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EVP-Spitzenkandidat Weber im EU-Wahlkampf: Nennt mich Manfred
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Manfred Weber zieht als Spitzenkandidat der Christdemokraten in die Europawahl. Damit ist der erste Schritt an die Spitze der EU-Kommission getan - doch ein Hinterzimmer-Deal könnte ihn noch ausbremsen.

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haarer.15 08.11.2018, 17:04
1. Wir sehen das schon all die Jahre ...

... aber nun scheint es noch schlimmer zu werden. Ein bodenständiger provinzieller Konservativer an der EU-Spitze wird Europa wohl kaum auf Vordermann bringen. Da braucht es eines ganz anderen Kalibers.

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qjhg 08.11.2018, 17:11
2. Es ist schon eine komische Welt,

da läßt sich ein Abgeordneter der CSU zum Spitzenkandidaten de4 Konservativen aufstellen, dessen Partei so europafeindlich ist, dass sie europafreundliche Kandidaten vorschiebt, mit Europapolitik jedoch nichts am Hut hat, ja vielmehr bekämpft.

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harke 08.11.2018, 17:34
3. Tut mir leid

Ich bleibe da lieber beim "Sie", Herr Weber.
Die CSU stand noch nie für Europa. Zumindest nicht für ein gleichberechtigtes Europa. Europa sollte Deutschland nützen. Alles andere war hinderlich.

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skeptikerjörg 08.11.2018, 17:39
4. Weber als Kommissionschef?

Da hoffe ich doch mal, dass die Staats- und Regierungschefs, also der Europäische Rat sich erinnern, dass sie das letzte Wort haben, dass die Entscheidung bei ihnen liegt. In keinem der gültigen Verträge ist festgelegt, dass der Spitzenkandidat der stärksten Fraktion im Europaparlament auch der Kommissionschef wird. Weber als Chef der Kommission hieße, auch hier der Orbanisierung Vorschub leisten. Die FIDEZ, FPÖ, PiS Freunde aus der CSU sollten in Europa keinen herausragenden Posten besetzen. Wer zu Hause gegen Europa polemisiert, kann/darf nicht Deutschland in der EU vertreten.

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oskarlafrontal 08.11.2018, 18:10
5. Politiker der CSU....

haben sich in letzter Zeit nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Und wenn ich Herrn Weber höre, drängt sich mir auch bei ihm leider der Eindruck auf, es könnte für eine derartig wichtige Funktion vielleicht doch eine bessere Besetzung geben...........?

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sikasuu 08.11.2018, 18:45
6. Manfred? Manni aus Bayern, der mit dem Manta:-)

Na ja. Mit Laptop & Le(d)erhose, vom Dorf aus dem weltoffenem Land Bayern an die Spitzer der EU-Kommission. Gut, "Wir wurden auch mal Papst!"
.
Und wenn man das Beispiel weiter nutzen darf: Was aus/mit dem/einem Konservativen mit ländlich, bayrischen Hintergrund, nur in einem Kleinstaat geworden ist....? Nu ja.
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Fleißig ist er ja, unser Manni (Bertie wäre mMn. besser) , aber ob Fleiß reicht, der Kommission vorzustehen & Europa weiter zu bringen?
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Ich weiß nicht. Zuletzt waren DE-Beiträge zum EU-Führungs-Personal aus dem Süden Deutschland oft kontraproduktiv. Ich erspare mit die Auflistung:-)
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Viel Glück Manni & denk dran, bei Manta-Manta ging einiges schief weil der Manni nicht rechtzeitig die Bremse fand:-)
https://de.wikipedia.org/wiki/Manta,_Manta

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KingTut 08.11.2018, 18:53
7. Europäer

Meiner Meinung nach gibt es an Manfred Weber nichts auszusetzen. Er verwendet sich für die Zukunft Europas als oberstes Ziel und ordnet ihm seine bayerische Herkunft und seine deutsche Nationalität unter. Das ist genau die Akzentuierung, die wir für eine zukunftsträchtige europäische Politik brauchen.
In die Waagschale sollten wir ebenfalls werfen, dass Deutschland seit Jahrzehnten keinen Kommissionspräsidenten stellt. Als bevölkerungsreichstes und wirtschaftlich stärkstes Land, das die EU am Leben hält, sind wir nach so vielen Jahren mal wieder an der Reihe. Das sollte Merkel den anderen Regierungschefs vermitteln, falls diese Vorbehalte haben.
Manfred Weber wäre das lebendige Gegenstück zu dem wie ein Pate agierenden Jean Claude Juncker.

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brux 08.11.2018, 19:11
8. Na ja

Nur wenige wissen, wie die Kommission funktioniert. Sie ist eben ein einmaliges Gebilde.
Da ich 20 Jahre dort gearbeitet habe, sage ich mal, der Präsident Weber wäre eine wild card.
Er könnte völlig untergehen, weil ihn die Staatschefs nicht ernst nehmen und er seine mehrheitlich eher brillianten Beamten nicht motiviert. So erging es Barroso.
Oder die Staatschefs unterschätzen ihn und die Beamten werden von ihm ermuntert und strategisch motiviert. So war es unter Delors.
Allerdings müsste langsam mal was interessantes von Weber kommen. Ein netter Katholik aus der bayrischen Pampa zu sein, wird nicht reichen.

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brux 08.11.2018, 19:16
9. Unwissen

Zitat von skeptikerjörg
Da hoffe ich doch mal, dass die Staats- und Regierungschefs, also der Europäische Rat sich erinnern, dass sie das letzte Wort haben, dass die Entscheidung bei ihnen liegt. In keinem der gültigen Verträge ist festgelegt, dass der Spitzenkandidat der stärksten Fraktion im Europaparlament auch der Kommissionschef wird. Weber als Chef der Kommission hieße, auch hier der Orbanisierung Vorschub leisten. Die FIDEZ, FPÖ, PiS Freunde aus der CSU sollten in Europa keinen herausragenden Posten besetzen. Wer zu Hause gegen Europa polemisiert, kann/darf nicht Deutschland in der EU vertreten.
Das ist falsch.
Der Kommissionspräsident wird vom Parlament gewählt. Der Rat hat nur das Vorschlagsrecht, also eben nicht das letzte Wort.
Es ist deshalb nicht wahrscheinlich, dass der Rat jemanden vorschlägt, der im Parlament keine Chance hätte.
Und das Parlament wird eben wünschen, dass der Vorschlag die Mehrheitsverhältnisse im Parlament berücksichtigt.

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