sind halt immer nocham schönsten und für diese Clique das einzig wirkliche, was im Leben zählt.

Alles andere ist nur dummes Geschwätz, um uns Bürger, also den Urnenpöbel einzulullen.

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claus7447 10.02.2018, 16:03
2. Zu flach gesprungen

Man muss ja nicht mehr viel dazu sagen. M. S. fehlte von Beginn an an professioneller PR Berater, warum er dies entweder nicht hatte oder beratungsresistent war/ist - keine Ahnung. Deutschland ohne SPD? es wäre ein Trauerspiel, denn die Alternativen:
AfD: Rechtsausleger, mit Neuenazies gefüllt, ein Parteiprogramm dass fremdenfeindlich und asozial ist - und das nicht nur für Ausländer (ich denke die wenigstens LESEN!)
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Die Linke: wollen wir uns endgültig innerhalb der EU und Welt isolieren (NATO) und "wer soll das bezahlen?"
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FDP: die freien Kräfte des Kapitalismus - keine Regeln sonder mit Volldampf in die nächste Bankenkrise! und dann noch ... wie heißt der Vorsitzende ach ja LINDNER!
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Die Grünen: knappe Alternative, aber wofür steht heute GRÜN. in BW für Konservativ (schon fast CDU) und sonst verkannt - Warum eigentlich nicht Steuererhöhung für Leute über 250.000 Euro/Jahr? und weniger Lobbyismus?
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den Rest: geschenkt

CDU: Rückständig, erzkonservativ, Lobbyisten-durchdrungen - eigentlich muss man sich fragen: gibt es so viele Gutverdiener?

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tinosaurus 10.02.2018, 16:08
3. Trauerspiel

Eigentlich hätte er schon nach den letzten verlorenen Wahlen zurück treten müssen. Da habe ich auch mehr Unmut in der SPD erwartet, aber nun ist das Maß wirklich voll. Haltung bewahren und gehen, aber das können scheinbar nur wenige Volksvertreter. Kein Wunder, dass viele Bürger da nicht mehr mitkommen und Verständnis aufbringen können.

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logisch_konsequent 10.02.2018, 16:09
4. Wieso ist Schulz so "ehrlich"?

Schulz ist doch schon in Brüssel/Strassbourg vor laufender Kamera vor Journalisten weggrannt, als sie ihn fragten, ob er sich Sitzungsgelder erschlichen hat, und gar nicht an den Sitzungen teilgenommen hat. Das er in Deutschland auch keine Versprechen einlöst, wundert doch gar nicht mehr.

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ark95630 10.02.2018, 16:09
5. Tja

Tragisch ist höchstens die eigene Selbstüberschätzung des M.S., der getrieben von seiner Geltungssucht die Realität aus den Augen verloren hat. Und wer dann dann Vorstandskollegen wie die Ober-Loser Stegner und Schäfer-Gümbel und auch noch die Selbstdarstellerin A. Nahles neben sich hat, muß sich nicht über einen entsprechenden Absturz wundern.

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BettyB. 10.02.2018, 16:11
6. Er machte alles richtig, bis...

Als Schulz während der für die SPD, aber auch für Deutschland erfolgreichen Verhandlungen mit den Schwarzen entschloss, doch in die Regierung einzuziehen, machte er selbstverständlich einen grundsätzlichen aus rein persönlichen Gründen gefassten Fehler Er war damit die Partei nicht mehr tragbar, obwohl sich in der Vorstandsrunde niemand traute, die eigeneu Karriere mit der Ablehnung des Wunsches des Parteivorsitzenden zu begraben. Dass Schulz sich dabei zugleich entschloss, die meisterlich das Fremdschämen verursachende Nahles als künftige Parteivorsitzende zu installieren, war dabei der nicht einmal durch seinen persönlichen Ehrgeiz zu rechtfertigen weit grüßere Fehler, denn die Umsetzung dieses Entschlusses hätte zur Folge, dass die SPD für viele theoretisch vorhandenen gebildete Wähler nicht nur der Mittel- und Oberschicht faktisch unwählbar gewordean wäre. Mit Spannung kann man nun darauf warten, wie der Vorstand auf diese von Schulz gestellte Falle reagieren wird.

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rieberger_2 10.02.2018, 16:13
7. was für eine politische Beratung ?!

Ich weiß nicht, wie in einer Partei strategische Entscheidungen getroffen werden. Aber entweder ist M. Schulz beratungsresistent, oder seine Berater sind die größten Pfeifen, die dieses Land beschäftigt.
Mitleid - das wäre billig und hat er nicht verdient. Er hat kein Fettnäpfchen ausgelassen und steht verdient im Abseits.

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gerd0210 10.02.2018, 16:13
8.

Plan A: Er war mutig und ließ sich als Kanzlerkandidat aufstellen. Die SPD stand zu hundert Prozent hinter ihm. Dann kam die Wahl...

Plan B: Er ging in die Opposition, wahrscheinlich hoffte er auf Neuwahlen...

Plan C: Er leitete die Verhandlung zu einer neuen Groko und schlug sich selbst als Außenminister vor.

Plan D: ...ist noch nicht bekannt.

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hisch88 10.02.2018, 16:20
9.

""Der Bürokrat aus Brüssel (sich selbst und seinen Loyalen mit Geld gefüttert, Juncker gerettet). Der Buchhändler aus Würselen (der nur Schulden hinterlassen hast). Der verhinderte Fußballer. Der trockene Alkoholiker.""

Ich hatte sofort die Vita von Schulz gelesen, als er Vorsitzender der SPD mit 100% gewählt wurde. Da war doch schon klar, dass dies der komplette falsche Mann war und es hat mir Angst gemacht was der aus Deutschland machen würde, wenn er die Macht bekommen könnte.

Was dann kam, bis heute, war für mich unvorstellbar, aber nach der Vita auch absolut glaubwürdig ein hervorragender Redner, aber ein Versager im seinem beruflichen und handwerklichen Leben.

Populär wurde er doch nur, aus der Position eines Nichts im EU-Parlament, in dem Augenblick wo er Berlusconi Paroli gegeben und der ihm eine Schauspielrolle in Italien angeboten hatte.

Bin froh, dass er weg ist und jetzt an die SPD-Mitglieder, wählt für die GroKo, wir brauchen eine stabile Regierung.

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