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EU-Treffen zur Flüchtlingskrise: Gipfel der Unsicheren
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Wie soll Europa auf den Andrang von Migranten aus Nordafrika reagieren? Vor dem Treffen der Staats- und Regierungschefs auf Malta herrscht Ungewissheit. Die EU schwankt zwischen Offenheit und Abschottung.

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watch15 03.02.2017, 09:49
1. Vorgehen ändern

Momentan führt die EU doch eine Transportmission durch. Die Migranten werden, teilweise noch in lybischen Hoheitsgewässern, eingesammelt und brav nach Italien gefahren. Was ist die Folge: Das Schleppergeschäft boomt wie nie zuvor. Kurz ins Schlauchboot gestiegen, auf's Meer geschleppt und einen Notruf abgesetzt, den Rest erledigt die EU. Solange dieses Verfahren nicht geändert wird und die aufgesammelten Menschen postwendend wieder an der afrikanischen Küste abgesetzt werden, wird sich gar nichts ändern ... außer dass das Schlepper-Business schon eine "Erfolgsgarantie" geben kann und weiter fleißig Geld verdient.

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egal 03.02.2017, 09:52
2. Müßig

Die Diskussion ist absolut müßig. Angesichts der Bevölkerungsentwicklung in Afrika wird die EU, wenn sie überleben will und wir hier nicht in afrkanischen Standard fallen wollen, zunehmend restriktiver vorgehen müssen. In Nigeria hat jedes Paar statistisch 5,1 Kinder, von denen keines eine Zukunftsperspektive hat. Die Bevölkerung wird sich bis 2050 verdoppel, ebenfalls ohne geeignete Zukunftsperspektive. Solange die Bevölkerungspolitik nicht durch Bildung, Säkularisation und Fortschritt gebremst wird, wird Europa nur übrig bleiben, seine Grenzen radikal und kompromisslos zu schützen. Ja, es gibt viele Menschen, die verständlicherweise gen Europa wollen, aber die Probleme Afrikas können wir nicht in Duisburg, Münster und Bad Honnef lösen (frei nach Peter Scholl-Latour)

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Räuber Hotzenplotz 03.02.2017, 09:52
3. Es kann ja nur eine Lösung geben...

...und die heißt, daß alle da bleiben, wo sie her kommen und ggf. geordnet in ihren Heimatländern bei den EU-Konsulaten Asyl o.ä. beantragen. Dazu muß die EU Quoten festlegen, auch für Aysl, weil einfach nicht jeder kommen kann. Und Afrika muß daran arbeiten, daß das Bevölkerungswachstum sofort gestoppt wird - das ist nämlich die allererste und hausgemachte Fluchtursache - es leben dort einfach zu viele Menschen für das, was der Boden herzugeben scheint. Und ja, es wird unschöne Szenen geben, an den Stränden und weiterhin auf dem Mittelmeer, aber laissez-faire würde nur noch mehr Elend auf allen Seiten hervorrufen, mit Ausnahme bei den Schleppern.

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mactor2 03.02.2017, 09:54
4. Klare Antwort.

Die Sicherheit, der Wohlstand und der Bestand der EU hängt an einer perfekten Absicherung der Außengrenzen der EU.

Heisst jeder der Millionen Auswanderern auf dem Booten darf die EU nie erreichen.
Man dieses Leuten auf dem Meer notfalls helfen muss diese Leute dann aber umgehend wieder an Ihr Herkunfsufer zurückbringen. Sofort.

Offenheit ist keine Option das wäre das Ende des EU Verbunds und der Offenheit der Länder sowieso.

Zumal sowieso alle anderen Länder die "Auswanderer" nach Deutschland weiterleiten werden. Haben Sie alle angekündigt.
Sonst will die ja keiner haben. Das wäre dann auch unser Ende mit Deutschland...

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behemoth1 03.02.2017, 09:56
5. Eu

Gewaltige Aufgaben stehen für die EU an, ob man sie alle bewältigen kann, das muss man bezweifeln.
Ja, die EU ist in ihrer tiefsten Krise, hier zeigt es sich aber auch, wie leistungsstark und wie einig man wirklich ist, zu oft wurde allen nur was vorgemacht, es ging viel weniger um die Gemeinschaft, sondern viel mehr nur für einige, ihre Vorteile herauszuholen.
Es besteht sogar die Gefahr, dass die EU auseinanderbricht und völlig zerstört werden kann, es gab schon immer Kräfte, die Hand an der EU legen wollten, aber nun spüren sie Aufwind, denn die Situation hat sich grundlegends geändert.
Es wurden zu viele Fehler gemacht und man hat zu wenig auf einen Zusammenhalt der Gemeinsschaft hingearbeitet, sowie das Verständnis der Bürger ist nicht so, wie man es uns immer vormacht und gerade da stehen dann dermaßen Aufgaben an, die einem das Genick brechen könnten.
Die Völkerwanderung hat man Jahrzehnte ignoriert, sie ist aber auch mit von den europäischen Länder mit gefördet worden und nun hat man keine Konzepte, wie man diese Menschen davor zurückhalten könnte.
Die Friedens und Wohlstandsgemeinschaft kommt eben nicht bei allen an, mal sehen, wie man mit Tatkraft und Vertrauen die EU in ein sicheres Fahrwasser lenken kan.

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Papazaca 03.02.2017, 09:58
6. Das Absurde an der Flüchtlingsdiskussion

Kriege sind furchtbar, Aleppo ein schlimmes Beispiel. Was aber scheinbar untergeht, ist das allgegenwärtige Elend in dieser Welt. Wer Lagos in Nigeria oder Mumbai in Indien mal gesehen hat, weiß, wovon ich rede. Wahrgenommen werden scheinbar nur noch Flüchtlinge, da können viele ihre Menschlichkeit zeigen. Was viel schlimmer ist, sind die Hunderte Millionen von Menschen, die in einem kaum beschreiblichen Elend leben. In einem Elend, das Aleppo locker übertrifft. Die Diskussion über das Elend der Flüchtlinge ( die immerhin genug Geld haben, um Schlepper zu bezahlen) negiert das sehr viel umfassendere Elend dieser Welt.

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nordlys 03.02.2017, 10:01
7. Debattierclub EU

Der Debattierclub EU schwankt also nach 17 Monaten Flüchtlings- und Migrantenkrise noch zwischen Offenheit und Abschottung. Eine Verteilung der Migranten hat nicht geklappt. Der Schutz der Außengrenzen wird nicht konsequent durchgeführt. Überprüfungen der Identität finden weitgehend nicht statt, da es nach wie vor vorteilhaft für viele Migranten ist, ihre Papiere zu vernichten.

Es ist armselig, dass de facto weiterhin Schleppertum und Zustände des Unrechts gefördert werden, obwohl es vernünftige Lösungsvorschläge gibt (Asylzentren und Aufnahmelager außerhalb der EU).

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Mesi0013 03.02.2017, 10:01
8. Aber wäre...

Zitat von Räuber Hotzenplotz
...und die heißt, daß alle da bleiben, wo sie her kommen und ggf. geordnet in ihren Heimatländern bei den EU-Konsulaten Asyl o.ä. beantragen. Dazu muß die EU Quoten festlegen, auch für Aysl, weil einfach nicht jeder kommen kann. Und Afrika muß daran arbeiten, daß das Bevölkerungswachstum sofort gestoppt wird - das ist nämlich die allererste und hausgemachte Fluchtursache - es leben dort einfach zu viele Menschen für das, was der Boden herzugeben scheint. Und ja, es wird unschöne Szenen geben, an den Stränden und weiterhin auf dem Mittelmeer, aber laissez-faire würde nur noch mehr Elend auf allen Seiten hervorrufen, mit Ausnahme bei den Schleppern.
Aber wäre eine Bekämpfung der Geburtenrate nicht auch ein kleiner Abschied vom grenzenlosen Kapitalismus, der doch immerwährendes Wachstum benötigt? Es muss zu einem Umdenken kommen: immer mehr Wachstum bei nicht vermehrbaren Ressourcen führt unweigerlich irgendwann zum Kollaps...

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testuser2 03.02.2017, 10:02
9. Entlastung der Türkei

Es wird berichtet: "Merkel will Türkei jeden Monat 500 Flüchtlinge abnehmen". Um die Türkei dann nur um 100000 Flüchtlinge zu entlasten - bei den Millionen, die in der Türkei die Lager überfüllen nur ein Tropfen.. - wären dann also 200 Monate oder über 16 Jahre erforderlich.

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