Forum: Politik
Einwanderung: Ein deutscher Traum
DPA

Warum nicht mal zur Abwechslung positiv denken? Durch Einwanderung könnte Deutschland zum neuen, besseren Amerika werden. Wir müssten uns nur von lieben Gewohnheiten verabschieden - zum Beispiel vom Sozialstaat, wie wir ihn kennen.

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Knackeule 09.07.2018, 16:12
1. Satire ?

Satire-Beiträge sollten auch als solche gekennzeichnet werden, damit unbedarfte Leser sie nicht mit ernst gemeinten Beiträgen verwechseln !

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xxbigj 09.07.2018, 16:17
2.

Danke! Endlich mal wieder einen Bericht zu lesen, welcher nicht vor Hass sprüht. Toll! Meine Lieblingstelle: "wenn der Preis für unseren Sozialstaat die Toten im Mittelmeer sind, ist er es nicht wert."
Und eben nur das zählt!! Nicht irgendwelche Subjektiven Argumente etc.. Hier geht es um Menschenleben. Diese Welt gehört uns allen! Und nicht nur ein einigen. Wer so nicht leben will, hat die Welt nicht verstanden!

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melnibone 09.07.2018, 16:17
3. Natürlich würden wir sofort ...

und perfekt zu einem neuen und noch viel viel besseren Amerika werden können.
Wir wissen doch: ... wir schaffen Alles.
Die Deutschen schaffen einfach alles ... von der Mietpreisbremse bis zum Fliegenschiss-Geschichtsverklärung.
Und wenn wir dann noch ein Waffengesetz ala USA hätten ... würden wir noch viel mehr schaffen.

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LuBu 09.07.2018, 16:19
4. Details?

Netter Artikel, der es sich allerdings etwas (zu) einfach macht, indem er einfach auslässt, wie dieser 'alternative' Sozialstaat denn aussehen soll.

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ditta 09.07.2018, 16:22
5. Das Träumen wird Ihnen vergehen,

lieber Herr Augstein, denn die Einwanderungsgeschichte der USA, auf die sich sich beziehen, scheint Ihnen fremd zu sein.
Wenn Ihnen zur Traumwelt noch einige junge selbstbewußte, gewandte, aber mit unserer Industriekultur leider nicht vertraute Flüchtlinge ohne Schulabschluß aus Afrika oder dem Orient fehlen, laden Sie einige in Ihre Domizile ein und üben Sie mit Ihnen schon mal immer Alltagskultur und Arbeitsethos. Wenn Sie dann nachhaltige und belastbare Erfolge zeitigen können, reden wir weiter!

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Robert_Rostock 09.07.2018, 16:22
6. Spannend.

Das sind ja mal interessante Gedanken.
Wer den Sozialstaat abschaffen will, ist Linker. Wer ihn verteidigen will, ist Rechter.

Mal ganz abgesehen davon, dass Augstein zwar im Teaser den Abschied vom Sozialstaat, wie wir ihn kennen, erwähnt, das aber später im Text in keiner Weise konkretisiert.
Wovon sollen wir uns denn alles verabschieden? Rente? Krankenversicherung? Sozialhilfe? OK, die Abschaffung von Hartz IV wurde zwar seit dessen Einführung von den Linken gefordert, aber bestimmt nicht in diesem Sinne.

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Bondurant 09.07.2018, 16:22
7. Chapeau

Aber man kann das Argument auch umdrehen und den Rechten Recht geben: weil sich die Einwanderung nicht mit dem bisherigen Sozialstaat verträgt, entscheiden wir uns für die Einwanderung und für einen anderen Sozialstaat.

Das lässt sich moralisch begründen: wenn der Preis für unseren Sozialstaat die Toten im Mittelmeer sind, ist er es nicht wert.


Endlich mal ein Linker, der wirklich Klartext spricht. Tja, darauf läuft es hinaus, und nicht den Ponyhof für alle, den Baerbrock unnd Habeck halluzinieren. Mal sehen, wie viele Unterstützer der Kolumnist für diese richtige Einsicht bekommen wird.

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peter.gruebl 09.07.2018, 16:23
8. Das komische Land Libyen

Libyen ist eines der merkwürdigsten Länder der Welt. Es scheint vom Niger aus gesehen wie der Weg ins Paradies und vom Mittelmeer aus wie der Weg in die Hölle, in die man auf keinen Fall jemanden zurück schicken kann.

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zeichenkette 09.07.2018, 16:23
9. Das Trennende zu betonen...

ist halt politisch profitabel: So kann man Menschen unter Ausnutzung niederster Instinkte dazu bringen, das Denken einzustellen und vor lauter Angst die an die Macht zu spülen, die ihnen einfache Lösungen versprechen. Dabei haben trotz aller Unterschiede Menschen der verschiedensten Kulturen immer noch viel mehr gemeinsam als sie trennt. Wer regelmäßig mit anderen Menschen arbeitet und Alltag zusammenlebt, erfährt das auch ganz selbstverständlich. Wo das aber nicht der Fall ist, bestimmt die mediale Vermittlung von Ausnahmen und schlechten Nachrichten aber die Wahrnehmung, während das Korrektiv des gelebten Alltags nicht nur kaum vorkommt, sondern aus Angst dann sogar bewusst vermieden wird. Aber ja, dass das ausgerechnet in Deutschland, das ja eine Republik deutscher Länder ist und sich aus etlichen deutschen Völkern zusammensetzt, so schwer zu vermitteln ist, stimmt einen schon eher pessimistisch. Wenn Friesen und Bayern und Rheinländer und Sachsen ein Land und eine Nation sein wollen, dann passen Syrer da meiner Erfahrung nach auch noch problemlos zwischen... aber diese Erfahrungen muss man natürlich erstmal machen. Wer nämlich nur seine eigene lokale Kultur kennt und die irrtümlich für "typisch deutsch" hält, der hat damit natürlich große Probleme.

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