Forum: Politik
Fernsehaufsicht: Können wir bitte über etwas anderes reden?
WDR/ Max Kohr

Bislang war Sandra Maischberger Liebling des hellen Deutschlands. Jetzt gilt als Stichwortgeberin der neuen Rechten, weil sie zu viel über Zuwanderer redet. Der Flüchtlingsdiskurs erreicht eine neue Stufe des Irrsinns.

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CancunMM 14.06.2018, 15:47
1.

Inzwischen sehe ich Frau Maischberger noch am liebsten. Bei ihr hat man noch das Gefühl auf ausgewogene Meinungen. Bei Illner und Will geht es doch nur noch um PC und Mainstreammeinung. Übrigens wie bei SPON. Wird es in den Diskussionen etwas ungemütlich wird die Diskussion abgewürgt und geschlossen. Mal ein Tip: Man muss in einer Demokratie auch mal unangenehme Meinungen tolerieren und wenn die aber beleidigend sind oder nazistisch sind, dann zeigt doch die Leute konsequent an. Aber mit diesem Abwürgen werden die nur noch gestärkt in ihrer Meinung von der sog. ,,Lügenpresse''.

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drent 14.06.2018, 15:50
2. Wie wäre es denn mit Talg Show?

Denn an diese Masse erinnert so mancher Beitrag bei diesen Sendungen.

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Newspeak 14.06.2018, 15:52
3. ...

Die Talkshows sind sicher nicht die Meinungsmacher für die sie sich halten. Nicht im Guten, noch im Schlechten. Aber sie tragen auch nicht zur Bildung bei. Ein wirklich gebildeter Mensch kann solche Dinge doch keine fünf Minuten schauen, ohne Gehirnerweichung zu bekommen. Und Lernen kann man schon mal gar nichts. Kritisch sind auch nur die wenigsten Journalisten. Es ist Schaumschlägerei.

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SPONU 14.06.2018, 15:57
4. Ah...da hole ich doch gerne

...meine alte Frage aus der Schublade. Die lautete ursprünglich: Gibt es die AfD wegen der Probleme oder gibt es die Probleme wegen der AfD.
Auf Frau Maischbergers Sendung liesse sich das so umformulieren: Gäbe es ohne Frau Maischberger keine Stichworte für die Rechten?

Maischberger abklemmen, Problem gelöst?

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herrmüllermeierschmitz 14.06.2018, 15:59
5. Exakt.

Lasst uns bitte mehr über wirkliche Probleme reden. Die ungehemmt immer weiter auseinandergehende Einkommensschere und die enorm problematische Ungleichverteilung des Wohlstands. Der zwingend ("alternativlos") erforderliche Umbruch im Finanzsektor. Der nicht zu ertragende Schindluder, der in der Medizin und der Pflege betrieben wird. Der zukünftige fiskalpolitische Umgang mit global agierenden Multimilliarden-Konzernen. Die Befriedung der Krisengebiete. Das Abwenden des okölogischen Kollaps in bestimmten Regionen der Welt.

Diese Flüchtlingsdebatte ist faktisch bloße Stimmungsreiterei.

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From7000islands 14.06.2018, 16:05
6. Maischberger ist ok

Die Frau macht keine Unterschiede, sie bemüht sich , alle gleich zu behandeln. Die AFD sollte öfter dabei sein, nur so kann die AFD sich entweder auf dem falschen Fuss entschärfen oder sie verliert Wähler.

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didlon 14.06.2018, 16:06
7. AfD-Themen ohne AfD ist das Problem.

In den Talk-Shows sitzen doch fast nie AfD-Politiker/Befürworter!?
Lasst sie doch mitdiskutieren – dann können sie sich selber zu Grunde reden (und nicht andere).
Und falls sie überzeugen, wäre das vielleicht nicht schön, aber Demokratie.

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Kurtology 14.06.2018, 16:08
8. Der Aufstieg der AfD begann schon lange vor der Flüchtlingskrise

Der Wirtschaftsjournalist Thomas Fricke hat am 11.05.2018 bei SPON ein paar bemerkenswerte Sätze formuliert - Zitat:

"Wodurch entsteht nun Verbitterung? Ein Erklärungsansatz ist, dass die Bürger ständig gepredigt bekommen haben, dass sie bitte schön Eigenverantwortung übernehmen sollen. Was irre ist, wenn plötzlich via chinesischer Billigkonkurrenz ganze Industrien weggefegt werden.

Die kollektive Verbitterung könnte zudem wachsen, weil 40 Prozent der Bevölkerung in den vergangenen Jahren kaum oder keine Einkommenszuwächse verbuchen konnten, während andere ihr Geld auf paradiesischen Inseln mehren lassen oder noch ein paar Milliönchen drauf kriegen, obwohl sie mit Diesel getrickst haben.
Kollektive Verbitterung entsteht, wenn, wie vor zehn Jahren, plötzlich Geld für die Rettung von Großbanken da ist, nachdem den Leuten über Jahre gesagt wurde, dass für Renten, Schulen und Medikamente leider nichts mehr übrig ist.

Oder wenn plötzlich Gesetze gelten, laut denen - Mantra Eigenverantwortung - selbst Menschen nach einem Jahr ohne neuen Job der Absturz auf Hartz IV droht, die über viele Jahre brav geackert haben und aufgrund der Bankenkrise oder Allgemeinrezession gar nicht so schnell einen neuen Job finden können."
Dieser Aspekt kommt in allen Diskussionen über die AfD-Erfolge viel zu kurz. Die AfD ist in 2013 gestartet als "Anti-Euro-Partei". Ohne die Fehlentwicklungen aus Globalisierung, Lohndumping, Hartz-Reformen und verkorkster Euro-"Rettung" wäre die AfD nie so groß geworden. Und keine dieser Fehlentwicklungen ist gelöst, sondern es wird alles nur ausgesessen.

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cat69 14.06.2018, 16:14
9. Die ADD zu verhindern ist Aufgabe "der Medien"

was für eine irre Vorstellung derer die sich da angenommen haben. Es ist vom ersten Tag immer schlimmer geworden. Sie haben sie dem Vorwurfder "L-Presse" ausgesetzt und ihre Repuatation verloren. Irgendwann sitzt im ersten Bundesland ein AFD-Ministerpräsident und es wird immer noch von neuen and alten Nazis geschrieben werden.

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