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Gespräche beendet: Liberale brechen Jamaika-Verhandlungen ab
DPA

Die Sondierungsgespräche von Union, FDP und Grünen über eine mögliche Jamaikakoalition sind gescheitert. Das teilten kurz vor Mitternacht die Liberalen mit: "Es ist besser, nicht zu regieren, als falsch zu regieren."

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equigen 20.11.2017, 00:08
1. Gibt's das noch?

Politiker mit Rückgrat, denen die Überzeugung wichtiger ist als die Macht? Und die nicht immer rumstänkern (siehe CSU) und dann doch alles mitmachen. Hochachtung!

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spmc-12355639674612 20.11.2017, 00:09
2. Die FDP

Die FDP hatte anscheinend tatsächlich den Mut, die Reißleine zu ziehen. Auf die Begründung und die Analysen bin ich gespannt. Für Seehofer bedeutet es im Endeffekt wahrscheinlich den Abschied in den Ruhestand, für Merkel das Ende der Kanzlerschaft.

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Marie Winchester 20.11.2017, 00:12
3. Machtkampf in der CSU

Ohne die CSU wären die anderen drei Parteien doch längst zu einer Einigung gekommen. Sogar die Grünen hätten die 200.000 als "atmenden Deckel" akzeptiert. Die CSU wollte nicht mal ein paar Tausend Menschen für die Familienzusammenführung von syrischen Bürgerkriegsflüchtlingen akzeptieren. Und das nur, um sich die Positionen im parteiinternen Machtkampf zu sichern. Das ist einfach nur verantwortungslos.

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briefzentrum 20.11.2017, 00:12
4. Konsequente Entwicklung - Götterdämmerung von Merkel

Der Rückzug der FDP ist nicht historisch nicht zu überschätzen. Heute beginnt der Rest von Merkels Kanzlerschaft. Sichtbar wurde, dass dieses Koalitionsprojekt als Konzert der Wahlverlierer keinerlei eigenständige Programmatik entwickeln konnte. Erst jetzt werden die Konsequenzen der Bundestagswahl auch für die anderen Parteien aufgearbeitet, nachdem bisher nur die Sozis Konsequenzen gezogen hatten und das Erdbeben sich auch in der CSU schon abzeichnete. Die Zeit der Lebenslügen nach der Flüchtlingsentscheidung von 2015 ist beendet. Das wird die Parteienlandschaft in Deutschland künftig deutlich verändern.

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dyne277@yahoo.de 20.11.2017, 00:12
5.

Jetzt wird es spannend . Unsere Demokratie scheint zu funktionieren ! ...Ich dachte die Liberalen würden einfach so umfallen, und am Ende jeden Kompromiss mitmachen. Egal was man gewählt hat , und klar Kompromisse in einer Demokratie sind sehr wichtig, aber es ist doch auch wichtig zu sehen das man es noch mit verschiedenen Parteien zu tun hat , und Merkel noch nicht alle völlig entkernt hat.

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waldschrat_72 20.11.2017, 00:12
6. Merkels Scheitern

Das ist der endgültige Anfang von Merkels Ende. Die eh schon angeschlagene Kanzlerin hat in diesen Sondierungsgesprächen nun wirklich nur folgendes bewiesen: Amtsmüdigkeit, Lustlosigkeit, Unfähigkeit und eine fatale Führungsschwäche. Da bläst der Wind mal etwas von vorn, und es fällt nicht alles sofort in den Schoß, ergo alle kommen von selbst gelaufen, und schon zeigt sich die ganze Jämmerlichkeit. Es ist nicht das Ende, im Gegenteil. Ich halte es für eine Sternstunde der Demokratie. Endlich wird hier in unserem Land mal wieder hart um Sachverhalte und mögliche Kompromisse zu Lösung gestritten bis die Fetzen fliegen- DAS ist Demokratie ! Und weite Teile der Gesellschaft, von Merkels Einschlafpolitik seit Jahren sediert, müssen das erst mal wieder lernen. Ich finde das großartig.

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hp22 20.11.2017, 00:12
7.

Es wurde im Verlauf der letzten vier Wochen immer deutlicher: Die FDP wollte niemals regieren. Man konnte sich natürlich auch nicht einfach verweigern, dafür wäre man öffentlich zerrissen worden, daher hat man dieses unwürdige Spiel gespielt mit dem Ziel, den Grünen das scheitern anzuhängen. Nachdem diese sich aber weiter bewegt haben als man in der FDP dachte und das auch in der Öffentlichkeit immer mehr zur Kenntnis genommen wurde, kam heute der verzweifelte Schachzug, die CSU rechts zu überholen, der nichts als ein weiterer und noc dazu ziemlich plumper Versuch war, den schwarzen Peter von sich weg zu schieben.

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marcus1966 20.11.2017, 00:13
8. Schwache Leistung

Kompromissfähigkeit und der Ausgleich verschiedener Interessen ist das Wesen der Demokratie. Das haben vor allem CSU und FDP nicht verstanden. Hoffentlich bekommen sie dafür die Quittung. Herr Lindner - ich wünsche es mir sehr - hat sich jetzt ein spektakuläres Eigentor geschossen. Und die CSU befindet sich ohnehin im Selbstzerstörungsmodus.

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unky 20.11.2017, 00:14
9. Das überrascht nicht wirklich

Lindner hat doch in den letzten fünf Wochen immer wieder von Neuwahlen geredet. Politisch verantwortungsvoll ist diese Haltung nicht. Das ist ein Versagen der Polikerkaste auf ganzer Linie. Nun haben wir eine politische Krise und eine instabile politische Lage. Ich sehe nur zwei Möglichkeiten, da wieder heraus zu kommen: Entweder die SPD stimmt doch einer großen Koalition zu - das wird sie aber sicher an die Bedingung knüpfen, selbst den kanzler zu stellen - oder es gibt Neuwahlen. Meine Prognose dafür: Die FDP fällt unter fünf Prozent, die AfD bekommt mehr Stimmen als bisher, CDU/CSU und SPD erreichen zusammen keine Mehrheit mehr. Grüne und Linke erhalten mehr Stimmen als bisher. Man stelle sich dann einmal die möglichen Koalitionen vor!

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