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Flüchtlinge: SPD-Fraktionschef fordert Bleiberecht für Kinder, die Deutsch sprechen
DPA

Flüchtlingskinder, die perfekt Deutsch können, sollen nicht mehr abgeschoben werden: SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann fordert eine Reform des Zuwanderungsrechts. Arbeitgeberverband und Bundesagentur für Arbeit sehen das genauso.

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testuser2 19.07.2015, 08:16
1. Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen

.. wie ungerecht ist das denn, wenn man sogar bei Flüchtlingen die Guten von den Schlechten trennt. Oh, wir brauchen Fachkräfte, weil wir Nachwuchssorgen haben: Blue Card. Oh, niedliches kleines Mädchen, das gut Deutsch kann, nehmen wir, wir haben Medizinermangel, vielleicht studiert sie Medizin. Oh, kleiner Junge, nicht sprachbegabt, könnte zum Problem werden, kann weg. - Einfach widerlich.

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ADie 19.07.2015, 08:18
2. Warum nur Kinder?

Wenn ein Immigrant gutes bis sehr gutes Deutsch gelernt hat, ist das auch und gerade bei Erwachsenen ein Indiz dafür, dass er fest gewillt ist, sich hier zu integrieren.

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thomasconrad 19.07.2015, 08:19
3. Richtig....

Ein Kind lernt ordentlich die Landessprache und das ist dann der Bleibegrund für die ganze Familie ? Ist sich da jemand der Dimensionen bewusst ?
Oder werden alle gleich zügig eingebürgert, dann gehts nicht aufs Ausländerkonto.

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hevopi 19.07.2015, 08:22
4. Es ist doch schon lange bekannt,

dass das Einwanderungsgesetz grundlegend geändert werden muss. Sogenannte Wirtschaftsflüchtlinge gehören nach 1 Woche abgeschoben, qualifizierte Einwanderer, die einen Job haben, können uns helfen, die Probleme der Zukunft (Alterspyramide) zu bewältigen. Priorität hat aber immer noch, dass wir Deutsche (darauf haben die Politiker ihren Eid abgelegt) davon profitieren. Ich habe manchmal den Eindruck, viele Politiker wollen sich nur profilieren und verstoßen gegen die Grundsätze, für die sie da sind. So emotional ein weinendes Mädchen auch ist, das hat nun mal mit unserer Zukunft nichts zu tun und das populistische Verhalten von Herr Methling zeigt mal wieder die absolute Unfähigkeit eines Politikers.

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get real 19.07.2015, 08:26
5. Super Vorschlag!

Es ist nicht hinzunehmen, dass Deutschland auf der einen Seite Bevölkerungswachstum und Nachwuchskräfte sucht und auf der anderen Seite integrationswillige Menschen aus formellen, wenig menschlichen Regelungen abschiebt.

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zwischendominante 19.07.2015, 08:26
6. Wo und wie will man die Grenzen ziehen,

wenn man nun anfängt in gute und schlechte Flüchtlinge einzuteilen?
Und was ist "Integrationsleistung"? Vor einigen Jahren bin ich in eine Wohnanlage eingezogen, in der vor allem ältere Leute wohnten. So, wie diese in Heime gehen oder aussterben, ziehen durchweg Menschen nach, die zumindest zuhause kein Deutsch sprechen und jede Mene anderer Gepflogenheiten mitbringen. So richtig heimisch fühle ich mich hier einfach nicht mehr, sorry ...

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wk03 19.07.2015, 08:27
7. Welche Kriterien?

Die Debatte zeigt vor allem, wie pervers wir Kriterien verdrehen. Da ist nicht mehr die Situation des Asylbewerbers ausschlaggebend, sondern der Nutzen/Gewinn unseres Landes an diesem Menschen. Wenn es uns nutzt, darf er bleiben. Nur hat die kleine Reem vor vier Jahren vermutlich nach nicht so gut Deutsch gesprochen wie heute. Wie hätte man damals entschieden? Und: wenn ihre Eltern schlechter Deutsch sprechen und keine Ärzte sind, dann darf sie gern als Waise hier bleiben? Allein dass Wirtschaftverbände zum Thema Asylbewerber den Mund aufmachen, zeigt in welchem Diskurs wir angekommen sind.

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ecbert 19.07.2015, 08:34
8. nachdenkenswerte Idee...aber

Was ist mit den Eltern und eventuellen Geschwistern. Im Rahmen der Familienzusammenführung hätten die auch zumindest ein Bleiberecht. Und wer prüft wie die erfolgte Integration ? Ich weis z.B. von vielen Firmen, dass "Kopftuchmädchen" grundsätzlich nicht eingestellt werden können. Richtig ist aber, dass jeder, der pünktlich zur Arbeit kommt, richtiges deutsch spricht, die Religion nicht an der Kleidung erkennen lässt, mehr als nur angelerntes kann und sich wie ein verantwortungsbewusster Mitarbeiter verhält aktuell in Deutschland eine Chance auf einen Job hat. Ob er damit auch gleichzeitig "Deutscher" wird ist allerdings eine andere Frage...

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lukio 19.07.2015, 08:34
9. Drei Indikator Faktoren zur Integration

Verständnis und Akzeptanz des Grundrechts
Beherrschung der deutschen Sprache
Aktive Anteilnahme (zB. Vereinsmitgliedschaft, kultureller Beteiligung, soziales Engagement) am Alltag
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Dies würde ich sowohl von den Kindern (die ja ohnehin meistens besser integriert sind) wie auch von den Eltern erwarten.

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