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Einigung in München: Syrien-Konferenz will Feuerpause binnen einer Woche erzielen
DPA

In München verhandeln 17 Staaten über eine Lösung des Syrienkriegs, nun melden Teilnehmer erste Erfolge: Sie haben sich auf einen ambitionierten 3-Punkte-Plan geeinigt. Es soll weniger Gewalt und mehr Hilfslieferungen geben.

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Beetulli 12.02.2016, 09:08
1. Harald Kujat ist zuzustimmen...

solange Assad mit dem Rücken zur Wand stand und moderate und nichtmoderate Terroristen Städte beschossen haben, hätte seitens des Westens keiner ernsthafte Verhandlungen begonnen, denn "zuerst muss Assad weg". Und wie sich die golfarabische Mischpoke die Zukunft Syriens vorstellt, dürfte noch für verwunderte Augen bei den selbsternannten Wahrern der Menschenrechte sorgen.

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christiewarwel 12.02.2016, 09:12
2. Sehr gut

wird sich der IS sagen, und die Hände reiben. Endlich eine Verschnaufpause!

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nihiltimeo 12.02.2016, 09:13
3. Kujat

Eine Stimme der Vernunft !

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Fleckensalz 12.02.2016, 09:14
4. Wenn es TATSÄCHLICH um Humanität geht.

Wie wäre es denn, wenn man der "Freien Syrischen Armee" vorschlagen würde sich aus Alleppo zurück zu ziehen ? Ein Waffenstillstand für den Abzug dieser Truppen.... Die "Humanität" wird doch in Wirklichkeit nur vorgeschoben um ganz andere Ziele und Interessen durchzusetzen.

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epiktet2000 12.02.2016, 09:21
5. Fragen bleiben

Nach Aussage General Kujats liegt Aleppo wie ein Sperrriegel zwischen syrischer Armee und dem IS. Wenn jetzt weiterhin die Stadt von den sogenannten oppositionellen Milizen gehalten wird, dann wird die syrische Armee wohl kaum direkt den IS angreifen können. Wie soll ich denn das einordnen? Unterstützt der Westen den IS, indem er die oppositionellen Milizen unterstützt? Warum sagt Steinmeier nichts Konkretes dazu? Warum nur Sprechblasen wie "Syrien versinke weiter in Gewalt und Chaos" oder so ähnlich?

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chiefseattle 12.02.2016, 09:30
6. Verhandlungen

17 Staaten verhandeln aus einer 'Koalition' von 28. Allerdings ist die Beteiligung aus Syrien sehr gering. Klingt nicht sehr überzeugend.

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raro 12.02.2016, 09:31
7. konkreter

bitte,
wo sitzt Al-Nusra,
aus welchen Gruppen besteht die "moderate" Rebellion, wie agieren diese, und vor allem wer! unterstützt diese und hat einfluss sie zu einer Feuerpause zu bewegen? SA und Türkei und USA?
Na ja, wenns schief geht stehen die Schuldigen bereits fest. Assad und Russland.

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infox3000 12.02.2016, 09:35
8. Das Beste an dem Plan:

Russland hat dem rückgratlosen Westen eine perfekte Beruhigungspille verpasst: wie Außenminister Lawrow erklärte, betrifft die zu schließende Feuerpause weder IS, noch AL-NUSRA, noch weitere grosse Terrorgruppen. Bedeutet: Wenn Kerry, Steinmeier & Co. glauben, die syrisch-russische Offensive damit zum Stehen zu bringen - wie seinerzeit die vertrauensseligen Serben im Jugoslawienkrieg -, haben sie sich ganz tief geschnitten. Geredet wird nur mit der rein politischen (inneren) Opposition in Syrien und nur um das Prozedere des politischen Prozesses nach dem Krieg. Die importierten islamistischen Halsabschneider dagegen bekommen die verdiente Quittung für ihre Untaten der letzten 4 Jahre. Ihnen winkt alles mögliche, nur kein Platz am Verhandlungstisch. Stattdessen vielleicht eine wesentlich "lukrativere" Perspektive: nachdem sie sich in Frauenkleidern über die türkische Grenze geschlichen haben, werden sie von der gutmenschelnden Frau Merkel fürsorglich als hilflose Bombenopfer des blutrünstigen Diktators Assad bei uns aufgenommen.

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mundi 12.02.2016, 09:45
9. Gemäßigte Rebellen und friedliche Demonstranten

Zitat von Beetulli
solange Assad mit dem Rücken zur Wand stand und moderate und nichtmoderate Terroristen Städte beschossen haben, hätte seitens des Westens keiner ernsthafte Verhandlungen begonnen, denn "zuerst muss Assad weg". Und wie sich die golfarabische Mischpoke die Zukunft Syriens vorstellt, dürfte noch für verwunderte Augen bei den selbsternannten Wahrern der Menschenrechte sorgen.
Unsere Medien wurden im Kampf gegen Assad gleichgeschaltet.
Die sogenannten gemäßigten Rebellen wurden als Heilsbringer bezeichnet.
Dabei begann das Töten, als "friedliche" Demonstranten auf Polizisten schossen.
Trotzdem gab es nur solche Schlagzeilen, wie "Assad bombardiert die eigene Bevölkerung".
Dabei bombardieren westliche Flugzeuge seit Jahren zivile Siedlungen, die als IS-Stützpunkte umschrieben werden.
Der Gasangriff wurde sofort Assad zugeschrieben. Er wollte vermutlich gerne Obamas Rote Linie überschreiten.

Plötzlich, nach 4 Jahren, sollten die Waffen schweigen, kurz bevor Syrien seine Souveränität zurückerlangt.

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