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Ex-Außenminister: Gabriel plant Besuch in Nordkorea
DPA

Die USA, China und Russland müssten direkte Gespräche mit Nordkoreas Regime führen, forderte Sigmar Gabriel schon in der Vergangenheit. Nun will der frühere Außenminister das Land selbst besuchen.

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timtom2222 15.03.2019, 13:25
1.

Was für ein Bild will er sich machen? Von der normalen Bevölkerung wird er niemand sehen!

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Spinoza 15.03.2019, 13:33
2. Gabriel hat offenkundig recht...

...nur sind Trump und seine Paladine Pompeo und Bolton die letzten die irgend jemandem glaubhafte Sicherheitgarantien geben könnten.
Naiv sind die Nordkoreaner sicher nicht. Da verspreche ich mir schon wesentlich mehr von der bemerkenswerten südkoreanischen Außenpolitik.

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hps 15.03.2019, 14:05
3. Zehn Punkte mit Stern für Weitsicht

Bravo Sigmar Gabriel, das kommt gut an. Damit zeigst du Größe.
Das ist der Annäherung an einen Normalzustand der beiden Koreas genauso dienlich wie dem Ansehen deiner Person. Absolute zehn Super-Punkte mit Stern.

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kommentar_hh 15.03.2019, 14:12
4. Nordkorea-Ausschuss des UN-Sicherheitsrats...

...Deutschland hat dort dieses Jahr den Vorsitz und managt damit alle hochrangigen Nordkorea-Angelegenheiten für die Vereinten Nationen in 2019. Gibt es einen Zusammenhang mit der Reise? Schwer nicht daran zu glauben, Gabriel ist schliesslich der ehemalige Aussenminister Deutschlands! Wäre doch mal eine spannende Spiegelgeschichte: Deutschlands Uebernahme von "mehr Verantwortung in der Welt/UN", aufgehaengt an der Reise von Gabriel.

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gesell7890 15.03.2019, 14:19
5. wenn

er den Trip selbst zahlt und sich nicht wieder auf Steuerzahlers Kosten durch die Gegend nassauert, kann er hinfahren. wo er will.

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demokrat2 15.03.2019, 14:32
6. Gabriels Beitrag zum Frieden?

Gespräche über Abrüstung isr die "Geheimwaffe" der Diplomatie. Gabriel läßt keinen Versuch aus, Kim Jung Un von einem Frieden und der Versöhnung mit Südkorea zu überzeugen. Trump wollte nur seine Macht demonstrieren. Er ist mit seinen Ideen, sprich "deals", nicht durchgekommen. Nordkorea läßt sich auch nicht von dem "großen Amerika" die Regeln vorschreiben. Trump hat nie auf Augenhöhe verhandelt, sondern nur für seine "Deals" geworben. Kim Jung Un hat Trump einfach stehen lassen. Er hat Mut.

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Sonnestrandundmeer 15.03.2019, 14:45
7. Was das bedeuten kann

Es gibt nur zwei Fälle: Entweder Gabriel tut dies aus eigenem Antrieb als Privatperson. Oder er tut dies im Auftrag oder in enger Abstimmung mit der Bundesregierung.
Im ersten Fall würde er unverantwortlich handeln. Auch wenn er seit einiger Zeit Privatperson ist, ist er in der Welt als der ehemalige deutsche Außenminister bekannt. Daher wirkt seine Verantwortung auch jetzt noch nach. Nach Nordkorea zu fahren, sendet Kim das Zeichen, dass Deutschland mit ihm sprechen will. Gabriel wäre unverantwortlich, dies ohne enge Abstimmung mit der Bundesregierung zu tun.
Im zweiten Fall würde also die Bundesregierung das Ziel haben, mit Nordkorea zu sprechen. Dies wäre bemerkenswerter als die Meldung, dass Gabriel nach Nordkorea reisen will. Ich meine, dies kann zum aktuellen Zeitpunkt sinnvoll sein. Deutschland könnte die Entspannung unterstützen und so dazu beitragen, das Risiko eines Atomwaffeneinsatzes reduzieren. Dies kann bis zur Hilfestellung bei einer in fernerer Zukunft liegenden Wiedervereinigung Nord- und Südkoreas geben, da Deutschland offensichtlich das einzige Land der Welt ist, dass Erfahrung in der Verschmelzung einer "Bilderbuch-Planwirtschaft" mit einer "Bilderbuch- sozialen Marktwirtschaft" hat. Im März 2019 gilt es aber kurzfristige Probleme zu lösen: Menschen in Nordkorea vor dem Verhungern retten, Menschen aus unmenschlichen Arbeitslagern herausholen, Cyber-Attacken Nordkoreas auf uns stoppen, den Wiederaufbau von Atomanlagen verhindern. Nicht vergessen sollte man dabei, das Schweden das einzige westliche Land ist, das traditionell und auch zu Zeiten des Kalten Kriegs diplomatische Beziehungen zu Nordkorea unterhalten hat. Gabriel wäre gut beraten, sich mit Schweden abzustimmen und die Expertise und Kontakte zu nutzen.
VG Carsten Zimmermann

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Trockenfisch 15.03.2019, 14:50
8. Ja das ist wohl so,

Zitat von Spinoza
...nur sind Trump und seine Paladine Pompeo und Bolton die letzten die irgend jemandem glaubhafte Sicherheitgarantien geben könnten. Naiv sind die Nordkoreaner sicher nicht. Da verspreche ich mir schon wesentlich mehr von der bemerkenswerten südkoreanischen Außenpolitik.
dämlich sind die nicht. Allerdings hat die südkoreanische Außenpolitik neben ihrer bemerkenswertheit nur dann eine Chance wenn sich der kleine Kim beeindrucken läßt.
Da ist mir der ganze Vorgang noch zu undurchsichtig, er läßt einige der alten Garde heimlich oder auch öffentlich um die Ecke bringen und tut was noch keiner seiner Vorgänger, Vater und Großvater getan hat, er bittet bei einer Weltorganisation um HIlfe wegen einer drohenden Hungersnot. Das scheint mir neu zu sein.
Aber er trifft sich mit Trump, auch wenn da letztens nicht viel bei rumgekommen ist, irgendwas führt der kleine Raketenmann im Schilde. Ich hoffe für uns alle das es was Gutes ist.

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oledoledoffe 15.03.2019, 14:50
9. Kim Jong Un

profitiert von Treffen mit ausländischen Politikern. Es legitimiert seinen Status als Diktator. Er weiss auch, was mit Gaddafi passiert ist nach Verzicht auf Nuklearwaffen. Also wird er fröhlich weiter lächelnd sich mit ausländischen Politikern ablichten lassen und an seiner Atombombe festhalten.

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