Forum: Politik
"Dreamer"-Ärger: Bürgermeister erklärt Chicago zur "Trump-freien Zone"
REUTERS

In den USA droht vielen Einwandererkindern die Abschiebung, weil Donald Trump ein Schutzprogramm aufgehoben hat. Chicagos Bürgermeister will das nicht hinnehmen - und bietet den Betroffenen seine Hilfe an.

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janvering@gmx.de 07.09.2017, 14:10
1. Guter Mann

Dieser Trump braucht Widerstand auf allen denkbaren Ebenen, sonst finden wir uns demnächst auf seinem Niveau wieder!

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flux71 07.09.2017, 14:25
2.

Cicago war die erste Stadt, die von Trump namentlich angegriffen wurde, wenn ich mich recht erinnere. Trump spaltet halt die Nation, wo er nur kann, auf welchen Ebenen auch immer.

Schon öfter wurde in Foren diskutiert, dass US-Städte mit ihren Befugnissen und Gestaltungsmöglichkeiten nicht mit deutschen Kommunen vergleichbar sind. Dennoch schätze ich, dass es nicht lang dauern wird, bis auch hier wieder das neublaue Donnerwetter über uns hereinbricht.

Was die Klagen anbetrifft: Es ist gut und richtig, dass sich aus der Zivilgesellschaft heraus Widerstand aus allen Ecken formiert. Dass Großkonzerne, Städte und Bundesstaaten gegen das vorgehen, was die Administration verzapft, zeugt von einem gesunden demokratischen Grundverständnis, das dem Präsidenten wohl abgeht. Bislang hat sich die Verfassung der USA ja durchaus als wehrhaft erwiesen, und auch hier stehen die Chancen wohl nicht so schlecht, dass sich die Trump-Gegner vor Gericht durchsetzen können.

Aber wie gerade gestern veranschaulicht wurde: "Was interessieren mich schon die Gerichte?" So oder so ähnlich hatte sich Trump ja eh schon geäußert. Zuspitzung folgt.

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denkdochmal 07.09.2017, 14:33
3. Bravo, Rahm Emanuel!

Ein hervorragendes Beispiel für alle Bürgermeister-Kollegen im Land und ein prima Anstoß für jene, die die USA als einen Trumpel-Staat ansehen, sich eines Besseren zu besinnen.

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Atheist_Crusader 07.09.2017, 15:02
4.

Zitat von denkdochmal
Ein hervorragendes Beispiel für alle Bürgermeister-Kollegen im Land und ein prima Anstoß für jene, die die USA als einen Trumpel-Staat ansehen, sich eines Besseren zu besinnen.
Das waren sie nie. Der Mann hat immerhin den Popular Vote um 3 Millionen Stimmen verloren.

Das Problem der USA ist weder dass alle Trump-Fans wären, noch dass alle ihn hassen würden. Sondern dass alle so fundamental gespalten sind. Wie es ein republikanischer Abgeordneter kürzlich ausdrückte: "He's an asshole, but he's our asshole.".

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josifi 07.09.2017, 15:14
5.

Zitat von ed.u.cator
Rahm Emanuel, ehemaliger Ballett-Tänzer und Sohn eines Mitglieds der zionistischen Terrororganisation Irgun, hat wahrlich grössere Probleme als Trump. Seine Reaktion zur DACA Entscheidung ist Augenwischerei angesichts der wirklichen Probleme in Chicago, für die Rahm Emanuel volle Verantwortung trägt (aber nicht Verantwortung übernimmt). In Bezug auf Kriminalitätsrate und Morde steht Chicago ganz oben auf der Liste aller amerikanischen Großstädte. Von Obama in 2008 zum "White House Chief of Staff" angeworben, dauerte Emanual's Karriere im Weissen Haus gerade mal zwei Jahre, in denen er auf Kollisionskurs mit Obamacare und mit linkslastigen Demokraten geriet. Sein nächster politischer Schachzug war die Wahl zum Bürgermeister von Chicago. Zu seinen "Erfolgen" zählen die Schließung von 50 öffentlichen Schulen (49 davon waren Grundschulen) in vornehmlich Latino- und Schwarzen-Gegenden, die größte Serie von Schulschließungen in der Geschichte Chicago's. Verbrechen in Chicago schnellte in die Höhe unter seiner Regierung. Er beschnitt die Löhne für Büchereiangestellte und schloss Kliniken für geistig Gestörte. In 2012 beschrieb Rahm Emanuel seine drei Top-Prioritäten als 1) Rentenversicherungs- und Pensionsreform, 2) Bau eines Casino's in Chicago und 3) gleiche Eherechte für gleichgeschlechtliche Partnerschaftsformen. Wie man sieht, weiss der Mann, was wirklich wichtig ist für Chicago... Rahm Emanuel's absolutes politisches Versagen hat dazu geführt, dass gerade mal 1/5 der Bevölkerung noch hinter ihm steht. Hintergrund war Emanuel's Weigerung, Schriftverkehr und Kommunikation zwischen ihm und seinen Mitarbeitern unter dem "Freedom of Information Act" offenzulegen. Rahm Emanuel Amtsgebaren ist zweifelsohne eine der größten Katastrophen für Chicago, nach dem grossen Feuer von 1871 und Al Capone's kriminellem Würgegriff. Daß er, der Traumtänzer, nun die "Dreamers" zu sich einlädt und dadurch einen weiteren Affront mit Trump provoziert, sollte niemanden mehr verwundern.
So schlimm kann´s nicht sein. Es ist immerhin seine 2. Amtsperiode (er wurde 2015 wiedergewählt), d.h. die Bürger von Chicago können nicht so unzufrieden sein...

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muellerthomas 07.09.2017, 15:15
6.

Zitat von ed.u.cator
In Bezug auf Kriminalitätsrate und Morde steht Chicago ganz oben auf der Liste aller amerikanischen Großstädte.
nö:
https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_United_States_cities_by_crime_rate

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sven2016 07.09.2017, 15:33
7.

Der Bürgermeister von Chicago ist schon öfter gegen Trumps unethische Erlasse vorgegangen. Als Früherer Berater von Präsident Obama weiß er um die Relevanz der Ausnahmeregelungen für integrierte Migranten und deren Kinder.

Trump zu stoppen dürfte unmöglich sein. Die einzige Hoffnung liegt in den Wahlen 2018 und einem deutlichen Absturz der Reps.

Das ist wohl auch der Grund, weshalb die Partei zurzeit am Rande der Trumppolitik herumeiert. Reine Taktik.

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derjoey 07.09.2017, 15:37
8. Die Vergessenen

Sagte nicht Mr. Trump in seiner Antrittsrede "The forgotten men and women of our country will be forgotten no longer"? Angesichts seines Umgangs mit den Dreamers wirkt dieses Versprechen mittlerweile wie eine Drohung.

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florian29 07.09.2017, 15:44
9. Ausgerechnet Chicago!

Die gefährlichste Stadt der USA, die auf allen Ebenen versagt. Mit der höchsten Mordrate unter allen Städten und in der Hand der Demokraten. Ich lache mich kaputt...

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