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Flüchtlingsdrama: Türkei fordert Schutzzone in Syrien
DPA / Anadolu Agency

Fast 70.000 Flüchtlinge aus Syrien hat die Türkei bereits aufgenommen - das Land sieht sich am Ende seiner Kräfte. Deshalb regt Ankara jetzt an, Schutzzonen innerhalb der syrischen Grenzen einzurichten - unter Aufsicht der Uno. Das wäre jedoch der Beginn einer ausländicher Intervention.

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wyschnewski 20.08.2012, 12:39
1. Das wäre doch der perfekte Zeitpunkt

Russland als "pussys" zu entlarven. Während hier viele Hobby Diplomaten stets das russische Vorgehen verteidigen vergessen sie, dass genau dieses Land, welches eine demokratische und rechtstaatliche Ordnung fordert, diese selbst im eigenen Land nicht ermöglicht.

Aber hauptsache die Türkei verkörpert das pefekte Feindbild, da ist alles andere egal....

Und es sterben wahrscheinlich in diesem Moment immer noch unschuldige Menschen. Und die Fettsäcke die in diesem Moment in der schönen UN Kanine in New York gerade ihre Witze austauschen, lachen sich einen Ast ab, anstatt ihrem exorbitanten Lohn gerecht zu werden.

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Nemetz 20.08.2012, 12:41
2. jomei,

Zitat von sysop
Fast 70.000 Flüchtlinge aus Syrien hat die Türkei bereits aufgenommen - das Land sieht sich am Ende seiner Kräfte. Deshalb regt Ankara jetzt an, Schutzzonen innerhalb der syrischen Grenzen einzurichten - unter Aufsicht der Uno. Das wäre jedoch der Beginn einer ausländicher Intervention.
Weiss zwar nicht, was eine "auslaendicher Intervention" sein soll - falls SPON jedoch eine auslaendische Intervention meinen sollte:

Was da wohl die Russen, Busenfreund Syriens, sagen werden, und reibt sich Israel schon die Haende, um im Windschatten endlich IRAN angreifen zu koennen?

Mit schwant Uebles.

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timo_k 20.08.2012, 12:48
3. 2-Staaten-Lösung?

Zitat von sysop
Fast 70.000 Flüchtlinge aus Syrien hat die Türkei bereits aufgenommen - das Land sieht sich am Ende seiner Kräfte. Deshalb regt Ankara jetzt an, Schutzzonen innerhalb der syrischen Grenzen einzurichten - unter Aufsicht der Uno. Das wäre jedoch der Beginn einer ausländicher Intervention.
Wäre es nicht möglich zwei Staaten, wie im Sudan, zu errichten?
Assad und die Rebellen werden vermutlich nicht kapitulieren. Also wird gekämpft, bis eine Seite verliert.
Anfangs müsste die Grenze wahrscheinlich durch ausländische Soldaten gesichert werden, um beide Seiten von Kämpfen abzuhalten. Das ist sicher nicht die beste Lösung, aber immerhin würde der Krieg gestoppt und alle hätte ein Land, in dem sie sicher weiter leben könnten.

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seine-et-marnais 20.08.2012, 12:48
4. Das laeuft wohl aus dem Ruder

Zitat von sysop
Fast 70.000 Flüchtlinge aus Syrien hat die Türkei bereits aufgenommen - das Land sieht sich am Ende seiner Kräfte. Deshalb regt Ankara jetzt an, Schutzzonen innerhalb der syrischen Grenzen einzurichten - unter Aufsicht der Uno. Das wäre jedoch der Beginn einer ausländicher Intervention.
Die Tuerkei war doch zu Beginn des Syrischen Buergerkrieges der Va-t-en-guerre, mit Hilfeleistungen fuer die 'Aktivisten' bis hin zu dem Zentrum in Adana. Nun ist offensichtlich bei dem Tohuwabohu das an der tuerkische-syrischen Grenze herrscht die Tuerkei nicht mehr in der Lage die Bevoelkerungs- und 'Aktivisten-aller-Sorte'bewegungen zu kontrollieren.
Jetzt moechte man das Problem auf syrisches Territorium verschieben, mit Schutzzonen. Die Tuerkei hat ja zwischenzeitlich auch ein Problem mit der lokalen Bevoelkerung die die syrischen Fluechtlinge nicht sehr wohlwollen empfaengt, und ein Problem da sie die Lager nicht mehr kontrolliert.(Die Probleme konnte man ganz normal in den Fernsehnachrichten sehen).
Problem ist nur dass in diese Schutzzonen nicht nur Zivilfluechtlicnge kommen sondern auch 'Aktivisten' auf der Flucht, um zu rekrutieren, kurzum dies als Hinterland zu benutzen wie es vorher der Fall der Tuerkei war. Und dies noch unter internationaler Bewachung. Es waere nur eine Frage der Zeit bis auch diese 'internationalen' Bewachungstruppen in den Krieg gezogen wuerden.
Die Tuerkei hat sich das eingebrockt, die Tuerkei soll dies auch ausbaden. Um die Scherben der Politik Erdogans darf sich jetzt offensichtlich der Aussenminister kuemmern. Grossmaul Erdogan ist zwischenzeitlich abgetaucht.

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proanima 20.08.2012, 12:52
5. ?

Zitat von sysop
Fast 70.000 Flüchtlinge aus Syrien hat die Türkei bereits aufgenommen - das Land sieht sich am Ende seiner Kräfte. Deshalb regt Ankara jetzt an, Schutzzonen innerhalb der syrischen Grenzen einzurichten - unter Aufsicht der Uno. Das wäre jedoch der Beginn einer ausländicher Intervention.
Das ach so kleine Land TÜRKEI, hat keinen Platz mehr? Wie vor vielen Jahrhunderten als dieser Teil Griechenlands einfach türkisch wurde.

Und die schwindenden türkischen Kräfte würden jenseits der Grenze in Syrien wieder zunehmen? Waren das nicht hundertausende Flüchtlinge noch vor ein paar Tagen statt 70.000?

Dies ist eine weitere schwachsinnige Idee der konzeptionslosen West-Allierten und ein tölpelhafter Schritt in Richtung Intervention durch die humanitäre Hintertür nachdem die ach so siegreichen, geschlagenen Rebellen, Freiheitskämpfer (Freiheit von/für was eigentlich?) nun merken, dass Kugeln die man auf Menschen abschickt auch zurück kommen können.

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maxstreese 20.08.2012, 12:57
6. 1 Milliarde?

Wenn es die syrische Regierung also 1 Milliarde kostet den Krieg 1 Monat zu finanzieren, wie viel kostet es denn dann die Rebellen und woher kriegen die ihr Geld?

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Infared83 20.08.2012, 12:57
7. ...

Zitat von wyschnewski
Russland als "pussys" zu entlarven. Während hier viele Hobby Diplomaten stets das russische Vorgehen verteidigen vergessen sie, dass genau dieses Land, welches eine demokratische und rechtstaatliche Ordnung fordert, diese selbst im eigenen Land nicht ermöglicht. Aber hauptsache die Türkei verkörpert das pefekte Feindbild, da ist alles andere egal.... Und es sterben wahrscheinlich in diesem Moment immer noch unschuldige Menschen. Und die Fettsäcke die in diesem Moment in der schönen UN Kanine in New York gerade ihre Witze austauschen, lachen sich einen Ast ab, anstatt ihrem exorbitanten Lohn gerecht zu werden.
Die Türkei wollte sich als neue regionale Supermacht präsentieren und verzweifelt schon an 70.000 Flüchtlingen ;-)
Das Einrichten einer Schutzzone hat für mich den faden Beigeschmack, dass die Türkei so ihr Kurdenproblem besser in den Griff bekommen wollen.

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hossain 20.08.2012, 13:00
8. Mein Vorschalg

Innerhalb Syrien kann dies eingerichtet werden. Nur vorher muß von Rebellen und westlichen Staaten zugesichert sein daß Sie dort nicht zu suchen haben. Wo die Rebellen sind, sind auch Syrische Armee. Ich denke daß wird auch die Regierung zustimmen. Flüchtlingen sind nun mal Bürger Syrien. Warum sollen Sie Ihre eigene Bürger vertreiben.

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amrod 20.08.2012, 13:07
9.

Es gibt sowieso nur eine realistische Möglichkeit das Syriendrama halbwegs gewaltfrei zu lösen: Die Aufteilung Syriens und eine geordnete Umsiedlung zur Auflösung der Enklaven. Entweder wird ein Staatenbund errichtet oder autonome Zonen auf die die Zentralregierung keinen innenpolitischen Zugriff hat. Das wäre dann eine alawitische im NW; eine kurdische im NO (ev. die Keimzelle für eionen kurdischen Staat, falls es den irak. Kurden gelingt die Lücke zwischen syrischer und irakischer Kurdenzone zu schließen); eine christl. im Westen. Die Schiiten müssten sich entscheiden ob sie in die alawitische oder die sunnitische Zone wollen. Die Drusen für die alawitische oder christliche Zone. Letztere könnte man auch mit dem Libanon vereinen - obwohl dass die dortigen Muslime wohl nicht gern sehen würden...

Jeder Versuch eine starke neue (höchstwahrscheinlich sunnitisch-arabische) Zentralregierung zu etablieren, wird automatisch zu ethn. Säuberungen an den Minderheiten führen. Im Worst Case durch Massaker und Racheakte - im Best Case durch fortgesetzte Diskriminierung mit Auswanderung als Folge...

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