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Einigung in Minsk: Regierung und Rebellen vereinbaren demilitarisierte Zone in der Os
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Alle schweren Waffen müssen zurückgezogen werden: Die ukrainische Regierung und prorussische Rebellen haben sich auf eine Pufferzone im Osten des Landes geeinigt. Flugzeuge und Drohnen sollen das Gebiet nicht überfliegen dürfen

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Listkaefer 20.09.2014, 08:28
1. Eine miserable Lösung...

... für die Ukraine. Die Regierung gibt die Handlungsfreiheit in einem Teil des eigenen Landes auf! Die Region bleibt instabil. Verlogen wie die Russen bisher waren ist nicht damit zu rechnen, dass sie ihre Grenze überwachen. Bezeichnend, dass sie immer noch nicht eingestehen was alle wissen: Russisches Miltär in der Ukraine. Wie soll das Abkommen im russisch belagerten Mariupol umgesetzt werden? Durch Abzug der ukrainischen Truppen etwa? Das Ganze wird sich als Lug und Trug erweisen.

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giwdul 20.09.2014, 08:49
2. Pufferzone

das ist wieder einer der verlogenen tricks putins !!! allein putins interessen sind durchgesetzt, auf den wieder alle hereinfallen. was soll eine pufferzone mit rückzug schwerer waffen um 15 km bringen ? nichts - außer unfrieden und verarmung, kontrollen, erniedrigung,abwanderung. nirgendwo auf der welt hatten pufferzonen den gewünschten effekt, wenn sie nicht durch ein mandat der uno gedeckt sind.
damit sind die russischen terroristenführer durch verlogene doppelstrategien anerkannt und nun auch noch gedeckt! sie zerstören und entvölkern die region des donbass auf jahre. zum jubeln besteht kein anlaß sondern erst dann, wenn alle russischen terroristen mit ihren clans und helfershelfern die ukraine verlassen haben

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sardur 20.09.2014, 08:51
3. Da wundert man sich doch!

Wo Wahrheit und Lüge in diesem Konflikt liegen, weiss man ja schon lange nicht mehr aber zwei Dinge finde ich schon interessant: Erstens ist von ausländischen Kämpfern die Rede. Dass Russen da waren, ist ja klar, aber wer hat sich denn da noch so alles herumgetrieben? Zweitens erinnere ich mich, dass Russland immer auf Verhandlungen zwischen Kiew und den Separatisten gedrängt hat. Kiew hatte sich immer geweigert. Auf einmal geht es und es werden sogar Fortschritte erreicht. Moskau sprach auch von Anfang an von einem Autononomiestatus von Teilen der Ostukraine - lange Zeit ausgeschlossen durch Kiew. Inzwischen ist auch das Konsens zwischen den Konfliktparteien. Wenn die Russen jetzt also die Aggressoren sind, die ihr altes kommunistisches Großreich wiederherstellen wollen, warum setzt man jetzt ihre Vorschläge um?

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birdie 20.09.2014, 08:58
4. Die

kann auch als Erholungspause verstanden werden, in der die geschwächten Kräfte neu formiert und aufgerüstet werden. Die Arroganz, mit der Russland selbstherrlich einen weiteren Konvoi in die Ukraine einfahren lässt, ist der Beweis dafür, dass Herr Putin seinen Kurs auf "Neurussland" unbeirrt beibehält.

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Neapolitaner 20.09.2014, 09:35
5. Taktischer Punktsieg für Putin

Wenn ich auf seiner Seite stünde, müsste ich ihm gratulieren.

Er hat einen Waffenstillstand zu seinen Bedingungen bekommen. Und Poroschenko hat die Vorgaben des Westens, nämlich keine militärische Unterstützung zu leisten, umgesetzt. Er hatte keine andere Wahl, er hat sich dem internationalen Druck gebeugt.

Putin hingegen hat nun alle Optionen offen. Jederzeit kann eine Offensive in der Ukraine wieder aufgenommen werden. Er kann aber auch an anderer Stelle, z.B. im Baltikum, initiativ werden.

Die eig. Herausforderungen stehen der EU bzw. dem "Bündnis" noch bevor. Auf die Wirkung der Sanktionen sollte man nicht hoffen. Wie sieht es denn nun mit der Gasversorgung Europas im Winter aus? Polen, Slowakei u.a. sowie der Süden Europas sind von den Gaspipelines, die durch die Ukraine laufen, abhängig.

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helios2.0 20.09.2014, 09:36
6. Zwei Seiten einer Medaille

Ein Waffenstillstand und die Bereitschaft zu einer friedliche Lösung der Krise sind ein gewaltiger Fortschritt. Jedoch wird auf Dauer gerade der autonome Status des Donbass noch für viele Probleme sorgen. Moskau schafft sich damit ein Einfallstor in die Ukraine, wie es bereits mit Transnistrien, Abchasien oder Südosetien geschehen ist. Von der völkerrechtswidrigen Annexion der Krim (UN-Resolution A/68/262) ganz zu schweigen.

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Jan-Christian_Lewitz 20.09.2014, 09:40
7. Russlands Sicherheitsinteressen müssen beachtet werden

Frieden funktioniert nur dauerhaft, sofern die Sicherheitsinteressen aller Beteiligten beachtet werden.

Die Ukraine als "Failed State" war dazu auf dem eigenen Territorium nicht in der Lage.

Die weiteren Mitspieler NATO, EU, Russland müssen die jeweils eigenen Ambitionen zurückstellen.

Die Geschichte der vergangenen ca. 30 Jahre zeigt, dass Russland (am Anfang die Sowjetunion) in einer Phase der Schwäche mehr und mehr zurückweichen musste, während sich NATO und EU nach Osten ausgedehnt haben. Russlands Sicherheitsinteressen sind dabei unbeachtet geblieben.

Die Ukraine darf nicht Mitglied von NATO oder EU werden. Das werden am Ende auch die Ukrainer verstehen müssen. Auch die EU hat Sicherheitsinteressen, die lassen eine EU Mitgliedschaft der Ukraine nicht zu.

Gute Beziehungen zu Russland sind wichtiger.

Die Sicherheitsinteressen der bisherigen NATO-Mitglieder werden nicht in Frage gestellt.

Die Sicherheit der Ukraine muss durch eine NATO-EU-Russland-Vereinbarung diplomatisch gelöst werden.

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giwdul 20.09.2014, 09:42
8. Keine Lösung

....... und Brüssel ist dank Merkels sogenannter ebenfalls verlogener Doppelstrategie vor Putin mal wieder eingeknickt. Das wirft die Ukraine um ein weiteres Jahr erheblich zurück und die Destabilisierung und die Aufweichung des EU-Abkommens schreitet munter fort Militärisch wird Putin an allen Fronten weiter Druck machen bestärkt durch Beschönigung der Situation durch sogeannte Experten in den TV-Sendern. Auf der Strecke bleiben die Menschen, denen nichts anderes übrig bleibt und was dringend zu empfehlen ist so schnell wie möglich die Region zu verlassen.. Putin wird nun seine Baubrigaden in die besetzten Gebiete schicken nach dem Motto: schaut her ich baue euch alles wieder auf und mache es "besser". Auch seine verdeckten Militärs werden weiter wirken und aufrüsten. Wer an Rückzug und den gutren Willen der Terroristen glaubt ist von vorgestern. Das Gegenteil wird der Fall sein, Aufrüstung und Postionierung neuer Truppen. Deshalb ist der westloche Presse- und Politiker-Hype dumm. Wie sollen unter diesen dubiosen Bedingungen und Landnahme und ohne Grenzen zu Rußland Parlamentswahlen durchgeführt werden ? Diese Pufferzone ist wieder eine der Lügen Putins wie sein ganzer sogenannter Friedensplan. Gewonnen haben nun er und seine von ihm eingesetzten Vasallen und Terroristen. Ein Armutszeugnis westlicher Dipkomatie.
Im übrigen nützt eine jeweils 15 km breite Pufferzone mit der heutigen Waffentechnik absolut nichts, ebenso ein Flugverbot in der Pufferzone - das ist ja lachhaft. und eine Überwachung durch OSZE Zivilisten deshalb völlig unrealsitisch und ausgeschlossen.

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msvanessacheng 20.09.2014, 10:12
9.

Endlich haben die Nationalisten geschnallt, dass sie diesen Konflikt militärisch nicht lösen können. De facto gehört der Osten nicht mehr zur Ukraine, es gibt jedoch gute Aussichten für eine Föderation wie die Schweiz oder Russland. Dann könnte man diese Gebiete wieder zurück gewinnen.

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