Forum: Politik
Gaucks Vereidigung: Mutmacher der Nation
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Vereidigung, Antrittsrede, militärischer Empfang: Joachim Gauck ist endgültig im Amt des Bundespräsidenten angekommen. Als Staatsoberhaupt will er der oberste Mutmacher Deutschlands sein - und die Ideale Freiheit und Gerechtigkeit ins Gleichgewicht setzen.

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newrafael 23.03.2012, 14:07
1. "Ob wir den Kindern und Enkeln dieses Landes Geld und Gut vererben werden ..."

"Ob wir den Kindern und Enkeln dieses Landes Geld und Gut vererben werden, das wissen wir nicht. Aber dass es möglich ist, nicht den Ängsten zu folgen, sondern den Mut zu wählen, das haben wir gezeigt."
http://forum.spiegel.de/f22/gaucks-r...len-57162.html

In diesem Zitat steckt offenbar die versteckte Botschaft drin, man solle den "Mut" haben, den ungewissen Weg in die Transfer-EU und ESM-Diktatur weiterzugehen, ob wir nach diesem "mutigen Weg" noch unseren Kindern und Enkeln etwas zu vererben haben, das wird hier in weißer Voraussicht bereits zur Disposition gestellt.

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biwak 23.03.2012, 14:10
2. "Einen Moment lang steht Merkel ratlos da ....

.... dann macht sie kehrt" Zitat
Mit dieser Beobachtung ist die Dame 100
% beschrieben.

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Oback_Barama 23.03.2012, 14:15
3.

Das war eine Rede nach dem Motto: Wunsch' dir was..
Gauck war offensichtlich bemüht allen Recht zu machen und Niemanden wehzutun..

Ein bißchen Sozialgerechtigkeit damit sich die Linken gut fühlen, sowohl die in der Linken, als auch die in der SPD, ein bißchen Freiheit damit sich die Liberalen gut fühlen, ein bißchen Patriotismus und Religion damit sich die Konservativen gut fühlen, ein bißchen Lobhudelei an die 68-er, dami sich die Grünen gut fühlen..(wobei Gauck pesrönlich mit den meisten 68-ern nichts anfangen kann)..etc.etc..

Gut O.K...die Antrittsrede muß ja noch nichts besonders sein, aber wenn man Gauck danach urteilen würde, dann gibt es berechtigte Sorge, dass Gauck weichgespült wird, bzw. ist schon dabei, weichgespült zu werden.

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Mr. XXX 23.03.2012, 14:16
4. Hessel vs. Gauck vs. Diez...

Zitat von sysop
Vereidigung, Antrittsrede, militärischer Empfang: Joachim Gauck ist endgültig im Amt des Bundespräsidenten angekommen. Als Staatsoberhaupt will er der oberste Mutmacher Deutschlands sein - und die Ideale Freiheit und Gerechtigkeit ins Gleichgewicht setzen.
Stephane Hessel: "Empört Euch! --Noch nie war die Idee der Demokratie so gefährdet wie jetzt."
-
Gauck: "Empört Euch nicht! Es ein Demokratiewunder."
Georg Diez:
Retro ist die Flucht in die Vergangenheit.
Retro ist die Abwesenheit von Zukunft.
Retro ist die Abwesenheit von Gegenwart.
Retro ist die Abwesenheit von Politik.
Retro ist Denken ohne Alternative.
Retro ist Denken ohne Perspektive.
Retro ist das Gegenteil von Handeln.

Retro kennt keine Konzepte.

Retro hat keine Prinzipien.

Retro ist Dasein.

Retro ist nicht Sosein.

Retro ist Warten.

Retro ist schön.

Aber die Zukunft ist vielleicht nicht schön.

Die Zukunft ist vielleicht hässlich.

Und eckig.

Retro will davon nichts wissen.

Retro will überhaupt nichts.

Retro will Retro.

Retro ist die Verweigerung von Außen.

Retro ist die Verweigerung von Veränderung.

Retro ist die Verweigerung von Realität.

Retro ist die Verweigerung von Zeit.

Retro beschwört den Tod, weil alles, was Retro will, zu einer verlorenen Welt gehört.

Retro ist Transzendenz, die aus der Immanenz kommt.

Retro ist ganz bei sich.

Retro ist in sich gefangen.

Retro ist Jetzt ohne Jetzt.

Retro ist eine Art, der Zukunft entgegenzuschlittern.

Retro ist eine Enthuldigung dafür, sich nicht festzulegen.

Retro ist Narzissmus.

Retro ist das Leihhaus der Lebensentwürfe.

Retro ist Taufe ohne Glauben.

Retro ist Gauck

Retro sind Leute, die Gauck auf dem Thron zujubeln

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Anton T 23.03.2012, 14:23
5. belanglos

Zitat von sysop
Als Staatsoberhaupt will er der oberste Mutmacher Deutschlands sein
Wenn es nicht schon in der Vergangenheit Hinweise auf Gaucks eitle Selbstverliebtheit einhergehend mit Selbstüberschätzung gegeben hätte- hier ist er. Die Leute, die Gauck aus völlig unverständlichen Gründen als Bupräsi haben wollen, werden sich bald schon ratlos abwenden: Gaucks Politlyrik geht zum einen Ohr rein, zum andern wieder raus, sein Gerede ist an Belanglosigkeit nicht mehr zu unterbieten.

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gsm1800 23.03.2012, 14:24
6. Wie denn?

Zitat von sysop
Vereidigung, Antrittsrede, militärischer Empfang: Joachim Gauck ist endgültig im Amt des Bundespräsidenten angekommen. Als Staatsoberhaupt will er der oberste Mutmacher Deutschlands sein - und die Ideale Freiheit und Gerechtigkeit ins Gleichgewicht setzen.
Wenn man mit 72 Präsident werden kann, aber mit 59 zu alt für einen richtigen Job ist?

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wika 23.03.2012, 14:25
7. Das Wunder der Demokratie …

… auch diese Worte fielen. Seltsam, da muss man ihm unbedingt zustimmen, denn egal was das Volk will und wählt, am Ende regieren nur „wirtschaftliche Zwänge“, Finanznot und es kommt etwas dabei heraus was das Volk mehrheitlich nicht will. Gauck wie auch Merkel sind sind voll des Lobes über diese indirekte Demokratie, persönlich hätte ich die eher als „wunderliche Demokratie“ bezeichnet.Das war keine Rede, es war eine Predigt, ganz im SInne der der Gesundbetung des nachweislich kaputten Systems, aber wir sollen weiter Vertrauen. Kennt wer den: „Hoffen und Harren, hält so manchen zum Narren“!

Und sicher, die Ernennung Gaucks zum neuen Bundespräsidenten bringt und den guten SED Zeiten wieder etwas näher, wo alle Parteien geschlossen und in seltener Eintracht (Concordia) den Bürger vertreten. Fünf Fraktionsführern gefiel es ihn zum Präsidenten zu machen und der größte Teil der Bundesversammlung spurte. Hier das andere Bild:
Merkel stellt Deutschland vor die Wahl – Gauck.

Und wenn Gauck jetzt die Menschen ermuntert, dann will ich es gerne als erste theologische Heilsbotschaft und Wortphrase werten, der außer warmen Worten sicher ein weiterer Demokratieabbau folgen wird. Diese Demokratie taugt für Klüngel, Lobby-Wirtschaft und alle die sich jene leisten können, aber wohl kaum für die Mehrheit der Menschen. Ich persönlich sehe Gauck als den finalen Weichspüler der Menschenmassenhirne … mehr nicht, mein Präsident ist er nicht, er wurde wir „indirekt demokratisch“ übergeholfen, bin gespannt ob er dieses Bild meiner Vorstellung binnen 5 Jahren im Sinne einer gelebten und echten Demokratie verändern kann … (°!°)

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kbank 23.03.2012, 14:25
8. Na dann!

Haben wir doch zumindest wieder einen Präsidenten mit einer Ausstrahlung, jedermans Präsident muss er nicht sein! Gerade ich als, zumindest vom Jahrgang, 68 er (war damals beim Bund und habe interessiert die Entwicklung in Prag verfolgt) kann nur bestätigen, dass durch diese Generation viel vom Staub Nazideutschland hinweggefegt worden ist.

Jetzt gilt es den bisher besten deutschen Staat zu einem noch besseren und vor allem gerechteren Staat mit einer kompletten Einbindung in ein ebenfalls noch besseres Europa zu machen.

Natürlich kann er sich dabei nur verheben, die anderen Organe dieses Staates sind jedoch aufgerufen, endlich ihren Teil auch dazu beizutragen.

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gsm1800 23.03.2012, 14:27
9. Gut beobachtet

Zitat von newrafael
"Ob wir den Kindern und Enkeln dieses Landes Geld und Gut vererben werden, das wissen wir nicht. Aber dass es möglich ist, nicht den Ängsten zu folgen, sondern den Mut zu wählen, das haben wir gezeigt." In diesem Zitat steckt offenbar die versteckte Botschaft drin, man solle den "Mut" haben, den ungewissen Weg in die Transfer-EU und ESM-Diktatur weiterzugehen, ob wir nach diesem "mutigen Weg" noch unseren Kindern und Enkeln etwas zu vererben haben, das wird hier in weißer Voraussicht bereits zur Disposition gestellt.

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