Forum: Politik
Europa: Der verletzte Kontinent
Seite 2 von 10
hausierer 03.01.2016, 13:22
10. Gemeinschaftliches Abkassieren

der europäischen Bevölkerung durch die Hochfinanz
und eine angestrebte globale Überwachung aller Bürger um diese im Falle von Revolten unter Kontrolle zu halten ....das ist es , was vom " Europäischen Gedanken " noch übrig geblieben ist.....die Demokratie hat in den letzten Jahren immensen Schaden genommen, aber nicht durch die Rechtspopulisten sondern durch die Unfähigkeit und Arroganz der Politiker, die sich anmaßen permanent an den Völkern vorbei zu regieren......

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Rainer Heidelberg 03.01.2016, 13:35
11. Brüssel schafft sich selber ab

wenn es nicht auf die individuellen Kulturen und Wünsche der Mitgliedsstaaten achtet. Bequeme, immer mehr hoch bezahlte brüsseler Beamte mit immer neuen Ideen für Vorschriften und Regulierungen schaffen mit Sicherheit kein Vertrauen in der Bevölkerung. Zu viel Bla Bla und nichts sagende Reden mit "wir sollten und schaffen das" verhöhnen den normalen Bürger und Steuerzahler.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Melange 03.01.2016, 13:44
12.

Zitat von nullneunelf
Naja. Das klingt schon sehr stark nach "früher war alles besser", was in nahezu allen Fällen der typischen Verdrängungs- und Verklärungsfunktion des menschlichen Gehirns zu verdanken ist. Zutreffend ist es in keiner Weise, viel mehr sollte man sich vielleicht mal fragen, ob man das überhaupt tatsächlich beurteilen kann, ob man vieles was ja angeblich so toll war, tatsächlich wieder haben möchte, ob man da nicht so manches unter den Teppich kehrt, was nicht gerade in den Zeitgeist des Meckerns und Motzens über die Realität passt. Kurz: Nicht im geringsten war "früher alles besser", das ist ein ewig dehnbares Märchen, das jeweils in der Gegenwart über die jeweilige Vergangenheit angestimmt wird. Daran ändert es nichts, dass es sicher zu hinterfragende Entwicklungen gibt, die man korrigieren sollte, aber diese dümmliche Pauschalisierung trifft die Tatsachen nicht ansatzweise.
Das kann ein jeder für sich selbst beurteilen, der noch ein Gedächtnis besitzt. Und ja: Natürlich war "nicht ALLES" quer durch die Bank besser, aber doch erstrebenswerter als heute: Von der (eher) einsamen Natur (anstatt überlaufener Strände und Berggipfel), ebenso die Gemütlichkeit im Familienkreis und die Relaxtheit eines gesichertem Einkommens und vor allem die verheißungsvollen Perspektiven bei weit weniger Stress im Berufsleben als heutzutage. Und im Unterschied zu Ihnen bin ich schon in der (gut gepolsterten) Pension und kann auf Grund meines Alters und meiner Lebenserfahrung den Vergleich zu "damals" objektiver anstellen als Sie. Wie wollen Sie das beurteilen? Aus den hohlen Daten einer Statistik? Dass ich nicht lache.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
iconoclasm 03.01.2016, 13:54
13.

Europa ist nicht zerrissen, wie so oft in der Geschichte steht der Großdeutsche Block aus Deutschland und Österreich gegen die erdrückende Mehrheit.
Merkel hat Deutschland isoliert.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
michelpartei 03.01.2016, 14:00
14. Das Europa von De Gaulles und Adenauer wurde .....

von Deutschen Scharlatanen unwiderruflich zerstört. Die Union unter Merkel hat die EU destabilisiert nach langer Vorbereitung von ROT/GRÜN. Nationalbewusstsein wurde von Deutschen Politikern solange verteufelt in Deutschland und anderen Ländern, bis in diesen Ländern
das Nationalbewusstsein erst recht erwacht ist und man
gemeinsam gegen Merkeldeutschland Widerstand leistet.

Nun will Öttinger Polen unter Aufsicht stellen lassen, was das in Polen auslöst, kann sich kein Deutscher Politiker vorstellen. Zu groß ist die Großmannssucht
in Berlin nachdem Amerika und Frankreich Deutschland ein Stück zu ihren eigenen Vorteilen von der Leine gelassen haben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Celine Lessing 03.01.2016, 14:05
15. Was ist Europa, was ist die EU?

Im Grunde ist es, wie so oft im Leben, ein reines Zweckbündnis.

Staaten, die natürlich nicht alles aufgeben für die "Gemeinschaft", besonders wenn es sich nicht klar rechnet.

Und die einzelnen Bürger der Staaten, von denen natürlich jeder das Maximum für sich und seine Familie rausholen will.

Und genau hier krankt es. Egal was die Wirtschaft oder sonstige Profiteure sagen und durchsetzen, der einzelne Bürger kann und wird dies boykottieren. Nicht laut auf der Straße, sondern leise, im Inneren. Ähnlich wie Zahnrädchen die gegeneinanderlaufen, und Sand im Getriebe.

Ein Beispiel: Ich arbeite als Steuerfachangestellte. Meine Stelle war bis zum Herbst eigentlich befristet. Nun habe ich einen Festvertrag und sogar eine zweite Kollegin. Grund: Seit Sommer rennt man uns die Bude ein. Unternehmer, Einzelpersonen, alle mit gleichem Konsens: "Ich will nicht für diese Politik zahlen" und "Lieber Geld für einen Steuerberater als für die soziale Hängematte anderer" oder "wie verlege ich meinen Wohnsitz/Firmensitz nach Ungarn".
Die Bereitschaft, an die Grenze des Legalen zu kommen und die Energie in der Kreativität ist atemberaubend.

Das Vertrauen in den Sozialstaat und die Bereitschaft, daran teilzunehmen ist grundlegend beeinträchtigt, und wahrscheinlich nicht nur in Deutschland.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
poetnix 03.01.2016, 14:12
16.

Zitat von Fehlerfortpflanzung
In den letzten Jahren hat die EU immer mehr an Anshen verloren. Dafür gibt es viele Gründe. Die EU ist zu einem Verein zur Wirtschaftsförderung und zu einer Anlaufstelle für Lobbyisten geworden. Der Steuer Skandal um Luxemburg, die Griechenlandkrise, die ungenügenden Antworten auf den Zusammenbruch der Weltwirtschaft nach 2007, die Unfähigkeit mit den vielen Flüchtlingen umzugehen, das Erstarken rechter Parteien in Folge der Austeritätspolitik. TTIP wird das Killer Projekt, wenn das durchkommt, und dafür gibt es große Chancen, wird das der Todesstoß. Die EU wir langsam dahinsiechen und an ihren inneren Widersprüchen zugrundegehen.
Ist schon so ähnlich, wie Sie schreiben.
Aber nur, wenn sich kurzsichtiger Pessimismus durchsetzt!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
prologo 03.01.2016, 14:13
17. Die die Politiker der EWG waren gut, die Nachfolger nicht.

Zitat von hausierer
der europäischen Bevölkerung durch die Hochfinanz und eine angestrebte globale Überwachung aller Bürger um diese im Falle von Revolten unter Kontrolle zu halten ....das ist es , was vom " Europäischen Gedanken " noch übrig geblieben ist.....die Demokratie hat in den letzten Jahren immensen Schaden genommen, aber nicht durch die Rechtspopulisten sondern durch die Unfähigkeit und Arroganz der Politiker, die sich anmaßen permanent an den Völkern vorbei zu regieren......
Die EU mit dem EURO war eine gute Idee. Aber schlecht ausgeführt. Denn die wirtschaftlichen- und sozialen Systeme waren viel zu unterschiedlich.

Aber allein um den übergestülpten EURO zu erhalten, wurden gewissenlos, egoistisch und dumm alle Verträge zu der Sicherheit des EURO umgangen, ja sogar gebrochen.

Daran war Merkel/Steinbrück Anfang 2008 mit Target II führend beteiligt. Mit der Verschuldung ohne Limit nach oben war der Untergang der EU und EURO eingeleitet.

Das Ergebnis sehen doch jetzt alle, die EU zerstritten, die meisten EU Länder unbezahlbar verschuldet, einschließlich Deutschland.

Aber das geben sie nicht zu, die Euroretter Deutschlands, Merkel, Schäuble und Vasallen Gefolge. Bis zum bitteren Knall. Nicht mal die Flüchtlingskrise reicht, um endlich was zu tun. NICHTS; NICHTS; NICHTS!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
candidesgarten 03.01.2016, 14:15
18. Gedächtnis malt mit goldener Feder

Zitat von Melange
Das kann ein jeder für sich selbst beurteilen, der noch ein Gedächtnis besitzt. Und ja: Natürlich war "nicht ALLES" quer durch die Bank besser, aber doch erstrebenswerter als heute: Von der (eher) einsamen Natur (anstatt überlaufener Strände und Berggipfel), ebenso die Gemütlichkeit im Familienkreis und die Relaxtheit eines gesichertem Einkommens und vor allem die verheißungsvollen Perspektiven bei weit weniger Stress im Berufsleben als heutzutage. Und im Unterschied zu Ihnen bin ich schon in der (gut gepolsterten) Pension und kann auf Grund meines Alters und meiner Lebenserfahrung den Vergleich zu "damals" objektiver anstellen als Sie. Wie wollen Sie das beurteilen? Aus den hohlen Daten einer Statistik? Dass ich nicht lache.
Mit Ihnen ist das Alter durchgegangen: Früher waren Sie jung, heute sind Sie es nicht. Man kann der EU viel vorwerfen, für überlaufene Berggipfel kann sie nichts. Wenn man wie Sie wirklich jede Entwicklung der EU zuschiebt, dann bitte auch den Rhein, in dem man wieder schwimmen kann oder den Nationalpark Bayerischer Wald oder das leuchtende Regensburg etc..
So pauschal wie Sie kritisieren, wo ist der Unterschied zum Gejammer? Ich werfe der EU konkretere Dinge vor, der Euro war ein Fehler, die Griechenlandrettung ist eine Katastrophe, weil sie u.a Vertrauen ins Recht unterminiert, ein Denken wie das von Merkel, das mal eben glaubt die Einwanderungsentscheidungen anderer Staaten vorzuschreiben und das für europäisch hält, ist schon mutwillige Zerstörung. All das ist vorwerfbar. Was Sie schildern ist nicht mal klar benennbar.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hdwinkel 03.01.2016, 14:16
19. Werte

Zitat von HaioForler
Man möge doch einfach diejenigen Werte hinterfragen und vergleichen, die doch die Europa-Beschwörer dauernd hoch halten. ... Nun, wem diente die Verheißung Europas ?
Europa krankt an einigen inneren Widersprüchen, dem ist leider so:
EU als Gemeinschaft zur Vereinheitlichung vernünftiger Rahmenbedingungen, z.B. Gesundheitsstandards, Verbraucherschutz, Zollfreiheit, Freiheit des Wohn- und Arbeitsorts, Strafverfolgung, Menschenrechte usw.
andererseits
Erstarken des Nationalismus, Populismus und Profilierung auf Kosten der anderen Mitgliedsländer oder wenigstens Angst übervorteilt zu werden usw.

Aber bei all dem gilt es fair abzuwägen zwischen dem Erreichbaren und dem Erreichten.
Man kann nicht gleichzeitig auf Brüssel schimpfen, ohne zu erwähnen, daß z.B. Deutschland grade nicht auf Teile seiner Souveränität verzichten will. Was herauskommt ist dann halt nur ein kleinerer Nenner.
Als Flop würde ich das nicht bezeichnen, eher als Ansporn Dinge besser zu machen.
Gemeinschaften sind keine Verheißungen, haben auch nichts mit Beschwörungen zu tun, sie sind lediglich die Chance, das Ganze besser als seine Teile zu machen und vor allem das Gemeinsame zu betonen, statt das Trennende.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 10