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Gefloppte Muslim-Demo: Onkel-Tom-Türken
DPA

Früher hieß es: Ali, mach mal Klo sauber. Heute heißt es: Ali, geh mal demonstrieren. Die Deutschen wollen immer noch, dass ihre Gastarbeiter gehorchen. Aber die Zeit der Onkel-Tom-Türken ist vorbei.

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novalis28 19.06.2017, 15:13
1. Ich als Deutscher

bin angeblich moralisch verantwortlich für Verbrechen, die Jahrzehnte vor meiner Geburt in deutschem Namen begangen wurden. Aber Moslems sind nicht verantwortlich für Verbrechen, die heute in ihrem Namen begangen werden? Wieso nicht, bitte schön? Außerdem lässt die jetzige Nichtteilnahme der Moslems durchaus Rückschlüsse zu, wie sie wirklich zu den Attentaten stehen, zumindest viele von ihnen.

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dw13 19.06.2017, 15:18
2. Kann man so sehen

"Wichtiger aber ist: der Demonstrationsaufruf richtete sich ausdrücklich an die Muslime in Deutschland. Das ist eine Frechheit. Was hat der deutsche Durchschnittsmuslim mit dem Terrorismus zu tun? Nichts. Eben."

Erstmal hat der Durchschnittsmuslim mit dem Terroristen-Muslim eines gemeinsam: Sie sind beide Muslime. Als "Nichts" würde ich das jetzt nicht bezeichnen. Dass man jetzt von oben herab keine Demo verordnen kann, da stimme ich zu. Dass aber Mohammed-Karikaturen 5.000 aufgeregte Muslime auf die Straße bekommen und dass ein türkischer Präsident mit seiner Forderung nach der Todesstrafe zehntausende jubelnde Muslime (allein in Köln) auf die Straße bekommt, während Terroristen, die im Namen ihrer Religion Unschuldige töten, höchstens 300 wütende Muslime auf die Straße treiben - das ist halt schon traurig.

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ambulans 19.06.2017, 15:19
3. yep,

mal wieder ein >augstein, der mir gefällt - schnörkellos, knochentrocken, respekt nur genau an der stelle, wos auch hingehört, ansonsten - up against the wall, m... und, der kommentar zu m. lieberberg (was hat den denn da geritten - bei dieser mehr als respektablen vergangenheit als veranstalter?) ist schlcht absolut zutreffend - mehr davon! mfg, dr. ambulans (alle kassen)

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max-mustermann 19.06.2017, 15:20
4.

Das der Islam-Verband Ditib seine Teilnahme an der Demonstration gegen islamischen Terror abgelehnt hatt lässt für mich eigentlich nur einen Schluß zu.

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Lemmy der Philosoph 19.06.2017, 15:20
5. Augsteins neuer Tiefpunkt ...

... in einer Reihe vieler Tiefpunkte. Jeder einzelne Satz, jeder Gedanke ist grober Mist. Man kann von Muslimen schlicht erwarten, sich aktiv und sichtbar vom Terror zu distanzieren. Würden Christen oder meine Landsleute Bomben in einem Land werfen, das mich als Mitbürger aufgenommen hat - ich würde sofort bei einer solchen Demo mitlaufen. Das bei dem Friedensmarsch nur ein Bruchteil der Muslimen teilgenommen hat, spricht leider Bände - auch wenn dies Herr Augstein nicht gefällt ...

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tullrich 19.06.2017, 15:22
6. BILD Dir meine Meinung?

Soso, der "Undemokrat Erdogan vermittelt den Türken den Stolz, der ihnen in Deutschland verwehrt bleibt". Vielleicht sind es aber auch einfach nur Undemokraten, die Erdogan unterstützen? Vielleicht sollte Herr Augstein öfter mal den SPIEGEL lesen, in dem schön die Umfrageergebnisse zitiert wurden, dass fast die Hälfte aller in D lebenden Türken bzw Türkischstämmigen die Scharia für wichtiger halten als das Grundgesetz. Ach, Herr Augstein findet keinen passenden SPIEGEL-Artikel? Warum wohl, Welt Online hat ihn am 16.6.2017 gebracht.

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mwroer 19.06.2017, 15:22
7.

'Wichtiger aber ist: der Demonstrationsaufruf richtete sich ausdrücklich an die Muslime in Deutschland. Das ist eine Frechheit. Was hat der deutsche Durchschnittsmuslim mit dem Terrorismus zu tun? Nichts. Eben.'

Und was hat der durchschnittliche Deutsche mit den Verbrechen des Hitlerfaschismus zu tun? Nicht. Eben.

Warum wird dann immer noch, gerade durch die Medien die etwas mehr 'links' stehen, die kollektive Schuld zur Marschroute ausgerufen und bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit auf die besondere Verantwortung und Pflicht sich gegen Nationalismus in jeder Form zur Wehr zu setzen hingewiesen?

Natürlich hat der durchschnittliche Muslim nichts mit Terror zu tun. Nichtsdestotrotz ist es nicht falsch wenn der durchschnittliche Muslim dies auch mal öffentlich und lautstark kund tut. Dort wo der Terror stattfindet und aufgerufen dazu von anderen Muslimen.

Wollen Sie jetzt den weißen Süd-Afrikaner die zu Anti-Apartheid Demonstrationen aufgerufen haben auch Frechheit vorwerfen? Der durchschnittliche Afrikaander hatte mit der Apartheid auch nicht mehr zu tun als der durchschnittliche Muslim hier.

Wenn Muslime es für nötig halten gegen den Terror zu demonstrieren, ein Zeichen zu setzen dann können Sie, lieber Herr Augstein, vielleicht einfach mal 10 Minuten innehalten und sie machen lassen?

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bienschken 19.06.2017, 15:22
8. Falsch!!

Zitat von novalis28
bin angeblich moralisch verantwortlich für Verbrechen, die Jahrzehnte vor meiner Geburt in deutschem Namen begangen wurden.
Du bist nicht moralisch verantwortlich, was damals geschah, DU bist dafür verantwortlich, dass man es nicht vergisst und es nicht wieder passiert!!

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GoranBaranac 19.06.2017, 15:23
9. Bitte??

"Wir zeigen dem IS den zivilgesellschaftlichen Stinkefinger - und dann was?" Und das aus Ihrer Feder? Jeder der nicht zu einer Demo gegen rechts rennt und Oma und Säugling mitschleppt steht schon im Verdacht mit der AfD zu sympathisieren. Lichterketten und Querstellerbündnisse sind DIE Aushängeschilder zivilgesellschaftlichen Engagements mit denen jeder rechts der NPD zeigen will, dass man kein Nazi sei. Und das gleiche soll bei Muslimen vs. Islamisten nicht so sein? Ganz neben der Frage warum Sie meinen man würde hier einen Onkel-Tom-Türken haben wollen wenn die Veranstalter des Protestmarsches Muslime sind? Umgekehrt wird ein Schuh draus: wir haben parallel existierende Communities im Land. Die eine Gesellschaft findet Ihre Extremisten verdienen Verachtung, Ausgrenzung, Widerstand und artikuliert das in gesellschaftlichem Protest und Engagement. Wie reagiert die andere Community auf ihre eigenen Fanatiker? Wie wir jetzt am Samstag sehen konnten ist es ihnen im besten Fall egal.

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