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EU-Austritt Großbritanniens: Die Brexit-Verhandlungen gehen in die zweite Runde
AP

Die erste Runde war noch ein freundliches Abtasten, nun geht es um Inhalte: Die EU hat für diese Woche drei Top-Themen ausgemacht - und scheint dabei auf längere Verhandlungen und einigen Streit vorbereitet zu sein.

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omanolika 17.07.2017, 07:37
1. Die drohende Diät?

Das Abtasten ist endgültig vorbei,
denn man ist jetzt einfach so frei,
sich da bei den kleinsten Dingen,
ja hinzugeben dem zähen Ringen,
bei den nun schwierigen Themen,
und den sich daraus ergebenden Problemen.

Da geht es um Grenzen, Rechte und Pflichten,
aber eigentlich könnte man erzählen Geschichten,
von einem wirklich wunderschönen Vergleich,
mit nem glanzvollen und beliebten Königreich,
das leider irgendwann halt tatsächlich meinte,
dass man ihm, nach dem Austritt hiterherweinte...

Mit der "Rosinenpickerei",
ist es für die Briten vorbei,
denn bald kommt die Diät,
in Form der harten Realität...

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tomgb 17.07.2017, 08:15
2.

Wieder ein Artikel der viele Kommentare ueber die "boese" EU auslösen duerfte. Als EU Buerger in GB erwarte ich dass die EU hart fuer die Rechte ihrer Buerger verhandelt. Hat nichts mit Erpressung oder Wichtigtuerei zu tun, sondern war fuer mich Bedingung fuer den Umzug nach GB. Inzwischen habe ich Frau (erwerbstätig) und Kinder. Was wenn es mein Job erfordert nach DE zu ziehen? Was heißt das fuer meine britische Partnerin? Kann sie dort arbeiten? Koennen wir später wieder zurück "nach Hause". Viele nicht-Briten packen hier wegen der Unsicherheit zusammen. Hier geht es um Menschen, nicht nur um abstrakte Prinzipien.

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marcaurel1957 17.07.2017, 08:15
3.

Zitat von ichsagwas
An diesen ganzen Forderungen sieht man, was für eine Erpressergemeinschaft die EU ist. Mitgefangen, mitgehangen. Kleinere Länder können gar nicht austreten, sie würden .....
Man "erpresst" also, dass die Briten die EU Bürger anständig behandeln sollen....?
Man "erpreßt" also, dass die Briten ihre schriftlich fixierten Verpflichtungen einhalten..."

Sie haben eine merkwürdige Auffassung von Fairness!

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as@hbx.de 17.07.2017, 08:22
4. Sie könnten mal damit anfangen zu erklären,

Zitat von ichsagwas
An diesen ganzen Forderungen sieht man, was für eine Erpressergemeinschaft die EU ist. Mitgefangen, mitgehangen. Kleinere Länder können gar nicht austreten, sie würden ökonomisch sofort zusammenbrechen (siehe z.B. Griechenland). Die Zentrale in Brüssel will jetzt an den Briten ein Exempel statuieren, damit auch größere Volkswirtschaften so eingeschüchtert werden, dass sie einen eigenständigen Weg gar nicht erst ins Kalkül ziehen werden.
welcher der Verhandlungspositionen "Erpressung" sein soll. Etwa, dass EU-Bürger in ihren Rechten geschützt werden sollen oder GB selbstverständlich die eingegangenen Verpflichtungen übernehmen soll oder das über eine möglichst offene Grenze GB/NI verhandelt werden soll. Aber Hauptsache "ichsagwas", und wenn es Hetze gegen die EU ist.

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der-junge-scharwenka 17.07.2017, 08:26
5. Wohlverstanden

Zitat von ichsagwas
An diesen ganzen Forderungen sieht man, was für eine Erpressergemeinschaft die EU ist. Mitgefangen, mitgehangen. Kleinere Länder können gar nicht austreten, sie würden ökonomisch sofort zusammenbrechen (siehe z.B. Griechenland). Die Zentrale in Brüssel will jetzt an den Briten ein .....
Genau so ist es! Es geht darum, den Mitgliedern der EU zu zeigen, dass der Weg aus der Gemeinschaft zwar möglich ist, er aber den Verlust aller Vorteile bedeutet, die die Gemeinschaft bietet. Ich kann daran beim besten Willen nichts Verwerfliches erkennen. Die EU macht ganz einfach ihren Job. Und genau das erwarte ich von ihr.

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torflut 17.07.2017, 08:29
6. immer langsam

Das Thema "Austritt" wird uns nun über Jahre begleiten. Und natürlich wird es Einigungen geben und natürlich wird es Gewinner und Verlierer geben. Aber UK wird nicht von der Landkarte verschwinden und als ständiges Mitglied des UN-Sicherheitsrates auch weiter eine gewichtige weltpolitische Rolle spielen. Die Schweiz gibt es schließlich auch. Mitten in Europa und nicht in der EU.

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emo.alberich 17.07.2017, 08:33
7.

Zitat von tomgb
Wieder ein Artikel der viele Kommentare ueber die "boese" EU auslösen duerfte. Als EU Buerger in GB erwarte ich dass die EU hart fuer die Rechte ihrer Buerger verhandelt. Hat nichts mit Erpressung oder Wichtigtuerei zu tun, sondern war fuer mich Bedingung fuer den Umzug nach GB. Inzwischen habe ich Frau (erwerbstätig) und Kinder. Was wenn es mein Job erfordert nach DE zu ziehen? Was heißt das fuer meine britische Partnerin? Kann sie dort arbeiten? Koennen wir später wieder zurück "nach Hause". Viele nicht-Briten packen hier wegen der Unsicherheit zusammen. Hier geht es um Menschen, nicht nur um abstrakte Prinzipien.
Ob Ihre britsche Frau bei einem Wohnortswechsel nach Deutschland mit Ihnen mitkommen darf, ist keine Frage des britischen Rechts, keine Frage des Brexit-Rechts, sondern ausschliesslich eines des EU-Rechts, bzw. der deutschen Zuwanderungsbestimmungen.

Die Briten werden wohl keinen Tatbestand der Republik- oder Königsreichflucht einführen - nicht mal die "harten" Brexiteers sehen das vor.

Das ist keine Frage der "harten Verhandlungen" mit den Briten, sondern eine Frage der "überzeugten Europäer" und ihres Rechts. Wenn die die Briten boykottieren wollen, dann wollen die das eben - damit hat das UK nichts zu tun nach dem Brexit.

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Korken 17.07.2017, 08:41
8. Bravo EU, hart bleiben

Der erste Post ist wieder ein typischer Bot-Post. Ich erwarte von der EU, dass sie sich für ihre Bürger einsetzt und genau dies tut sie! Weiter so! Sie war soweiso jahrzehntelang gegenüber GB eingeknickt, Zeit um erwachsen zu werden.
Was den EuGH angeht, so ist es UKs eigene souveräne Entscheidung, ihn anzuerkenne oder nicht. Wenn man Verträge mit der EU hat, muss as Recht muss gewahrt bleiben, sonst eben kein Deal. UK hat alles in der eigenen Hand, da wird gar nichts erpresst.

Zukünftig wird es sowieso mit Irland weiter Erpressungspotential seitens UK geben. Bleibt die Grenze offen, so kann Irland sich nicht weiter dem Kontinent annähern, da Zollkontrollen - wie auch jetzt schon dank UK - bleiben müssten. Daher auch der geniale Schachzug von May, sich mit der irischen DUP zusammenzutun, um eine mögliche Widervereingung Irlands zu verhindern, dessen Chancen gar nicht so schlecht stünden.

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gehirngebrauch 17.07.2017, 08:52
9. großbritanien

war ja nie "vollblut-eu-land", folglich kann man ja nur über punkte verhandeln, die großbritanien konkret betreffen. "seßhaftigkeit" gehört bestimmt nicht dazu. auch die angeblichen 100 mlrd. euro sind kein thema, da gb nettozahler war. es kann sich also nur um ein paar kleinere kurzfristige zahlungen handeln, die nach gegenrechnungen nicht nicht mehr umwerfend sein werden.

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