Forum: Politik
Gescheiterte Straftäter-Abschiebung: Rückholaktion aus Afghanistan kostet 25.000 Euro
DPA

Afghanistan verweigerte ihm die Einreise, also musste ein abgeschobener Straftäter direkt zurück nach Deutschland - im Business-Jet. Kostenpunkt nach SPIEGEL-Informationen: 25.000 Euro.

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claudio_im_osten 12.01.2019, 08:15
1. Empörend.

Was sich die afghanischen Behörden da leisten, sollte politische Konsequenzen haben. Es ist zwar verständlich, dass sie auch keine Lust haben auf die Überstellung von Straftätern, aber wie können nicht für afghanische Staatsangehörige verantwortlich sein. Wenn er tatsächlich einen abgelaufenen Pass und ein Passersatzpapier hatte, ist es Pflicht des afghanischen Staates, Zweifel an der Staatsangehörigkeit zu klären. Wieso sollen wir dafür verantwortlich sein?
Deutschland sollte eines ganz klar machen: Wenn es bei einem solchen Verhalten bleibt, ziehen wir unsere Truppen und die sonstige Unterstützung für dieses Regime ab. Punkt.
Es ist nicht einzusehen, dass für einen solchen Staat deutsche Soldaten sterben.

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fanasy 12.01.2019, 08:29
2. Das ist natürlich eine Menge Geld

aber es gibt anderswo noch viel krasser Geldverschwendung als hier die Durchsetzung und Vollziehung eines rechtsstaatlichen Verwaltungsakts. Es ist allerdings fragwürdig, wieso sich die deutschen Behörden von den Afghanen derart vorführen lassen.

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gammoncrack 12.01.2019, 08:32
3. Da wir hier mal wieder ein Shitstorm ausbrechen.

Warum hier unbedingt ein Jet gechartert werden musste, frage ich mich allerdings auch.

Ansonsten liegt hier ja deutlich das Verschulden bei den Afganischen Behörden. Die Papiere hätten die Einreise auf jeden ermöglichen müssen. Da gab es vorher wohl kaum eine Möglichkeit, das sicherzustellen.

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wasistlosnix 12.01.2019, 08:39
4.

Große Worte werden immer von der Realität eingeholt. Hier ist doch mal wieder ersichtlich das das abschieben von Gewalttätern nicht ganz einfach ist und hier auch keine Ankerzentren helfen. Abgeschoben werden die unkomplizierten Fälle die man gut integrieren könnte.

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zora81 12.01.2019, 08:40
5.

Wie hatte neulich jemand so treffend formuliert, rein kommen alle, aber raus wird dann schwierig...erfährt man nicht schon durch die Botschaft, die die Ersatzpapiere ausstellt, ob derjenige zurückgenommen wird? Und wo ist der Mann nun? Zurück im Gefängnis?

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Realistin123 12.01.2019, 08:41
6. Fassungslos

Wieso wird nicht im Voraus mit den afghanischen Behörden gesprochen und die Pflicht zur Aufnahme des Straftäters schriftlich fixiert?
Deutschland lässt sich inzwischen von diesen Ländern zum Narren halten- auf Kosten der Steuerzahler.

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tottusmaximus 12.01.2019, 08:41
7. Unglaublich!

Wieso klärt man sowas nicht vorher ab?

In Kabul wird es doch ein Telefon geben oder ein PC mit E-Mail Anschluss.

Für 25.000 Euro müssen Menschen einige Jahre arbeiten und Steuern zahlen.

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merahm 12.01.2019, 08:44
8. Diiplomatisches Versagen

Ein Staat der nach wie vor auf die militärische Unterstützung anderer angewiesen ist lehnt die Einreise eines Bürgers ab. Dies wäre Grund genug Entwicklungshilfe zu kürzen und die deutsche Militärpäsenz zu überdenken, was wiederum die Falschen trifft. Wenn alles nichts hilft, den Straftäter im Flughafen den Behörden übergeben und nach Hause fahren.

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gruffelo 12.01.2019, 08:45
9. „Schwer zu vermitteln“

Ein Politiker formulierte es so, dass dieser Vorfall den Deutschen Wählern schwer zu vermitteln sei. Ich als Wähler kann das für meine Person bestätigen. Ebenso schwer zu vermitteln ist, warum wir auch nach fast 20 Jahren immer noch Truppen am Hindukusch stehen haben in einer Militäraktion die nirgends hinführt und die nur einer afghanischen Regierung nutzt, die uns dann als Dankeschön so auf der Nase herumtanzt und uns seine Straftäter rüberschiebt.

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