Forum: Politik
Diplomatie in Afghanistan: Teherans seltsame Annäherung an die Taliban
REUTERS

Im Nahen und Mittleren Osten verschafft Iran sich immer mehr Einfluss. Doch im Nachbarland Afghanistan wird ein alter Feind wieder stärker: die Taliban. Verbündet sich Teheran deshalb mit den Extremisten?

Seite 1 von 3
jake_green 12.08.2017, 20:07
1. Hazara

Ich persönlich denke nicht das um Terrorunterstützung geht.
Der Iran möchte bestimmt erreichen, dass die Schiiten in dieser Region besser beschützt werden und die Taliban bitten sich dabei einfach als natürliche Verbündete gegen den IS in Afghanistan und Pakistan an.
Vielleicht bin ich auch nur naiv.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Ardashir 12.08.2017, 21:07
2.

Ich persönlich kann die Analyse des Artikels nicht nachvollziehen. Der Iran war immer der Gegner der Taliban. Die Taliban sind eine radikale sunnitische Terrororganisation, welche einst mit Hilfe Pakistans und Saudi-Arabiens aufgebaut wurden, um Afghanistan unter Kontrolle zu kriegen. Die Taliban definieren die Iraner als Ketzer, da diese Schiiten sind. Der Iran bekämpfte immer die Taliban, indem er damals zb. die Nordallianz in Afghanistan unterstützte. Die Taliban, welche vor 9/11 große Teile Afghanistans eroberten wurden von 3 Staaten anerkannt: 1. Pakistan, 2. die Vereinigten Arabischen Emirate und 3. Saudi-Arabien. 1998 eroberten die Taliban Mazar-i-Sharif, stürmten dabei die dortige iranische diplomatische Vertretung und ermordeten alle Diplomaten. Der Iran verlagerte daraufhin 70.000 Soldaten an die afghanische Grenze und es drohte ein iranischer Angriff. Nach 9/11 kooperierten iranische und US-Amerikanische Einheiten in Afghanistan (wenn auch nur inoffiziell) im Kampf gegen die Taliban.
Das sind alles Fakten, die man leicht nachlesen kann und die stark gegen jegliche Zusammenarbeit der Iraner mit den sunnitischen Terroristen der Taliban sprechen.
Der Iran hat seither insbesondere Warlords unterstützt, welche die Taliban bekämpfen. Dies ist in meinen Augen ein stabilisierender Effekt und wirkungsvoller als die Stationierung von ausländischen Truppen in Afghanistan. Was hat der Einsatz westlicher Truppen (oder zuvor sovietischer Truppen) in Afghanistan gebracht? Im Grunde nichts.
Fakt ist, dass der Iran der Gegenspieler zu den sunnitischen Terroristen geworden ist. Der Iran hat immer die Taliban bekämpft, ebenso die Al Kaida und auch die ISIS/Daesh. Gerade gegen Letztere war der iranische Einsatz oft entscheidend. Als damals die irakische Armee im Kampf gegen die ISIS/Daesh zusammenbrach drohte die wichtige kurdische Stadt Erbil an die ISIS zu fallen. Die Kurden riefen 3 Nationen um Hilfe: 1. die USA, 2. Die Türkei. 3. den Iran.
Die Iraner landeten nur zwei Stunden Später mit einem halben Dutzend Transportflugzeugen, beladen mit Waffen, logistischem Material und Militärberatern in Erbil. Die USA reagierten nach 24 Stunden mit Bombenangriffen auf die ISIS. Die Türkei reagierten überhaupt nicht.
Den Iran nun in die Nähe der von den Saudis finanziell unterstützten Taliban oder ISIS-Terroristen zu bringen, ist abwegig, wenn man die gesamte Historie der iranischen Politik gegenüber den sunnitischen Terroristen in Betracht zieht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
adal_ 12.08.2017, 21:36
3. Analyse vielleicht noch mal lesen

Zitat von Ardashir
Ich persönlich kann die Analyse des Artikels nicht nachvollziehen.... ...Den Iran nun in die Nähe der von den Saudis finanziell unterstützten Taliban oder ISIS-Terroristen zu bringen, ist abwegig, wenn man die gesamte Historie der iranischen Politik gegenüber den sunnitischen Terroristen in Betracht zieht.
Sie übersehen das entscheidende Detail. Taliban und IS betrachten sich nicht als Brüder im Geiste, sondern als Konkurrenten. Iran unterstützt das aus seiner Sicht kleinere Übel, die Taliban, um ein Erstarken des größeren Übels IS in Afghanistan zu verhindern.
Dies fällt dem Iran umso leichter als er mit den Taliban einen weiteren Feind gemeinsam hat: Die Amerikaner.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
gandhiforever 12.08.2017, 22:14
4. Annaeherung

Wenn man Terror das Wasser abgraben will, muss man nach Wegen suchen, miteinander auszukommen.

Das Bombardieren von Hochzeitgesellschaften und unbeteiligter Zivilisten fuehrt sicher nicht dazu.

Und dass Afghanistan und Iran Nachbarn sind, wird wohl niemand bezweifeln, auch dass man sich nicht fremd ist.

Die Gruendung der Taliban war eine Folge davon, dass die Regierung die kulturellen und religioesen Aspekte des Lebens dort missachtete, den Menschen ein fremdes System unterjubeln wollte, erst die Sowjets , dann die USA.

Was den Vorwurf , der LKW sei auf dem Gelaende der iranischen Botschaft geseyhen worden, erinnert mich das sehr an die erfundenen Vorwuerfe , die die Saudis und ihre Verbuendeten gegen Katar vorgebracht haben.

Es braucht Mut, eine Verstaendigung zu suchen, der Erfolg ist ungewiss. Gewiss ist aber, dass dieser Ansatz weit besser ist, als das unsinnige Bombardieren aus 10000 Metern Hoehe.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Ardashir 12.08.2017, 23:32
5.

Zitat von adal_
Sie übersehen das entscheidende Detail. Taliban und IS betrachten sich nicht als Brüder im Geiste, sondern als Konkurrenten. Iran unterstützt das aus seiner Sicht kleinere Übel, die Taliban, um ein Erstarken des größeren Übels IS in Afghanistan zu verhindern. Dies fällt dem Iran umso leichter als er mit den Taliban einen weiteren Feind gemeinsam hat: Die Amerikaner.
Es ist für den Iran irrelevant, ob die Taliban und die ISIS/Daesh sich als Konkurrenten betrachten. Der Spruch "Der Feind meines Feindes ist mein Freund" ist ein arabischer und kein iranischer.

Beide Terrororganisationen, sowohl die Taliban als auch die ISIS/Daesh (wie auch die Al Kaida) basieren auf die radikal-sunnitische wahabitische Auslegung des Islam. Ebenso Saudi-Arabien, was auch erklärt, warum die genannten Terrororganisationen große Geldsummen im Verlauf ihrer Geschichte aus Saudi-Arabien erhalten haben.
Dieser radikal-sunnitische wahabitische Islam steht in Konkorrenz zum iranisch-schiitischen Islam und umgekehrt. Die Wahabiten betrachten zudem die Schiiten als Ungläubige.

Daher können die Iraner gar keine Abstufung bei diesen Terroristen durchführen. Es gibt kein "kleineres Übel", sondern nur Terroristen, welche Iraner töten wollen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
vitoversace 13.08.2017, 00:49
6. Der Artikel macht keinen Sinn!

Dieser Beitrag is wirklich nur die persönliche Meinung des Autors ohne es auch nur im Ansatz begründen zu können.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mohsensalakh 13.08.2017, 00:57
7. Ein weiterer haltloser Kommentar von Hasnain Kazzim!

Ein in sich widersprüchlicher Kommentar, der wie so oft in seiner Einseitigtige Vermutung nicht zu übertreffen ist - das kennen wir all zu gute von Herrn Kazzim!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
adsoftware 13.08.2017, 01:23
8. Zuallererst sind die Taliban Afghanen

Wer weiss wie viele nach Deutschland eingereiste Afghanen Taliban sind? Wahrscheinlich niemnd. "Taliban" ist eine Definitionsfrage! Möglicherweise unterstützt der Iran die "Taliban" und der "Westen" ganz andere War Lords wie z.B. ISIS oder Al Quaida? Die Presse ist viel zu lahm, um den Beweis zu führen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
thequickeningishappening 13.08.2017, 03:35
9. Die Taliban wurden ursprünglich

als von den USA bewaffnete Gruppe von "Freiheitskämpfern" gegründet um die "boesen" Russen aus Afghanistan zu vertreiben! Der Iran hatte unter Führung des Schah (guter Diktator) die groesste Armee im Nahen Osten und war Die Regionalmacht!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 3