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EU-Austritt: Brexit-Verhandlungen verfehlen erstes Etappenziel
REUTERS

Kein ausreichender Fortschritt: Chefunterhändler Barnier wird der EU nicht empfehlen, die zweite Phase der Brexit-Verhandlungen zu starten. Bei wichtigen Fragen herrsche Stillstand.

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svogt28 12.10.2017, 13:37
1. Hahaha,

der NAFTA beitreten, das ist ja der Witz des Jahrhunderts!

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xees-ss 12.10.2017, 13:40
2. Die Briten spielen auf Zeit

Und wenn es zum Schluß dann Hektisch wird, gibt es Nachtrunden in der Hoffnung dass alles gut wird für die Briten. Nur diesmal dürften sie sich verzockt haben, es gibt fast kein Druckmittel wie früher als Sonderregelungen gefordert wurden.
Dies wird ein kalter Brexit werden.

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Neapolitaner 12.10.2017, 13:48
3. "Harter" Brexit am einfachsten

Wenn man gar nichts verhandelt, braucht man auch nach innen nichts abzustimmen. Das dürfte ein zentrales Problem der May-Regierung sein - denn alle verstehen unter Brexit etwas anderes; und Einigen scheint ein Brexit nur als "möglichst hart" akzeptabel zu sein. Einige glauben auch, GB säße am längeren Hebel. Der Vorschlag, dem Jahr 2019 eine 2-jährige Übergangsphase folgen zu lassen, wird als großzügiges Zugeständnis an die EU gewertet. Man kann unter diesen Umständen der EU nur empfehlen, zuzuwarten; eventuell fällt den Briten ja doch noch etwas ganz Anderes / völlig Neues ein.

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nenntmichishmael 12.10.2017, 13:48
4. Globaler Handel?

Klar können die Briten auch NAFTA beitreten (wollen). Ob die US-Amerikaner, Kanadier und Mexikaner sie aufnehmen wollen, steht auf einem anderen Blatt. M.W. stocken gerade die NAFTA-Neuverhandlungen, die Trump erzwungen hat, und es wir jetzt über separate bilaterale Deals nachgedacht. Dass einfach so jemand dazustößt und dann die NAFTA-Bedingungen einfach übernimmt, ist ja schon nicht mal mehr als Wunschdenken zu bezeichnen. Im Bereich WTO und Landwirtschaft lehnen es die USA ab, die bisherige Quote für zollfreien Handel mit EU-Produkten zwischen Großbritannien und der EU27 aufteilen zu lassen. Es läuft für die Briten also nicht nur in den Verhandlungen über die Brexit-Modalitäten nicht rund. Aber Boris Johnson hat ja schon angekündigt: Wenn alle Stricke reißen, dann könnte man auf den Weltmärkten ja noch mehr britische Premium-Produkte wie Whisky und Haggis verkaufen. Zum Beispiel in Indien. Wenn man das Zeug da will. Und natürlich nur solange, wie die Herstellerregion Schottland noch selbst bei Großbritannien bleibt... Mal ehrlich, was die Regierung in London seit letztem Jahr veranstaltet, ist ein solches dilettantisches Schmierentheater, dass es nicht zu glauben ist. Wenn die politische Klasse dort es irgendwann noch lernt, dann wohl leider nur auf die ganz harte Tour.

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Namal 12.10.2017, 14:06
5.

Zitat von svogt28
der NAFTA beitreten, das ist ja der Witz des Jahrhunderts!
Was ist daran jetzt so witzig?

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PaulchenGB 12.10.2017, 14:09
6. GB kann doch auf den Tisch legen was es will

Alle Vorschläge werden lapidar als unzureichend bewertet. Von Barnier kommt immer nur: no, no, no. Verhandlungen sehen doch eigentlich anders aus, wenn beide Seiten ein Interesse an einer weiteren Zusammenarbeit haben. Der Brexit ist seitens der EU27, also Deutschland und Frankreich, nicht gewollt, insofern ist der einzig akzeptable Kompromiss seitens der EU27: GB soll einen Blankoscheck ausstellen und sich weiterhin dem EuGH unterwerfen. Es läuft derzeit auf einen harten Brexit hinaus, darauf sollten sich alle Beteiligten einstellen. Es wird dann unmittelbare Vor- und Nachteile geben für beide Seiten, aber was in 5 Jahren sein wird, weiß niemand, außer die Kommentatoren, die GB sowieso den Rückfall ins Mittelalter wünschen.

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Atheist_Crusader 12.10.2017, 14:14
7.

Zitat von Neapolitaner
Wenn man gar nichts verhandelt, braucht man auch nach innen nichts abzustimmen. Das dürfte ein zentrales Problem der May-Regierung sein - denn alle verstehen unter Brexit etwas anderes; und Einigen scheint ein Brexit nur als "möglichst hart" akzeptabel zu sein. Einige glauben auch, GB säße am längeren Hebel. Der Vorschlag, dem Jahr 2019 eine 2-jährige Übergangsphase folgen zu lassen, wird als großzügiges Zugeständnis an die EU gewertet. Man kann unter diesen Umständen der EU nur empfehlen, zuzuwarten; eventuell fällt den Briten ja doch noch etwas ganz Anderes / völlig Neues ein.
Die britische Regierung hat ja schon wiederholt die mangelnde Kreativität der EU zu neuen Lösungen beklagt. Gemäß London liegt es also in Brüssels Verantwortung herauszufinden wie sie die selbst eingebrockte Suppe wieder auslöffeln können.

Die EU soll die Briten ruhig machen lassen. Fair bleiben, vereinbarte Regeln einhalten, aber keinen extra Aufwand um den briten zu schaden - das schaffen die schon ganz gut selbst. Klar wird man uns die Schuld geben wenn dann am Ende kein gutes Ergebnis rauskommt, aber das wäre ja in jedem Fall passiert.

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SWK 12.10.2017, 14:15
8. Der Witz der Woche!

Zitat von Namal
Was ist daran jetzt so witzig?
Das hier: https://www.nytimes.com/2017/10/11/business/economy/nafta-trump.html?hp&action=click&pgtype=Homepage&clickSo urce=story-heading&module=first-column-region&region=top-news&WT.nav=top-news. Der Brüller! Have big fun with "Trump’s Tough Talk on Nafta", dear Britons.

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hle 12.10.2017, 14:18
9. Ja, wieviel ist es den nun ... und für was?

zwischen 60 und 100 Milliarden. Entschuldigung, aber das klingt so, als ob die EU27 selbst nicht so richtig wissen, wie hoch es denn nun wirklich ist. Und warum zitiert man immer Barnier, nicht aber DD? Liest man sich seine Aussagen durch, dann geht es wohl aktuell "nur" um die Rechte & Pflichten der EU-Bürger in UK und andersrum. Zugang zum EU-markt wird da überhaupt nicht mehr erwähnt - entweder das ist ein gutes Zeichen und man hat sich bei der Wirtschaft auf eine Lösung abgestimmt, oder damit hat man noch gar nciht angefangen zu verhandeln (was ich mir schwer vorstellen kann).

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