Forum: Politik
Flüchtlings-Deal mit der Türkei: Plan ohne Sinn und Verstand
DPA

Der geplante Austausch von Flüchtlingen mit der Türkei ist unlogisch, bestenfalls inkompetent, schlimmstenfalls aber zynisch zu nennen. Er kann nicht funktionieren.

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Ein mündiger Bürger 12.03.2016, 11:02
1. Hauptsache ...

...Erdogan erhält sein Geld ... der Rest ist ihm wahrscheinlich eh egal.
Wie die EU sich durch die völlig falschen Signale unserer CDU-Kanzlerin so an ein Land wie die Türkei, die ihre eigene Bevölkerung bombardiert etc. verkaufen kann, ist mir nur ein weiterer Beweis der momentanen "politischen Schieflage".

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spmc-135322777912941 12.03.2016, 11:11
2. Wenn die Balkanroute dicht ist

wird es das was es ist: Ein griechisch-türkisches Problem. Die beiden Nato"partner" sollten angewiesen und unterstützt werden, ihr gemeinsames Problem zu lösen.

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Fürstengruft 12.03.2016, 11:16
3. Problem gut formuliert

Warum sollte der "Türkeiplan" funktionieren, dass EU-Länder legal syrische Flüchtlinge aus der Türkei aufnehmen, wenn es bisher nicht gelungen ist die 160.000 zu verteilen?

Da Deutschland den Plan unterstützt, wird Deutschland wieder die Hauptlast tragen.

Ich sehe noch ein anderes Problem, es wird ein Gerangel um Listenplätze geben.
Die Türkei entscheidet, welche Syrer legal in die EU ausreisen dürfen.
Ein toller Markt für korrupte Beamte, die gut zahlenden Flüchtlinge deren Namen nach oben schieben werden.

Statt Schleppertum nun ein anderes schäbiges Geschäft.

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weinstock111 12.03.2016, 11:18
4. Schilda

Das Ganze ist ein Hohn - wenn dieser Vertrag mit der Türkei geschlossen wird bricht das Chaos aus. Laut der Forschungsgruppe Migration wird es bei Visafreiheit für die Türkei zu einem Ansturm von ca. 4 Millionen kurdischer Türken Richtung EU kommen - wobei das Gros nach Deutschland will - mit solch einem hirnrissigen Abkommen wird der Elefant in den Porzellanladen geschickt. Leider scheint mit dem Abschmelzen der Gletscher auch die Hirnmasse europäischer Politiker rapide geschrumpft sein.

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säkularist 12.03.2016, 11:20
5.

Die Grenze zwischen Griechenland und der Türkei muss doch gar nicht mehr gesichert werden, da in Griechenland nun Endstation ist. Und kein einziger Migrant will nach Griechenland. Daher wird der Zustrom binnen weniger Wochen erheblich abebben oder gar zum Stillstand kommen, denn in Griechenland ist es nicht besser sondern eher schlechter als in der Türkei. Warum also sein Leben und viel Geld riskieren?

Im Gegenzug sollte die EU nun Kontingente mit wirklich bedürftigen Flüchtlingen direkt aus Syrien in die EU ausfliegen. Und zwar genau die Menschen die es am nötigsten haben und genau so viele wie die EU-Länder denken dass sie verkraften.

Das heisst, dass zukünftig nicht mehr irgendwelche jungen Männer kommen, sondern Familien und tatsächlich verfolgte religiöse Minderheiten.

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säkularist 12.03.2016, 11:22
6.

Zitat von spmc-135322777912941
Wenn die Balkanroute dicht ist wird es das was es ist: Ein griechisch-türkisches Problem. Die beiden Nato"partner" sollten angewiesen und unterstützt werden, ihr gemeinsames Problem zu lösen.
Wenn die Balkanroute wirklich dicht ist, dann ist es auch kein griechisches Problem mehr, denn kein einziger Migrant wird dann noch Geld und Leben riskieren um von der Türkei nach Griechenland zu kommen. Denn in Griechenland ist die Situation für diese Menschen deutlich schlechter und chaotischer als in der Türkei. Die Menschen kommen doch nur wegen der (offenen) Balkanroute überhaupt nach Griechenland.

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Eutighofer 12.03.2016, 11:23
7. Türk Europaminister will nur wenige Flüchtline zurücknehmen

Der türkische Europaminister sagte jetzt, die Türkei könne allenfalls zehntausende, aber nicht hunderttausende zurücknehmen. Damit ist der Plan schon gescheitert, bevor er umgesetzt wurde.
http://www.zeit.de/politik/ausland/2016-03/asylpolitik-eu-tuerkei-volkan-bozkir-aufnahme-gefluechtete-aegaeis-inseln

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joes.world 12.03.2016, 11:24
8. Was Merkel hier aufführt, ist eines Kanzlers der BRD unwürdig.

Erdogan bekämpft die, die den IS bekämpfen. Er schädigt die autonomen Kurdenregionen wo er kann. Sowohl im Irak als auch Syrien. Deshalb werden sich noch viele Menschen von dort auf den Weg zu uns machen. Weil die Türkei alles unternimmt, die autonomen Regionen scheitern zu lassen.

Merkel dagegen erwähnte schon wieder in einer Wahlkampfrede, dass doch der Flüchtlingszustrom nach Deutschland reduziert wurde. Als wäre da ihr Verdienst! In Wirklichkeit war es die Ösi Innenministerin Mikl-Leitner, die das durchzog. Und Merkel tat zwar selber nichts, schmückt sich im Wahlkampf nun aber mit fremden Federn. Erbärmlich.

Merkel ist plan- und hilflos. Sie ist bereit Kurden und Menschenrechte in der Türkei zu opfern, nur für HOFFNUNG. Hoffnung, dass Erdogan ihr die Flüchtlinge vom Leib hält.

Was sie aber nicht begreift ist, dass Erdogan sie nicht ernst nimmt. Sie also mit ihm keinen ehrlichen Deal erwarten kann.

So werden viele Menschen unter Merkels verfehlter Politik leiden. Sie wird nur keinen Erfolg haben. Denn es werden weiter Menschen aus der Türkei zu uns strömen. Es wird dann nur Erodgan sein, der bestimmt wer das ist. Ob Syrer, Afghanen, Pakistani. Oder Türken, die er - durch die Aufhebung der Visapflicht - leichter außer Landes drängen kann.

Merkel ist einfach ungeeignet, ein Land in Krisenzeiten zu führen. Leider. Und für viele unerwartet. Aber genau das zeigt uns nun ihre Performance in der Krise.

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ztsp 12.03.2016, 11:25
9. Menschenhandel auf andere Art ...

was sonst ist das ? Nochmals 3 Milliarden dafür, dass Achmed aus Griechenland "zurückgeführt wird" und ein anderer Achmed dann die Türkei in Richtung Europa verlassen kann. Das ist weder menschlich, noch sinnvoll - das ist einfach das übliche Gemurkse unserer Regierung, jenseits von Recht und Humanität. Und dann haut der justizminister noch einen 'raus: "Namhaften Juristen wie Udo Di Fabio, die die Rechtmäßigkeit der Regierungspolitik infrage stellen, hält Maas vor, dass es ihnen in Wahrheit nicht um rechtliche Fragen gehe. "Im Grunde geht es doch darum, dass hier versucht wird, eine missliebige Politik juristisch auszuhebeln." Der Typ hat inzwischen jede Bodenhaftung verloren, er denuziert als Justizminister jene, die das machen, was in einer echten Demokratie geradezu geboten ist, die Politik ernsthaft auf ihre Rechtmäßigkeit abklopfen. Die SPD, die SPD, die hat immer Recht ...

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