Forum: Politik
Flüchtlingskrise: Palmer kontert Kritik von grünen Parteifreunden
DPA

Für seine Forderung im SPIEGEL nach einer schärferen Flüchtlingspolitik wurde Boris Palmer aus der eigenen Partei kritisiert. Jetzt verteidigt der grüne Oberbürgermeister von Tübingen seine Äußerungen.

Seite 1 von 12
Banause_1971 16.02.2016, 09:24
1. Wie kann ein Politiker es wagen,

eine eigene Meinung zu haben oder sich seinem Gewissen verpflichtet zu fühlen ODER - noch schlimmer - sich seinen Wählern gegenüber verpflichtet zu fühlen? Sowas wird in keiner Partei honoriert. Generell hat man Mainstream-Denken an den Tag zu legen, möchte man in der Partei bleiben.

Beitrag melden
DieterFr 16.02.2016, 09:25
2. Schade,

dass nicht mehr daüber gesagt wird, wie Palmer die Kritik von Peter und Özdemir kontert. Bei diesen Leichtgewichten dürfte ihm das aber nicht schwergefallen sein. Leider findet die Debatte wirklich nur in Schwarz-Weiß-Kategorien statt. Am lautesten scheinen die zu schreien, die nicht wirklich mit den praktischen Problemen zu tun haben, die Palmer als OB zu schaffen machen.
LG, ein nicht-grüner Tübinger

Beitrag melden
ClausB 16.02.2016, 09:26
3. Das ist seit

September 2015 auch meine Meinung und Überzeugung:
"Wir müssen die unkontrollierte Einwanderung beenden. Das bedeutet nicht, dass wir niemanden mehr reinlassen, aber wir entscheiden, wer reinkommt... Die EU-Außengrenzen sollen nach dem Willen des Grünen mit einem Zaun und bewaffneten Grenzern gesichert werden, um deutlich mehr Flüchtlinge als bislang abzuweisen."
Da dies aber von Merkel und den Parteien der Regierung sowie von der Opposition von Grünen und Linken strikt abgelehnt wird, werde ich bei den nächsten Wahlen diese Parteien definitiv n i c h t wählen sondern meine Stimme mit zusammengebissenen Zähnen der AfD geben.
Die Flüchtlingspolitik Merkels hat Deutschland in Europa isoliert und ist nicht in deutschem Interesse, sondern schadet letztendlich Deutschland.

Beitrag melden
jh2015 16.02.2016, 09:27
4. Wie man in den Wald hineinruf ...

Herr Palmer beklagt sich darueber , dass " man nur Schlagwoerter liest und nicht das ganze Interview". Da muss man ihm raten , doch auf solche Sprueche einfach zu verzichten , um die Aufmerksamkeit auf die Sache zu lenken. Beispiel nehmen am BW Ministerpraesidenten , Herr Palmer , der kann es besser.

Beitrag melden
willibrand 16.02.2016, 09:30
5. bewaffnete Grenzer

ist schon heftig für einen Grünen - ABER er hat recht !

Die Kanzlerin und die grüne Parteispitze mit ihrem 'wir schaffen das' sind gescheitert, weil die Komunen das ausbaden müssen und es eben nicht zu schaffen ist.
Gemeinden die nicht ie Quote erfüllen müssen Strafgelder bezahlen ; wo sind wir denn gelandet.
Das Geld fehlt den Komunen an allen Ecken und Enden und die Berliner Politiker in ihren Palästen schwafeln Unsinn.
Alle Europäer sind realistisch in der Flüchtlingsfrage und es hat auch mit Europäischer Demokratie zu tun, wenn Deutschland als einziges Land meint sie könne die restlichen 23 Mitglieder bevormunden (und natürlich auch 80% der deutschen Bevölkerung )

Beitrag melden
nummer50 16.02.2016, 09:30
6. Palmer

Er traut sich wenigstens das anzusprechen, was ein Großteil der Bevölkerung auch so empfindet. Und bisher dachte ich immer, Politik soll sich an der Bevölkerung orientieren.

Beitrag melden
Steuerfuzzi 16.02.2016, 09:32
7. Reale Probleme gegen Elfenbeinturmgerede

Die Grünen geben zur Zeit ein vernichtendes Bild ab. Nur Gerede, vorbei an den realen Problemen. Vielleicht sollte man lieber mal darüber nachdenken, ob die Relation zwischen ca. 1 Mio. Menschen und den geplanten 500 Mio. für neue Wohnungen die Richtige ist. Wo sind die Investitionen in Schulen und Kitas ? Wenn die Flüchtlinge von weiten Kreisen der Regierungsparteien nur als billige Arbeitskräfte herabgewürdigt werden und man aber auch gar nichts tut um die Folgeprobleme der Zuwanderung in den Griff zu bekommen wird das nichts werden mit der Integration. Leider haben die Grünen zu diesen Themen keine Meinung. Da sind die "Gender" Probleme wohl gewichtiger.

Beitrag melden
mike.bauer 16.02.2016, 09:35
8. Palmer

macht einen sehr guten Job in Tübingen. Soweit ich das beurteilen kann, ist er fast täglich vor Ort und spricht mit den Verantwortlichen. In Tübingen gab es auch keine Proteste,weil die Leute ihm vertrauen. Ganz nebenbei hat er den Haushalt konsolidiert.

Der Rest der Grünen ringt zwischen Ideologie und Realität. Alle rein lassen und schnell gut integrieren, heißt die Devise. Wie das gehen soll, sagt aber keiner. DAS verunsichert Bürger, weil sie wissen, dass diese Politiker notfalls blind gegen die Wand rennen. Monika Herrmann aus Berlin hat ihn bspw. kritisiert. Genau die Politikerin, die wegen 60 (!!) Flüchtlingen einen riesen Polizeieinsatz produzierte, weil jene sich illegal in einer Schule am Ohlauer-Platz aufhielten. Räumen wollte sie nicht, also schloss sie einen Vertrag mit ihnen, was dazu führte, dass der Bezirk Haushaltssperre anmelden musste.

Bürger in Tübingen wissen, das so etwas in Tübingen unvorstellbar ist.

Beitrag melden
stempelchen 16.02.2016, 09:38
9. Ich unterstütze Palmer

besonders wegen der Sorgen um die Töchter. Als Vater darf ich das und frage die Grünen daher: Welches Menschenrecht wiegt mir wohl stärker? Das unbelästigte Herumkommen meiner Tochter oder das Asylrecht von jungen, gesunden Männern aus dem mittleren Osten.

Das widerspricht sich nicht mit der Tatsache, dass unsere Töchter immer schon mal blöd angemacht werden. Diese Unart muss nicht durch ungebeten einreisende Asylanten verstärkt werden.

Beitrag melden
Seite 1 von 12
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!